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Wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation?

Wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation? Diese Frage klingt erst einmal schlicht, wird aber schnell unangenehm. Niemand möchte zu wenig geben, sich aber auch nicht zu einem Betrag drängen lassen, der eigentlich nicht ins eigene Budget passt.

Eine feste Summe gibt es nicht. Entscheidend sind vor allem deine Nähe zum Konfirmanden oder zur Konfirmandin, deine eigene finanzielle Lage, regionale Gewohnheiten und die Frage, ob du zur Feier eingeladen bist. Ein Geldgeschenk soll Freude machen – nicht zum kleinen Stresstest werden.

Wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation ungefähr?

Als grobe Orientierung bewegen sich viele Geldgeschenke zur Konfirmation zwischen 20 und 200 Euro. Nach oben gibt es Ausnahmen, nach unten ebenfalls. Die Spanne ist deshalb so groß, weil ein Pate anders schenkt als eine Nachbarin, ein Großelternteil anders als ein älteres Geschwisterkind im Studium.

In Ratgeber-Spannen von Biallo, Evangelischer Zeitung und Stuttgarter Zeitung tauchen unterschiedliche Beträge auf. Das ist kein Widerspruch, sondern zeigt ziemlich gut, wie stark Nähe, Familie, Region und finanzielle Möglichkeiten hineinspielen.[1][2][3]

Verhältnis zum Jugendlichen Grobe Orientierung Was dabei zählt
Paten und Großeltern etwa 100 bis 200 Euro, bei sehr enger Bindung auch mehr Nähe, Familientradition, eigenes Budget
Tanten, Onkel und enge Familie etwa 50 bis 100 Euro Kontakt im Alltag, Einladung, finanzielle Lage
Enge Freunde der Familie etwa 30 bis 70 Euro Wie nah ihr dem Jugendlichen wirklich seid
Nachbarn und entfernte Bekannte etwa 10 bis 30 Euro Meist reicht eine Karte mit kleiner Aufmerksamkeit
Schüler, Azubis, Studierende kleine Summe oder persönliches Geschenk Die eigene Lage zählt mehr als der Vergleich mit Erwachsenen

Diese Beträge sind keine Eintrittspreise. Sie helfen nur dabei, ein Gefühl für Größenordnungen zu bekommen. Wenn dein Budget enger ist, ist ein kleinerer Betrag nicht peinlich. Wenn du sehr nah dran bist und es dir leisten kannst, darf es natürlich großzügiger ausfallen.

Warum Nähe wichtiger ist als eine feste Summe

Bei einer Konfirmation zählt nicht nur der Anlass, sondern auch die Beziehung. Ein Pate, der den Jugendlichen seit Jahren begleitet, schenkt oft anders als eine Kollegin der Eltern. Großeltern möchten häufig einen größeren Beitrag leisten, während Nachbarn eher eine freundliche Geste senden.

Eine hilfreiche Reihenfolge ist deshalb: Erst Nähe einschätzen, dann Budget prüfen, dann den Betrag festlegen. Nicht umgekehrt. Wenn du zuerst auf fremde Tabellen schaust, landest du schnell bei Zahlen, die nicht zu deiner Situation passen.

Wenn du schnell entscheiden willst

Überlege zuerst, wie nah du dem Konfirmanden oder der Konfirmandin stehst. Danach kommt dein eigenes Budget. Paten und Großeltern schenken meist mehr als Nachbarn oder entfernte Bekannte. Wenn du selbst wenig Geld hast, ist eine persönliche Karte wichtiger als ein hoher Betrag.

Was schenken Paten zur Konfirmation?

Paten stehen bei der Konfirmation oft besonders im Blick, weil sie eine lange Begleitung symbolisieren. Viele orientieren sich deshalb eher im oberen Bereich der Richtwerte. Häufig passen etwa 100 bis 200 Euro. Bei sehr enger Beziehung, guter finanzieller Lage oder einem konkreten Sparziel kann es auch mehr sein.

Das muss aber nicht bedeuten, dass ein Pate automatisch 300 oder 500 Euro schenken sollte. Solche Beträge kommen vor, sind aber kein Maßstab für alle. Viel wichtiger ist, dass das Geschenk zur Beziehung passt und nicht wie eine Pflichtüberweisung wirkt.

Eine gute Lösung kann sein, Geld mit etwas Persönlichem zu verbinden: eine handgeschriebene Karte, ein Foto aus der gemeinsamen Zeit, ein kleines Buch, ein gemeinsamer Ausflug oder ein Beitrag zu einem konkreten Wunsch. Dann steht nicht nur die Zahl im Mittelpunkt.

Was schenken Großeltern zur Konfirmation?

