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Umzug-Checkliste: Entspannt ins neue Heim (inkl. PDF)

Illustration einer Checkliste für den Umzug mit Hakenkästchen, Umzugskartons, Pflanze, Sackkarre, Haus und Glühbirne.

Kurzfassung

  • Strategische Planung für einen Umzug umfasst das Prüfen von Mietverträgen und die Kommunikation mit Vermietern.
  • Eine klar strukturierte Checkliste erleichtert den Umzug und vermeidet Stress durch gezielte Organisation.
  • Frühes Ausmisten: Radikales Aussortieren schafft Platz und vereinfacht den Umzug.
  • Digitale Entrümpelung nicht vergessen: Newsletter abmelden und Cloud-Speicher ordnen.
  • Behördliche Ummeldungen müssen rechtzeitig erfolgen, um Bußgelder zu vermeiden.
  • Am Umzugstag sorgen klare Aufgabenverteilung und vorbereitete Verpflegung für einen reibungslosen Ablauf.

Ein Umzug steht an und du siehst nur Kartonberge? Mit dieser praxiserprobten Umzugcheckliste navigierst du zielsicher durch das Chaos, von der Kündigung bis zum ersten Abendbrot in der neuen Wohnung. Sie hilft dir, den Überblick zu behalten.

Der Moment, in dem das Klebeband abreißt

Es ist immer derselbe Moment. Du stehst inmitten deiner Wohnung, umgeben von halb gepackten Kisten, und das Klebeband reißt zum fünften Mal an der falschen Stelle. Der Hund schnappt freudig nach einem Stück Luftpolsterfolie, das zu Boden segelt, und du fragst dich, wie aus deiner gemütlichen Wohnung ein Logistikzentrum für mittelgroße Katastrophen werden konnte. Bei unserem letzten Umzug habe ich versucht, die Kartons mit einem fast leeren Edding zu beschriften. Am Ende sahen alle Kisten aus wie moderne Kunst, aber niemand wusste, ob darin Teller oder die Winterjacken waren. Ein Riesenfehler, der uns am ersten Abend in der neuen Wohnung eine halbe Stunde Suche nach dem Korkenzieher gekostet hat.

Genau für diese Momente ist eine gute Planung Gold wert. Ein Umzug ist kein Sprint, sondern ein seltsamer Marathon, bei dem du zwischendurch schwere Möbel hebst. Eine durchdachte Umzugcheckliste ist dabei dein persönlicher Trainer, der dir sagt, wann du was tun musst, damit du am Ende nicht mit einem Krampf auf der Zielgeraden liegen bleibst.

Die große Planung: Deine Umzugcheckliste für die ersten 8 Wochen

Der Countdown läuft, auch wenn der Umzugstag noch weit weg scheint. Die Phase zwei bis drei Monate vor dem Umzug ist entscheidend, denn hier legst du das Fundament für einen reibungslosen Ablauf. Versäumnisse aus dieser Zeit rächen sich später bitterlich, meistens am Umzugswochenende, wenn alle Helfer schon da sind.

Der erste und wichtigste Schritt ist, deinen alten Mietvertrag zu prüfen. Wie lang ist die gesetzliche Kündigungsfrist? In der Regel sind das drei Monate. Setze die Kündigung schriftlich auf und versende sie per Einschreiben. So hast du einen Nachweis und vermeidest Diskussionen. Parallel dazu solltest du den neuen Mietvertrag genau unter die Lupe nehmen. Passt alles? Ist die Kaution fair? Kläre mit deinem alten Vermieter schon jetzt grob, wie die Wohnungsübergabe ablaufen soll und was in Sachen Schönheitsreparaturen von dir erwartet wird. Viele Klauseln dazu sind laut Stiftung Warentest unwirksam, es lohnt sich also, das zu prüfen, bevor du anfängst, die Wände neu zu streichen.[5]

Verträge, Fristen und der Papierkram-Dschungel

In dieser frühen Phase geht es vor allem um Kommunikation und Organisation. Sprich mit deinem Arbeitgeber und beantrage Umzugsurlaub. Kläre mit deinem neuen Vermieter den genauen Übergabetermin für die Schlüssel. Das gibt dir Planungssicherheit.

