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Wie oft kommt der Schornsteinfeger und was gibt es zu beachten?

Wie oft kommt der Schornsteinfeger?

Der Schornsteinfeger: eine traditionelle Figur, die nicht nur für Glück steht, sondern auch eine wichtige Rolle in der Sicherheit und Wartung unserer Heizsysteme spielt. Doch wie oft kommt der Schornsteinfeger eigentlich? Und was bedeutet das für dich als Haus- oder Wohnungseigentümer? Hier erfährst du alles Wissenswerte rund um die Besuche des Schornsteinfegers, die gesetzlichen Vorgaben und was diese für deine Heizungsanlage bedeuten.

Warum der Schornsteinfeger überhaupt kommt

Bevor wir uns der Frage widmen, wie oft der Schornsteinfeger kommt, schauen wir uns an, warum sein Besuch so wichtig ist. Der Schornsteinfeger sorgt nicht nur dafür, dass dein Kamin oder deine Heizungsanlage ordnungsgemäß funktioniert, sondern auch für deine Sicherheit. Durch die regelmäßige Wartung und Reinigung können Brände und das Austreten von giftigen Gasen verhindert werden. Zudem ist der Schornsteinfeger dazu befugt, die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften zu überprüfen und zu bestätigen. Diese Besuche sind also nicht nur eine Formalität, sondern ein wesentlicher Bestandteil der vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen in deinem Zuhause.

Wie oft kommt der Schornsteinfeger? Ein Überblick über die Intervalle

Die Häufigkeit der Schornsteinfegerbesuche kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Heizungsanlage, dem Brennstoff, den du verwendest, und den regionalen Bestimmungen. Hier sind einige allgemeine Anhaltspunkte:

  • Für herkömmliche Kaminöfen und Feststoffheizungen wie Holz- oder Kohleöfen kommt der Schornsteinfeger in der Regel einmal jährlich zur Kehrung und Überprüfung.
  • Bei Gas- und Ölheizungen sind die Intervalle für die Feuerstättenschau in der Regel etwas länger und können zwischen ein und drei Jahren liegen.
  • Bei neuen Heizungsanlagen kann es eine anfängliche Frist geben, in der keine Überprüfung notwendig ist, zum Beispiel bei einer neuen Gasheizung, die erst nach drei Jahren zum ersten Mal überprüft werden muss.

Es ist wichtig zu wissen, dass die genauen Intervalle gesetzlich festgelegt und in den Feuerungsverordnungen der Bundesländer geregelt sind. Zudem kann der zuständige Bezirksschornsteinfeger individuelle Empfehlungen auf Basis der bei dir vor Ort vorgefundenen Gegebenheiten aussprechen.

Die Kosten des Schornsteinfegerbesuchs: Was musst du einplanen?

Die Kosten für den Schornsteinfeger setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Dazu gehören die Kehrgebühren, Messgebühren und Gebühren für die Feuerstättenschau. Diese Kosten können regional unterschiedlich sein und hängen auch von der Größe und Art deiner Heizungsanlage ab. Im Durchschnitt kannst du mit folgenden Kosten rechnen:

  • Die jährliche Kehrung und Überprüfung eines Kaminofens kann zwischen 50 und 100 Euro kosten.
  • Die Feuerstättenschau bei Gas- und Ölheizungen liegt meist im Bereich von 30 bis 60 Euro, abhängig von der Anzahl der zu überprüfenden Anlagen.
  • Zusätzliche Messungen und Überprüfungen können weitere Kosten verursachen.

Es ist ratsam, sich bei deinem zuständigen Bezirksschornsteinfeger nach den genauen Gebühren zu erkundigen. Dieser kann dir einen detaillierten Kostenvoranschlag geben, der auf deine individuelle Situation zugeschnitten ist.

