Eine einfache Strecke von A nach B ist in Google Maps schnell geplant. Interessant wird es aber im Alltag meistens erst danach: Du willst nach der Arbeit noch zum Baumarkt, dann kurz in den Supermarkt und anschließend nach Hause. Oder du planst eine kleine Wochenendrunde und möchtest dir bestimmte Orte merken. Genau dafür lohnt es sich, die Unterschiede zwischen Route, Zwischenstopps, gespeicherten Fahrten und My Maps zu kennen.
Für die normale Navigation erstellst du in Google Maps eine Route mit Start und Ziel. Für Erledigungen unterwegs fügst du Zwischenstopps hinzu und sortierst sie in der richtigen Reihenfolge. Für wiederkehrende Strecken nutzt du gespeicherte Fahrten. Für eigene Touren, Sammlungen und Kartenplanung ist Google My Maps besser geeignet.
Erst klären, was du wirklich planen willst
Google Maps kann verschiedene Dinge, die im Alltag gern durcheinandergeraten. Eine Route ist nicht dasselbe wie eine eigene Karte, und ein gespeicherter Ort ist noch keine dauerhaft festgelegte Tour.
| Du willst … | Nutze dafür | Warum das passt |
|---|---|---|
| Jetzt direkt von A nach B fahren | Normale Route in Google Maps | Start, Ziel, Verkehrsmittel auswählen und Navigation starten. |
| Unterwegs mehrere Erledigungen einbauen | Route mit Zwischenstopps | Du planst mehrere Ziele in einer Fahrt und kannst die Reihenfolge ändern. |
| Eine häufige Fahrt schneller wiederfinden | Gespeicherte Fahrten in Google Maps | Praktisch für wiederkehrende Wege, die du nicht jedes Mal neu eingeben willst. |
| Orte sammeln oder eine eigene Tour vorbereiten | Google My Maps | Du erstellst eine eigene Karte mit Markierungen, Linien, Formen und Ebenen. |
Eine einfache Google Maps Route erstellen
Für eine normale Route öffnest du Google Maps, gibst dein Ziel ein und tippst oder klickst auf „Route“. Danach kannst du den Startpunkt ändern, falls du nicht von deinem aktuellen Standort losfahren möchtest. Außerdem wählst du aus, ob du mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist.
Auf dem Computer läuft es ähnlich: Google Maps öffnen, Routenplaner auswählen, Start und Ziel eingeben und eine der vorgeschlagenen Strecken wählen. Google beschreibt diesen Ablauf in der Maps-Hilfe sowohl für die App als auch für den Computer.[1][2]
Für viele Alltagswege reicht das bereits. Schwierig wird es erst, wenn du mehrere Ziele hintereinander anfahren möchtest. Dann solltest du nicht drei einzelne Navigationen starten, sondern mit Zwischenstopps arbeiten.
Zwischenstopps hinzufügen und richtig sortieren
Zwischenstopps sind die Funktion, die im Alltag am meisten Zeit spart. Statt erst zum Supermarkt zu navigieren, danach neu zum Baumarkt und dann wieder nach Hause, baust du alles in eine Route.
In der App gehst du so vor:
- Öffne Google Maps und suche dein erstes Ziel.
- Tippe auf „Route“ und lege bei Bedarf deinen Startpunkt fest.
- Öffne das Dreipunkt-Menü und wähle „Zwischenstopps bearbeiten“.
- Füge weitere Ziele hinzu.
- Ziehe die Stopps in die richtige Reihenfolge und bestätige mit „Fertig“.
Am Computer findest du unter den eingegebenen Zielen die Option „Ziel hinzufügen“. Laut Google sind bei Routen mit mehreren Zielen bis zu neun Zwischenstopps möglich, einschließlich des Endziels. Das gilt nicht für alle Fortbewegungsarten; öffentliche Verkehrsmittel und Flüge sind von dieser Mehrziel-Funktion ausgenommen.[1][2]
Die Reihenfolge entscheidet mehr als der einzelne Stopp
Der häufigste Fehler bei mehreren Stopps ist nicht der falsche Ort, sondern die falsche Reihenfolge. Ein Supermarkt auf dem Rückweg ist praktisch. Derselbe Supermarkt vor dem weiter entfernten Baumarkt kann plötzlich einen Umweg erzeugen.