Gleichzeitig solltest du eine Bestandsaufnahme deiner laufenden Verträge machen. Strom, Gas, Internet, Versicherungen – erstelle eine Liste mit allen Anbietern und deren Kündigungsfristen. Oft kannst du Verträge einfach mitnehmen, aber manchmal ist ein Wechsel günstiger oder sogar notwendig, weil der alte Anbieter am neuen Wohnort nicht verfügbar ist. Speziell beim Internetanbieter solltest du so früh wie möglich den Umzug melden. Nichts ist nerviger als wochenlang ohne WLAN in der neuen Bude zu sitzen, besonders wenn du im Homeoffice arbeitest.

6 Wochen vorher: Ausmisten wie ein Profi (oder so ähnlich)

Jeder Umzug ist die perfekte Gelegenheit, sich von altem Ballast zu trennen. Und mit Ballast meine ich nicht nur die Kiste mit alten Ladekabeln, von denen keines mehr zu einem aktuellen Gerät passt. Jetzt ist die Zeit, radikal auszusortieren.

Bewährt hat sich bei uns die Drei-Kisten-Methode. Du nimmst dir Zimmer für Zimmer vor und stellst drei Kartons auf: Behalten, Weggeben (verkaufen, verschenken, spenden) und Müll. Sei ehrlich zu dir selbst. Das Waffeleisen, das du seit fünf Jahren nicht benutzt hast? Weg damit. Die Jeans, die seit der Uni nicht mehr passt? Sie wird auch in der neuen Wohnung nicht passen. Jeder Gegenstand, den du nicht mitnimmst, ist ein Gegenstand, den du nicht einpacken, schleppen und wieder auspacken musst. Das spart nicht nur Platz im Umzugswagen, sondern auch eine Menge Nerven.

Bei meinem ersten Versuch, alte Möbel online zu verkaufen, habe ich Stunden damit verbracht, auf absurde Anfragen zu antworten. Am Ende habe ich das meiste einfach an Selbstabholer verschenkt – der Zeitgewinn war mir mehr wert als die paar Euro.

Die digitale Entrümpelung nicht vergessen

Was viele bei der großen Aufräumaktion übersehen, ist der digitale Kram. Nutze die Gelegenheit, um auch hier Ordnung zu schaffen. Melde dich von Newslettern ab, die du sowieso nie liest. Sortiere deine Cloud-Speicher und lösche alte Dateien, die nur noch digitalen Staub ansetzen. Kündige Abos von lokalen Diensten oder Vereinen, die du am neuen Wohnort nicht mehr nutzen kannst. Das schafft nicht nur mentalen Freiraum, sondern verhindert auch, dass Rechnungen an die alte Adresse geschickt werden und im Nirwana verschwinden.

Der Monat vor dem Umzug: Jetzt wird’s konkret

Vier Wochen vor dem Stichtag geht es in die heiße Phase. Jetzt müssen die großen Entscheidungen getroffen und die praktischen Vorbereitungen gestartet werden. Falls du ein Umzugsunternehmen beauftragen möchtest, solltest du jetzt mindestens drei Angebote einholen und vergleichen. Achte dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die inkludierten Leistungen wie Versicherung und das Aufstellen von Halteverbotszonen. Wenn du den Umzug selbst mit Freunden stemmst, ist jetzt der Zeitpunkt, den Transporter zu mieten und deine Helfer verbindlich einzuplanen.

Gleichzeitig beginnt die Materialschlacht. Besorge ausreichend Umzugskartons, am besten in verschiedenen Größen. Bananenkisten aus dem Supermarkt sind zwar kostenlos, aber oft nicht stabil genug für schwere Dinge wie Bücher. Investiere in vernünftige Kartons!