Großeltern schenken oft ähnlich wie Paten oder etwas großzügiger, wenn sie es können. Auch hier sind etwa 100 bis 200 Euro ein realistischer Rahmen. Manche Familien legen mehr zusammen, etwa für Führerschein, Laptop, Fahrrad, Reise oder ein Sparkonto.

Wenn mehrere Großelternteile oder Familienseiten schenken, muss nicht jeder denselben Betrag geben. Unterschiedliche Lebenssituationen gehören dazu. Für den Jugendlichen ist oft wichtiger, dass das Geschenk freundlich und ehrlich gemeint ist, statt dass alle Umschläge exakt gleich gefüllt sind.

Was schenken Tanten, Onkel und enge Verwandte?

Bei Tanten, Onkeln und enger Verwandtschaft sind 50 bis 100 Euro ein häufiger Rahmen. Wenn du sehr engen Kontakt hast, regelmäßig Zeit mit dem Jugendlichen verbringst oder zur Feier eingeladen bist, kann der Betrag höher ausfallen. Bei weniger Kontakt darf er kleiner sein.

Gerade hier hilft eine einfache Frage: Würde ich diesen Betrag auch schenken, wenn niemand später darüber spricht? Wenn ja, passt er meistens. Wenn du ihn nur gibst, weil du dich unter Druck fühlst, ist er wahrscheinlich zu hoch.

Was schenken Nachbarn, Bekannte oder Freunde der Familie?

Bei Nachbarn, entfernten Verwandten oder Bekannten reicht oft eine kleinere Summe. 10 bis 30 Euro in einer schönen Karte sind völlig in Ordnung, besonders wenn du nicht zur Feier eingeladen bist. Bei engeren Freunden der Familie können 30 bis 70 Euro passen.

Eine Karte ist hier fast wichtiger als die Summe. Ein kurzer persönlicher Satz wirkt besser als ein Geldschein ohne Kontext. Gerade wenn du den Jugendlichen nicht sehr gut kennst, reicht ein freundlicher Glückwunsch mit kleiner Aufmerksamkeit.

Zählt die Einladung zur Feier beim Geldgeschenk?

Die Einladung kann eine Rolle spielen, sollte aber nicht zur Rechnung werden. Natürlich schenken viele Gäste etwas großzügiger, wenn sie zum Essen eingeladen sind und der Familie nahestehen. Trotzdem ist das Geschenk für den Jugendlichen gedacht, nicht als Erstattung für Restaurantkosten.

Muss mein Geschenk die Kosten für das Essen decken?

Nein. Du kannst die Einladung im Hinterkopf behalten, aber sie ist keine Pflichtrechnung. Wenn du eingeladen bist und es dir leisten kannst, darf dein Geschenk etwas großzügiger ausfallen. Wenn dein Budget eng ist, bleibt eine kleinere Summe mit persönlicher Karte trotzdem angemessen.

Die sogenannte „Teller-Pauschale“ passt eher zu Hochzeiten und selbst dort ist sie nicht immer fair. Bei einer Konfirmation kann sie schnell falschen Druck erzeugen. Die Eltern laden ein, weil sie diesen Tag feiern möchten. Der Jugendliche soll nicht indirekt zum Anlass einer Kostenabrechnung werden.

Wenn du wenig Geld hast

Eine Konfirmation ist kein Wettbewerb. Wenn du selbst Schüler, Azubi, Studentin, Rentner oder gerade finanziell angespannt bist, muss dein Geschenk kleiner ausfallen dürfen. 10 oder 20 Euro mit einer guten Karte können dann mehr passen als ein Betrag, der dich belastet.

Du kannst auch etwas anderes schenken: Zeit, Hilfe, ein gemeinsames Essen, ein kleines Erinnerungsstück oder einen Gutschein für etwas, das ihr wirklich zusammen macht. Gerade bei Geschwistern, Cousinen, Cousins oder jungen Paten ist das oft stimmiger als ein zu hoher Geldbetrag.

Geld sinnvoll verpacken

Ein Geldschein im Umschlag ist praktisch, aber etwas nüchtern. Mit wenig Aufwand wirkt das Geschenk persönlicher: eine Karte mit echten Worten, ein kleines Buch, ein Foto, ein schlichter Rahmen, ein Glas mit Wunschzetteln oder ein Umschlag für ein konkretes Ziel.

Wenn du weißt, wofür der Jugendliche spart, kannst du das aufgreifen. „Für deinen Führerschein“, „für dein erstes eigenes Reisegeld“ oder „für Technik, die du dir wirklich wünschst“ macht aus Geld ein greifbareres Geschenk.

Größere Beträge: Bar schenken oder sparen?