Google Maps sortiert deine privaten Erledigungen nicht automatisch nach deiner persönlichen Logik. Du solltest daher einmal kurz auf die Reihenfolge schauen und die Ziele verschieben. In der App hältst du dafür das Symbol zum Neuordnen gedrückt und ziehst den Stopp an die passende Position; am Computer ziehst du das Ziel ebenfalls an die gewünschte Stelle.[1][2]
Eine gute Alltagsregel: Erst die weiteste oder zeitkritischste Station prüfen, dann die übrigen Stopps so sortieren, dass du nicht wieder durch denselben Stadtteil zurückfährst.
Optionen prüfen, bevor du losfährst
Eine Route ist nicht automatisch die beste Route für deinen Tag. Manchmal willst du Autobahnen vermeiden, keine Mautstraße nutzen oder wissen, ob du wegen Berufsverkehr früher losmusst.
In den Routenoptionen kannst du am Computer unter anderem Autobahnen oder Mautstraßen vermeiden. In der App findest du je nach Route und Region weitere Optionen im Dreipunkt-Menü. Google weist außerdem darauf hin, dass du Datum und Uhrzeit ändern kannst, um anhand von Verkehrslage und Fahrplänen eine passende Route zu finden; diese Funktion gilt allerdings nur bei Routen mit einem Ziel.[1][2]
Gerade bei wichtigen Terminen lohnt sich dieser Schritt. Eine Route, die abends entspannt aussieht, kann morgens um acht ganz anders wirken.
Route vom Computer ans Handy senden oder teilen
Längere Routen plant man am Computer oft entspannter, weil der Bildschirm größer ist. Wenn du die Strecke anschließend auf dem Smartphone nutzen möchtest, kannst du sie an dein Gerät senden, sofern du passend angemeldet bist und dein Gerät dafür verfügbar ist.
Google beschreibt dafür am Computer die Funktion „An Smartphone senden“. Du wählst eine Route aus und sendest die Wegbeschreibung an ein Gerät oder eine E-Mail-Adresse. In der App kannst du Wegbeschreibungen außerdem über das Menü teilen und dafür eine andere App auswählen.[3]
Wichtig ist nur: Eine geteilte Wegbeschreibung ist kein unveränderliches Papier-Navi. Verkehr, Zeitpunkt, Verkehrsmittel oder geänderte Optionen können dazu führen, dass Google Maps später eine andere Strecke bevorzugt. Für Treffpunkte und grobe Touren ist Teilen sehr praktisch; für eine exakt geplante Route solltest du die Details vor dem Start noch einmal prüfen.
Gespeicherte Fahrten sind für wiederkehrende Wege gedacht
Wenn du eine Fahrt regelmäßig nutzt, musst du sie nicht jedes Mal komplett neu eingeben. In Google Maps lassen sich Fahrten speichern und später über den Bereich „Gespeicherte Reisen“ beziehungsweise „Gespeicherte Fahrten“ wieder öffnen.
Google beschreibt dafür in der App den Weg über Ziel eingeben, Route auswählen und unten auf „Speichern“ tippen. Gespeicherte Fahrten kannst du anschließend im entsprechenden Bereich verwalten oder wieder entfernen.[4]
Das ist sinnvoll für wiederkehrende Strecken wie Arbeit, Schule, Sport, Pflegebesuche oder regelmäßige Fahrten zu Familie. Für eine ausgearbeitete Ausflugskarte mit vielen Orten ist dagegen My Maps übersichtlicher.
Gespeicherte Orte sind keine gespeicherte Route
Ein gespeicherter Ort in Google Maps hilft dir, ein Ziel schneller wiederzufinden. Das ist praktisch für Restaurants, Parkplätze, Werkstätten, Ausflugsziele oder Kundenadressen. Es bedeutet aber nicht, dass eine komplette Route mit allen Zwischenstopps dauerhaft als feste Tour gespeichert ist.
Google beschreibt gespeicherte Orte als Listenfunktion: Du suchst einen Ort, tippst auf „Speichern“ und legst ihn in einer Liste ab. Später kannst du diesen Ort wieder aufrufen und von dort eine Route starten.[5]
Für einzelne Ziele reicht das völlig. Wenn du aber mehrere Orte in einer bestimmten Reihenfolge, mit eigenen Markierungen und Notizen sammeln willst, bist du bei My Maps besser aufgehoben.