Hier ist eine kurze Liste, was du an Packmaterial wirklich brauchst:

  • Stabile Umzugskartons in verschiedenen Größen
  • Packpapier oder Seidenpapier für Zerbrechliches (Zeitungspapier kann abfärben)
  • Luftpolsterfolie für Elektronik und empfindliche Möbelstücke
  • Breites, reißfestes Klebeband (spare hier nicht an der Qualität)
  • Dicke, wasserfeste Stifte zur Beschriftung
  • Müllsäcke für den letzten Dreck
  • Alte Decken oder spezielle Möbeldecken zum Schutz von Oberflächen

Denke daran, die Kartons nicht zu voll zu packen. Ein Bücherkarton, den niemand mehr heben kann, hilft keinem. Als Faustregel gilt: maximal 20 kg pro Karton. Schwere Sachen nach unten, leichte nach oben. Und beschrifte die Kisten nicht nur mit dem Inhalt, sondern auch mit dem Zielraum. Das erleichtert das Verteilen in der neuen Wohnung enorm.

Die wichtigsten Ummeldungen: Eine Umzugcheckliste für Behörden

Der administrative Teil eines Umzugs ist vielleicht der nervigste, aber auch einer der wichtigsten. Wenn du hier schlampst, kann das zu Problemen führen, von verpasster Post bis hin zu Bußgeldern.
Das Erste, was du einrichten solltest, ist ein Nachsendeauftrag bei der Post. Das geht online und sorgt dafür, dass deine Briefe für eine bestimmte Zeit an die neue Adresse weitergeleitet werden. Das verschafft dir einen Puffer, ist aber keine Dauerlösung. Informiere trotzdem alle wichtigen Stellen aktiv über deine neue Anschrift. Dazu gehören laut dem offiziellen Bundesportal unter anderem Banken, Versicherungen, die Krankenkasse, der Arbeitgeber und Ämter wie das Finanzamt oder die Familienkasse.[2]

Die wichtigste behördliche Pflicht ist das Ummelden deines Wohnsitzes. Das Bundesmeldegesetz (BMG) schreibt vor, dass du dich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde deines neuen Wohnortes anmelden musst.[1] Eine verspätete Anmeldung kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Dafür benötigst du deinen Personalausweis und eine Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter. Viele Städte bieten mittlerweile die Möglichkeit, den Termin online zu buchen, was lange Wartezeiten erspart.

Strom, Gas, Internet – Die unsichtbaren Mitbewohner

Deine Versorgerverträge sind ein zentraler Punkt auf jeder Umzugcheckliste. Melde deinem alten Strom- und Gasanbieter den Auszugstermin und lies am Übergabetag die Zählerstände ab. Fotografiere die Zähler als Beweis. Gleichzeitig musst du dich natürlich für die neue Wohnung bei einem Versorger anmelden. Das geht oft schnell online. Vergleiche die Tarife, ein Umzug ist die beste Gelegenheit, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

Beim Internetanschluss ist besondere Eile geboten. Die Vorlaufzeiten für einen Technikertermin können mehrere Wochen betragen. Melde den Umzug deines Anschlusses deshalb mindestens vier bis sechs Wochen im Voraus. Ich habe diesen Fehler einmal gemacht und saß die ersten zwei Wochen in der neuen Wohnung ohne Internet. Im Homeoffice war das eine absolute Katastrophe, die mich Unmengen an mobilem Datenvolumen gekostet hat. Buche den Technikertermin am besten für den Tag nach dem Einzug.

Die letzte Woche: Der Endspurt auf deiner Umzugcheckliste

Die Tage vor dem Umzug sind meistens chaotisch. Die Wohnung leert sich, die Kisten stapeln sich. Jetzt ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und systematisch vorzugehen.
Packe eine „Überlebenskiste“ für den ersten Tag. In diese Kiste kommt alles, was du direkt nach der Ankunft in der neuen Wohnung brauchst. Das verhindert hektisches Suchen in unzähligen Kartons.

Inhalt der Überlebenskiste

In diese Kiste gehört alles für die erste Nacht und den nächsten Morgen: Toilettenpapier, Seife, Handtücher, Zahnbürsten, ein paar Snacks, Wasser, Kaffee oder Tee, Wasserkocher, Tassen, wichtige Medikamente, Handy-Ladekabel, ein Werkzeugset mit Schraubenzieher und Zange, eine Schere oder ein Cuttermesser und natürlich Futter für die Haustiere.

