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Was ist Setjetting? Auf den Spuren deiner Lieblingsserien

Beim Setjetting besuchst du die echten Drehorte deiner Lieblingsserien und -filme, statt nur davon zu träumen. Hier erfährst du, wie du solche Reisen planst, was dabei wirklich zählt und warum es nicht immer die großen Blockbuster-Kulissen sein müssen.

Vom Sofa in die Kulisse: Wenn der Filmort zum Reiseziel wird

Bestimmt kennst du das Gefühl: Eine Serie oder ein Film zieht dich so sehr in den Bann, dass die Kulisse fast zu einer eigenen Figur wird. Die schroffen Küsten von „Game of Thrones“, die pastellfarbenen Gassen aus einem Wes-Anderson-Film oder das gemütliche Café, in dem sich die Hauptfiguren deiner Lieblings-Romcom immer treffen. Manchmal ist der Wunsch so stark, dass man am liebsten direkt durch den Bildschirm steigen würde.

Genau an diesem Punkt setzt ein Reisetrend an, der schon länger existiert, aber durch Streaming und Social Media einen neuen Schub bekommen hat: das Setjetting.

Was genau ist Setjetting eigentlich?

Setjetting, auch Filmtourismus genannt, bedeutet, dass du deine Reiseziele gezielt nach den Drehorten von Filmen oder Serien auswählst. Du fliegst also nicht einfach nach Neuseeland, sondern du reist nach Mittelerde. Du machst keinen Städtetrip nach London, sondern du suchst den Gleis 9 ¾ aus „Harry Potter“.

Das Spektrum ist dabei riesig und reicht vom schnellen Selfie vor einer berühmten Filmkulisse bis hin zu einer komplett durchgeplanten Themenreise, bei der du gezielt eine ganze Reihe von Drehorten einer bestimmten Produktion abklapperst. Im Kern geht es darum, fiktive Welten im echten Leben zu erleben und die Atmosphäre eines Ortes aufzusaugen, den du bisher nur vom Bildschirm kanntest.

Für wen ist dieser Reisetrend etwas?

Setjetting ist nicht nur etwas für eingefleischte Superfans, die jedes Zitat mitsprechen können. Es ist eine Art zu reisen, die für ganz unterschiedliche Leute einen Reiz hat:

  • Wenn du einfach einen guten Aufhänger für die nächste Reise suchst, kann Setjetting als Inspirationsquelle dienen, um Regionen zu entdecken, die du sonst vielleicht nie auf dem Schirm gehabt hättest.
  • Für Familien kann eine Reise zu bekannten Film- oder Serienorten ein Motivations-Booster sein, weil Kinder und Jugendliche oft lieber zur „Zauberschule“ oder „Dinosaurier-Insel“ wollen als ins nächste Museum.
  • Alleinreisende profitieren häufig von einem klaren Reiseziel mit rotem Faden, und vor Ort kommt man an Drehorten nicht selten mit Gleichgesinnten ins Gespräch.
  • Wenn Nostalgie dein Ding ist, kann ein Drehort eine persönliche Erinnerung mit einem echten Ort verbinden – manchmal sind gerade die kleinen, weniger bekannten Spots intensiver als der überlaufene Hauptdrehort.

Wie starte ich eine Setjetting-Reise?

Eine Setjetting-Reise zu planen, ist kein großes Ding. Die meiste Arbeit besteht aus ein bisschen Recherche vorab. Es gibt inzwischen spezialisierte Blogs und Datenbanken im Netz, die Drehorte auflisten.

Ein guter Startpunkt ist, sich zu überlegen, was man eigentlich erleben will. Geht es dir nur um das eine Foto oder möchtest du die Stimmung der ganzen Region einfangen? Davon hängt ab, wie du deine Reise aufbaust.

So gehst du bei der Planung am besten vor:

  1. Such dir zuerst eine Produktion aus, deren Welt dich wirklich packt, damit Landschaft, Architektur oder Stimmung auch als echtes Reiseziel zu dir passen.
  2. Recherchiere dann die Drehorte über Datenbanken und Blogs, um die konkreten Locations zu finden, die oft öffentlich zugänglich sind und nicht nur im Studio entstanden.
  3. Plane die Route anschließend so, dass die Orte geografisch sinnvoll zusammenpassen und sich als Tagesausflüge oder Rundreise gut verbinden lassen.
  4. Mach zum Schluss einen Realitäts-Check, ob die Spots frei zugänglich sind oder ob du Tickets, Touren oder Genehmigungen brauchst, etwa bei Studios oder privaten Geländen.