Wann Google My Maps die bessere Wahl ist
Google My Maps ist nicht einfach die normale Navigation mit einem anderen Namen. Es ist ein Werkzeug für eigene Karten. Du kannst Orte markieren, Linien oder Formen zeichnen, Karten mit anderen teilen und gemeinsam bearbeiten.
Google beschreibt My Maps als Möglichkeit, benutzerdefinierte Karten mit interessanten Orten zu erstellen. Außerdem lassen sich Punkte hinzufügen, Formen zeichnen, Orte suchen, Daten aus Tabellen importieren und Karten teilen oder gemeinsam bearbeiten.[6]
Das ist besonders nützlich für:
- Ausflugsideen mit mehreren möglichen Stopps.
- Urlaubsplanung mit Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Unterkünften.
- Radtouren, Spaziergänge oder Fotospots, die du erst sammeln möchtest.
- Kunden-, Liefer- oder Besuchslisten, die nicht direkt als Navigation gestartet werden müssen.
Für die Live-Navigation unterwegs startest du später trotzdem wieder eine konkrete Route in Google Maps. My Maps ist eher dein Planungsbrett, Google Maps dein Navi.
Kleine Handgriffe, die im Alltag wirklich helfen
Viele Google-Maps-Routen werden besser, wenn du vor dem Start ein paar Sekunden investierst. Prüfe die Reihenfolge der Stopps, schaue dir Optionen wie Autobahn oder Maut an und nutze bei unbekannten Zielen die Kartenansicht, um die Anfahrt besser einzuschätzen.
Street View kann ebenfalls helfen, wenn du einen Ort zum ersten Mal anfährst. Google bietet in Maps eine Routenvorschau in Street View an, sofern Street View für den jeweiligen Abschnitt verfügbar ist.[1][2] Gerade bei Einfahrten, Parkplätzen oder schwer erkennbaren Eingängen spart das manchmal mehr Nerven als eine vermeintlich schnellere Route.
Die beste Route ist nicht immer die schnellste
Eine Google Maps Route zu erstellen ist leicht. Wirklich nützlich wird sie, wenn du sie an deinen Alltag anpasst: Zwischenstopps einfügen, Reihenfolge prüfen, Optionen setzen und entscheiden, ob du nur navigieren oder eine eigene Karte planen willst.
Für schnelle Wege reicht die normale Route. Für Erledigungen nutzt du Zwischenstopps. Für wiederkehrende Strecken helfen gespeicherte Fahrten. Und wenn du Orte sammeln, Touren vorbereiten oder gemeinsam planen möchtest, ist My Maps die bessere Wahl.
Quellen
- Google Maps-Hilfe: Wegbeschreibungen abrufen und Routen in Google Maps anzeigen – Android (abgerufen am 01.06.2026)
- Google Maps-Hilfe: Wegbeschreibungen abrufen und Routen in Google Maps anzeigen – Computer (abgerufen am 01.06.2026)
- Google Maps-Hilfe: Wegbeschreibungen teilen, senden oder drucken (abgerufen am 01.06.2026)
- Google Maps-Hilfe: Fahrten in Google Maps speichern und verwalten (abgerufen am 01.06.2026)
- Google Maps-Hilfe: Lieblingsorte speichern (abgerufen am 01.06.2026)
- Google My Maps: Eigene Karten erstellen, zeichnen und teilen (abgerufen am 01.06.2026)
FAQs zum Thema Google Maps Route erstellen
Wie viele Zwischenstopps kann ich bei einer Google Maps Route hinzufügen?
Google nennt für Routen mit mehreren Zielen bis zu neun Zwischenstopps einschließlich des Endziels. Die Funktion gilt nicht für alle Fortbewegungsarten; öffentliche Verkehrsmittel und Flüge sind ausgenommen.
Kann ich eine Google Maps Route dauerhaft speichern?
Du kannst Fahrten in Google Maps speichern und später wieder aufrufen. Einzelne Orte lassen sich außerdem in Listen speichern. Für eigene Karten mit vielen Orten, Linien und Notizen eignet sich Google My Maps besser als eine normale Route.
Ist My Maps dasselbe wie eine Google Maps Navigation?
Nein. My Maps ist eher für Planung und eigene Karten gedacht. Du kannst Orte markieren, Linien zeichnen und Karten teilen. Für die eigentliche Navigation startest du anschließend eine konkrete Route in Google Maps.