Fange an, den Kühlschrank und die Gefriertruhe zu leeren und abzutauen. Plane die letzten Mahlzeiten so, dass du möglichst alles aufbrauchst. Wasche die letzte Maschine Wäsche. Demontiere Möbel, die nicht am Stück transportiert werden können, und packe die zugehörigen Schrauben in beschriftete Tütchen, die du direkt am Möbelstück befestigst. Nichts ist frustrierender, als das Bett nicht aufbauen zu können, weil die passenden Schrauben verschwunden sind.

Das perfekte Wohnungsübergabeprotokoll – Dein Schutzschild

Die Übergabe der alten Wohnung ist ein kritischer Moment. Hier entscheidet sich, ob du deine Kaution vollständig und ohne Abzüge zurückbekommst. Ein detailliertes Wohnungsübergabeprotokoll ist dabei dein wichtigstes Instrument. Es dokumentiert den Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt deines Auszugs.

Gehe mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung durch alle Räume und haltet jeden Mangel schriftlich fest. Dazu gehören Kratzer im Parkett, Flecken an der Wand oder defekte Geräte. Mache von allem Fotos mit deinem Handy, am besten mit Datum. Notiert auch die Zählerstände für Strom, Wasser und Heizung. Sowohl du als auch der Vermieter sollten das Protokoll unterschreiben. Das schafft Klarheit und beugt späteren Streitigkeiten vor. Weigere dich, ein Blanko-Protokoll oder eines mit Punkten zu unterschreiben, denen du nicht zustimmst.

Der Umzugstag: Überleben im Karton-Tornado

Der große Tag ist da. Atme tief durch. Starte früh und sorge für ein gutes Frühstück, du wirst die Energie brauchen. Weise deine Helfer ein und verteile die Aufgaben. Eine Person sollte den Ladevorgang koordinieren und darauf achten, dass schwere Kisten nach unten und leichte, zerbrechliche Dinge nach oben kommen.
Schütze empfindliche Böden in der alten und neuen Wohnung mit Malervlies oder alten Decken. Bringe an den Türrahmen Kantenschoner an, um Macken zu vermeiden. Halte Getränke und Snacks für dein Team bereit – motivierte Helfer sind gute Helfer.

Denke daran, am Ende einen letzten Rundgang durch die leere alte Wohnung zu machen. Überprüfe alle Schränke, den Keller und den Dachboden. Oft bleibt in der Hektik etwas zurück. Gib die Schlüssel an den Vermieter zurück und lass dir den Empfang quittieren.

Haustiere und Kinder am Umzugstag

Für Kinder und Haustiere ist ein Umzug besonders aufregend und stressig. Die gewohnte Umgebung löst sich in Chaos auf, fremde Menschen laufen durch die Wohnung. Wenn möglich, ist es am besten, wenn Kinder und Tiere den Tag bei Freunden, Großeltern oder in einer Tierpension verbringen. Das ist für alle Beteiligten die entspannteste Lösung. Mein Hund verbringt den Umzugstag traditionell bei meinen Eltern. Er liebt es dort und ich muss mir keine Sorgen machen, dass er zwischen die Füße der Möbelpacker gerät. Wenn das nicht möglich ist, richte in der neuen Wohnung als Erstes einen ruhigen Raum für sie ein, mit vertrauten Spielsachen, Decken und Futter.

Die erste Nacht: Ankommen und durchatmen

Du hast es geschafft. Die Möbel stehen – irgendwie – in der neuen Wohnung. Widerstehe dem Drang, sofort alles auspacken zu wollen. Das Wichtigste ist jetzt, die Grundversorgung sicherzustellen und den Tag ausklingen zu lassen.

Die folgende Reihenfolge hat sich als sehr hilfreich erwiesen, um schnell wieder ein Gefühl von Zuhause zu schaffen:

  1. Das Bett aufbauen: Nichts ist wichtiger als ein richtiger Schlafplatz nach einem anstrengenden Tag. Montiere als Erstes dein Bett und beziehe es frisch.
  2. Das Bad einrichten: Hänge den Duschvorhang auf und stelle Toilettenpapier, Seife, Handtücher und Zahnbürsten bereit. Eine heiße Dusche wirkt Wunder.
  3. Die Küche startklar machen: Schließe den Kühlschrank an und richte eine kleine Kaffee-Ecke ein. Du brauchst am nächsten Morgen dringend Koffein.
  4. Für Licht sorgen: Bringe in den wichtigsten Räumen (Schlafzimmer, Bad, Küche) zumindest eine Glühbirne an einer Fassung an. Kerzenlicht ist zwar romantisch, aber unpraktisch.
  5. Essen bestellen: Belohne dich und deine Helfer. Pizza ist der klassische Umzugsschmaus und erfordert kein Geschirr, das noch in irgendeiner Kiste schlummert.