Wichtig ist, die Erwartungen anzupassen. Filmkulissen werden oft digital nachbearbeitet oder aus verschiedenen Perspektiven gefilmt. Der echte Ort kann sich also durchaus anders anfühlen oder aussehen.

Was kostet Setjetting und welche Fehler sollte ich vermeiden?

Der größte Mythos ist, dass Setjetting teuer sein muss. Natürlich, wer für „Game of Thrones“ nach Island, Kroatien und Nordirland reist, braucht ein gewisses Budget. Aber viele Drehorte sind überraschend nah und günstig zu erreichen.

Einige typische Stolperfallen kannst du leicht umgehen:

  • Wenn du nicht nur die berühmtesten Orte abklapperst, sondern auch kleine, unscheinbare Locations mitnimmst, ist das Erlebnis oft entspannter und weniger überlaufen.
  • Wenn du den Ort nicht nur als Filmkulisse behandelst, sondern auch Kultur, Geschichte und Alltag mitnimmst, fühlt sich die Reise runder an.
  • Wenn du kurz Jahreszeit, Öffnungszeiten und Zugänglichkeit checkst, sparst du dir Enttäuschungen, weil manche Drehorte je nach Saison komplett anders wirken oder nicht immer erreichbar sind.

Mehr als nur ein Foto: Was bleibt vom Setjetting?

Am Ende ist Setjetting eine wunderbare Möglichkeit, Reisen und Storytelling zu verbinden. Es gibt deinen Trips einen neuen Rahmen und lässt dich Orte mit anderen Augen sehen. Du stehst nicht nur vor einer alten Burg, sondern vor „Winterfell“. Du spazierst nicht nur durch einen Wald, sondern durch den „Verbotenen Wald“.

Diese Verbindung zwischen Fiktion und Realität schafft eine tiefere, persönliche Ebene. Und wenn du das nächste Mal deinen Lieblingsfilm schaust, kannst du mit einem Lächeln sagen: „Genau da stand ich auch schon.“

FAQs zum Thema Was ist Setjetting

Sollte ich eine geführte Filmtour buchen oder meine Reise lieber selbst organisieren?

Das hängt ganz von deinem Reisestil ab. Geführte Touren sind super, wenn du wenig Zeit für die Planung hast und von Insider-Wissen profitieren möchtest. Oftmals erhältst du dadurch auch Zugang zu Orten, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Eine selbst geplante Reise gibt dir hingegen maximale Freiheit. Du kannst dein eigenes Tempo bestimmen, auch abseits der bekannten Pfade nach kleinen Entdeckungen suchen und bist meist kostengünstiger unterwegs.

Gibt es spezielle Apps oder Websites, die mir bei der Suche nach Drehorten helfen?

Ja, absolut! Neben der Filmdatenbank IMDb gibt es spezialisierte Portale wie „Filmtourismus.de“ oder die internationale Seite „Movie-Locations.com“, die Drehorte sehr detailliert auflisten. Außerdem lohnt es sich, auf Google Maps nach von Fans erstellten Karten zu suchen, die oft exakte Koordinaten und sogar die besten Fotospots enthalten. Auch in Reiseblogs und Fan-Foren findest du häufig wertvolle Geheimtipps.

Was kann ich tun, um als Setjetter verantwortungsvoll zu reisen?

Eine sehr wichtige Frage! Der Hype um Drehorte kann nämlich auch zu Problemen wie „Overtourism“ führen. Versuche daher, die Hauptsaison zu meiden und respektiere die Privatsphäre der Anwohner – nicht jeder Vorgarten ist eine öffentliche Kulisse. Anstatt nur für ein schnelles Foto anzuhalten, unterstütze die lokale Wirtschaft, indem du in einem Café vor Ort einkehrst oder ein lokales Souvenir kaufst. So gibst du der Gemeinde, die deine Lieblingskulisse beheimatet, auch etwas zurück.

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