Bei größeren Summen kann es sinnvoll sein, nicht alles als Bargeld in die Karte zu legen. Ein Teil kann direkt für einen Wunsch gedacht sein, ein anderer Teil für später zurückgelegt werden. Viele Familien sprechen dann über Tagesgeld, Sparziel oder ein erstes Depot. Sparkassen und andere Banken greifen diesen Punkt bei Konfirmation und Jugendweihe ebenfalls auf, weil Jugendliche durch Geldgeschenke oft zum ersten Mal über größere eigene Beträge nachdenken.[4]

Das sollte aber nicht das eigentliche Geschenk überlagern. Der Jugendliche muss nicht am Tag der Konfirmation eine Finanzentscheidung treffen. Wenn du einen größeren Betrag schenkst, kannst du ihn freundlich zweckoffen lassen oder mit den Eltern abstimmen, ob ein Teil für später angelegt wird.

Geldgeschenk zur Konfirmation oder Sachgeschenk?

Viele Jugendliche wünschen sich Geld, weil sie auf etwas Größeres sparen. Das ist völlig normal. Ein Sachgeschenk kann trotzdem passen, wenn du den Wunsch wirklich kennst. Ein Schmuckstück, ein gutes Schreibgerät, ein Buch, Technikzubehör oder ein Erlebnis können wertvoll sein, wenn sie zum Jugendlichen passen.

Unsicher? Dann ist Geld mit persönlicher Karte meist die bessere Lösung. So vermeidest du ein Geschenk, das nur gut gemeint ist, aber später ungenutzt in der Schublade liegt.

Was du dir merken kannst

Zur Konfirmation gibt es keine feste Summe, die für alle passt. Paten und Großeltern liegen oft höher, enge Verwandte im mittleren Bereich, Nachbarn und Bekannte eher niedriger. Entscheidend bleiben Nähe, eigenes Budget und die Frage, ob du nur gratulierst oder wirklich eng mitfeierst.

Ein gutes Geldgeschenk ist nicht automatisch das höchste. Es passt zur Beziehung, fühlt sich für dich machbar an und bekommt durch eine persönliche Karte mehr Gewicht. So bleibt die Konfirmation ein Familien- und Glaubensfest – und wird nicht zur stillen Vergleichstabelle.

Quellen

  1. Biallo: Wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation? (abgerufen am 19.05.2026)
  2. Evangelische Zeitung: Konfirmation – sind Geldgeschenke wirklich angemessen? (abgerufen am 19.05.2026)
  3. Stuttgarter Zeitung: Wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation? (abgerufen am 19.05.2026)
  4. Berliner Sparkasse: Geldgeschenke zur Jugendweihe oder Konfirmation (abgerufen am 19.05.2026)

Stand: · Inhalte werden bei Bedarf aktualisiert.

FAQs zum Thema wie viel Geld schenkt man zur Konfirmation

Wie viel Geld schenkt man als Pate zur Konfirmation?

Als Pate oder Patin sind etwa 100 bis 200 Euro eine häufige Orientierung. Bei sehr enger Bindung und guter finanzieller Lage kann es mehr sein. Wenn dein Budget enger ist, ist ein kleinerer Betrag mit persönlicher Karte ebenfalls angemessen.

Wie viel Geld schenken Großeltern zur Konfirmation?

Großeltern schenken oft im ähnlichen Rahmen wie Paten, also etwa 100 bis 200 Euro. Manche geben mehr, wenn sie damit ein größeres Ziel wie Führerschein, Reise oder Technik unterstützen möchten. Entscheidend bleibt, was zur eigenen Lage passt.

Wie viel Geld schenken Tante oder Onkel zur Konfirmation?

Für Tanten, Onkel und enge Verwandte sind etwa 50 bis 100 Euro ein guter Richtwert. Bei sehr engem Kontakt kann der Betrag höher liegen, bei weniger Kontakt oder kleinerem Budget auch darunter.

Wie viel Geld schenkt man als Nachbar zur Konfirmation?

Als Nachbar oder entfernte Bekannte reichen oft 10 bis 30 Euro in einer Glückwunschkarte. Wenn du zur Feier eingeladen bist oder die Familie sehr gut kennst, kann der Betrag etwas höher ausfallen.

Muss ich zur Konfirmation Geld schenken?

Nein. Geld ist zwar beliebt, weil viele Jugendliche auf größere Wünsche sparen. Ein persönliches Geschenk, ein gemeinsames Erlebnis oder eine kleine Aufmerksamkeit mit handgeschriebener Karte können genauso passend sein, wenn sie zur Beziehung und zum Budget passen.

Verfasst von

Joachim Rügg

Digitaler Schutzpatron mit Grillzange: Joachim kombiniert Schweizer Präzision bei der Datensicherheit mit seiner Leidenschaft für gutes Essen und dem Talent, fast alles im Haushalt wieder flottzukriegen.

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