Danach heißt es: Füße hochlegen. Der Rest kann bis morgen warten. Genieße das Gefühl, im neuen Zuhause angekommen zu sein.

Nach dem Umzug ist vor dem Umzug: Die finale Umzugcheckliste

Die Kisten sind zwar da, aber die Arbeit ist noch nicht ganz vorbei. In den ersten Tagen und Wochen nach dem Umzug stehen noch ein paar wichtige Aufgaben auf dem Plan, die oft in der Auspack-Euphorie untergehen.

Der Gang zum Bürgeramt zum offiziellen Ummelden steht ganz oben auf der Liste. Denke daran, dass du dafür nur zwei Wochen Zeit hast. Bei dieser Gelegenheit kannst du auch gleich die Adresse in deinem Personalausweis ändern lassen. Wenn du ein Auto besitzt, muss auch dieses umgemeldet werden. In vielen Zulassungsbezirken ist es heute möglich, das Kennzeichen mitzunehmen, aber die Adresse in den Fahrzeugpapieren muss trotzdem aktualisiert werden. Das Serviceportal Baden-Württemberg bietet hierzu eine gute Übersicht, was je nach Gemeinde zu tun ist.[3]

Diese Tabelle hilft dir, die Aufgaben nach dem Umzug zu strukturieren:

Aufgabe Frist Besonderheit
Wohnsitz ummelden Innerhalb von 2 Wochen Wohnungsgeberbestätigung erforderlich
Fahrzeug ummelden Unverzüglich Neue Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) kann nötig sein
Hund anmelden Je nach Gemeinde, oft 2 bis 4 Wochen Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe
Endgültige Adressänderungen Laufend in den ersten 4 Wochen Auch an Abos, Online-Shops und die Bibliothek denken
Mängelprotokoll neue Wohnung Innerhalb der ersten Tage Versteckte Mängel dem Vermieter schriftlich melden

Vergiss auch die kleinen Dinge nicht. Gib der örtlichen Bibliothek deine neue Adresse durch, damit du keine Mahnungen verpasst. Aktualisiere deine Lieferadressen bei deinen liebsten Online-Shops. Es ist unglaublich ärgerlich, wenn ein lang erwartetes Paket an die alte Adresse geliefert wird.

Geld zurück? Die Umzugskostenpauschale und die Steuer

Ein Umzug kann teuer sein, aber wusstest du, dass du einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen kannst? Wenn der Umzug beruflich bedingt ist – zum Beispiel, weil du den Job wechselst oder dein Arbeitsweg sich erheblich verkürzt – kannst du viele Ausgaben als Werbungskosten geltend machen. Dazu gehören die Kosten für das Umzugsunternehmen, doppelte Mietzahlungen für eine gewisse Zeit und sogar die Kosten für Nachhilfestunden deiner Kinder.

Auch bei einem privaten Umzug kannst du profitieren. Hier kannst du haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Das betrifft die Arbeitskosten des Umzugsunternehmens, aber nicht die reinen Material- oder Transportkosten. Es lohnt sich, alle Belege und Rechnungen sorgfältig aufzubewahren und beim nächsten Lohnsteuerjahresausgleich anzugeben.

Vergiss die Namensschilder nicht!

Ein kleiner, aber entscheidender Punkt: Bringe sofort nach der Schlüsselübergabe deinen Namen an Klingel und Briefkasten an. Das klingt banal, aber wenn der Postbote dich nicht findet, gehen wichtige Briefe – wie die Bestätigung vom Ummelden oder die erste Stromrechnung – direkt zurück an den Absender. Ein Stück Klebeband mit deinem Namen in Blockbuchstaben reicht für den Anfang völlig aus.

Gerne kannst du eine Umzug-Checkliste als PDF zum Abhaken direkt von uns kostenlos herunterladen: Umzug Checkliste PDF

Mein Fazit: Was ich beim nächsten Mal anders machen würde

Jeder Umzug ist eine Lektion darin, wie gut (oder schlecht) man organisieren kann. Auch mit der besten Umzugcheckliste geht garantiert irgendetwas schief. Das ist normal. Das Wichtigste ist, flexibel zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen, wenn Plan A nicht funktioniert. Beim nächsten Mal würde ich definitiv früher mit dem Ausmisten anfangen und noch konsequenter sein. Und ich würde die Kisten nicht nur beschriften, sondern auch nummerieren und eine detaillierte Inventarliste führen. Das klingt nerdig, aber wenn man dringend das eine bestimmte Ladekabel sucht, wäre es ein Segen.

Am Ende ist ein Umzug aber auch immer ein Neuanfang. Eine Chance, sich neu einzurichten, neue Routinen zu etablieren und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Wenn die letzte Kiste ausgepackt ist und du zum ersten Mal auf deinem Sofa in der neuen Wohnung sitzt, ist der ganze Stress schnell vergessen. Und die Pizza schmeckt dann auch gleich doppelt so gut.

Quellen

  1. Bundesmeldegesetz (BMG) § 17 Anmeldung, Abmeldung (Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 18.10.2023)
  2. Umzug: Kann ich meine neue Wohnung online anmelden? (Bundesministerium des Innern und für Heimat, abgerufen am 18.10.2023)
  3. Checkliste zum Umzug (Innenministerium Baden-Württemberg, abgerufen am 18.10.2023)
  4. Checkliste Umzug | Stadt Herrenberg (Stadt Herrenberg, abgerufen am 18.10.2023)
  5. Umzug planen mit Checklisten: Stressfrei in die neue Wohnung (Stiftung Warentest, abgerufen am 18.10.2023)

FAQs zum Thema Umzugcheckliste

Was passiert, wenn beim Umzug etwas kaputtgeht? Wer haftet dafür?

Das hängt davon ab, wer den Schaden verursacht hat. Beauftragst du ein professionelles Umzugsunternehmen, ist dieses gesetzlich bis zu einer bestimmten Summe pro Kubikmeter Ladung versichert. Prüfe hier die genauen Konditionen im Vertrag und schließe bei wertvollem Hausrat eventuell eine Zusatzversicherung ab. Helfen dir Freunde und Familie, haften diese in der Regel nicht. Schäden, die aus reiner Gefälligkeit entstehen, sind oft von der privaten Haftpflichtversicherung ausgeschlossen. Kläre am besten vorher ab, ob deren Versicherung sogenannte „Gefälligkeitsschäden“ abdeckt.

Wie werde ich Sperrmüll und alte Elektrogeräte vor dem Umzug richtig los?

Für Sperrmüll wie alte Matratzen oder kaputte Möbel musst du bei deiner Stadt oder Gemeinde eine Abholung anmelden. Meist gibt es feste Termine pro Stadtteil oder du kannst eine individuelle Abholung beantragen. Achtung: Einfach an die Straße stellen ist oft verboten und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Alte Elektrogeräte und Sondermüll wie Farben oder Batterien gehören auf den Wertstoff- oder Recyclinghof. Viele Elektronikmärkte nehmen zudem alte Geräte kostenlos zurück, wenn du ein neues kaufst.

Wie organisiere ich die letzte Nacht in der alten Wohnung, wenn schon fast alles verpackt ist?

Behandle die letzte Nacht wie einen kleinen Camping-Ausflug in den eigenen vier Wänden. Packe eine separate Tasche mit allem, was du für die letzte Nacht und den nächsten Morgen brauchst: eine Luftmatratze oder Isomatte, Schlafsack, Zahnbürste, Wechselkleidung und wichtige Medikamente. Dein Bett ist wahrscheinlich schon abgebaut. Halte auch ein paar Snacks, Wasser und dein Ladekabel griffbereit. Anstatt die Küche wieder schmutzig zu machen, ist das die perfekte Gelegenheit, dir noch ein letztes Mal Essen von deinem Lieblings-Lieferservice vor Ort zu bestellen.

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