Stelle dem Schornsteinfeger Fragen

Nicht so offensichtlich, aber definitiv nützlich ist der Tipp, den Schornsteinfegertermin optimal zu nutzen. Wenn der Schornsteinfeger kommt, hast du die Gelegenheit, all deine Fragen rund um die Sicherheit und Effizienz deiner Heizungsanlage zu stellen. Nutze diese Chance, um zum Beispiel zu erfahren, wie du Brennstoffe effizienter einsetzen kannst oder ob es Modernisierungsmaßnahmen gibt, die sich für dich lohnen könnten. Der Schornsteinfeger ist ein Experte auf seinem Gebiet und kann dir wertvolle Hinweise geben, wie du langfristig Kosten sparen und gleichzeitig für mehr Sicherheit sorgen kannst.

Die rechtliche Situation: Schornsteinfegerpflicht und gesetzliche Vorgaben

In Deutschland ist die regelmäßige Überprüfung und Reinigung von Heizungsanlagen und Schornsteinen gesetzlich vorgeschrieben. Diese Pflicht dient der Sicherheit und dem Umweltschutz. Die genauen Vorgaben sind im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und den dazugehörigen Verordnungen festgehalten. Dazu zählt auch, dass du als Eigentümer verpflichtet bist, dem Schornsteinfeger Zugang zu den Anlagen zu gewähren. Solltest du dies verweigern, kann das zu Bußgeldern führen. Außerdem kann im Schadensfall deine Versicherung die Leistung verweigern, wenn du die vorgeschriebenen Schornsteinfegertermine nicht nachweisen kannst.

Wie du den richtigen Schornsteinfeger findest und was es dabei zu beachten gibt

Die Suche nach einem Schornsteinfeger kann über die Schornsteinfegersuche online erfolgen oder du wendest dich an den zuständigen Bezirksschornsteinfeger. Seit der Liberalisierung des Schornsteinfegerhandwerks darfst du auch freie Schornsteinfeger beauftragen, allerdings muss die Feuerstättenschau weiterhin durch den Bezirksschornsteinfeger erfolgen. Hier sind einige Punkte, die du bei der Suche beachten solltest:

  • Prüfe die Qualifikationen und Zertifizierungen des Schornsteinfegers. Er sollte als geprüfter Schornsteinfeger ausgewiesen sein.
  • Schaue nach Bewertungen oder frage in deinem Bekanntenkreis nach Empfehlungen.
  • Vergleiche die Preise, aber achte darauf, dass nicht der billigste Anbieter automatisch die beste Wahl ist. Qualität und Zuverlässigkeit sind wichtiger.
  • Stelle sicher, dass der Schornsteinfeger alle notwendigen Arbeiten durchführen darf und über die entsprechenden Messgeräte verfügt.

Ein guter Schornsteinfeger wird dich nicht nur über die Notwendigkeit der nächsten Reinigung oder Überprüfung informieren, sondern kann dir auch Tipps zur Energieeffizienz und zur Einhaltung der Umweltvorschriften geben.

Tipps, wenn der Schornsteinfeger kommt

Wenn der Schornsteinfeger vor der Tür steht, gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, um den Termin reibungslos ablaufen zu lassen:

  • Sorge dafür, dass der Schornsteinfeger freien Zugang zu allen notwendigen Bereichen hat. Räume also den Bereich um den Kamin oder die Heizungsanlage frei.
  • Halte Unterlagen bereit, die der Schornsteinfeger eventuell einsehen muss, wie den Feuerstättenbescheid oder frühere Kehr- und Messprotokolle.
  • Wenn du Fragen hast, zögere nicht, diese zu stellen. Der Schornsteinfeger ist da, um dir zu helfen und dich zu beraten.
  • Bewahre alle Dokumente auf, die du vom Schornsteinfeger erhältst. Diese können wichtig sein für Versicherungsfälle oder bei der nächsten Überprüfung.

Häufig gestellte Fragen sind zum Beispiel, ob man den Schornsteinfeger reinlassen muss (ja, das musst du) oder was passiert, wenn man einen Termin verpasst (in der Regel wird ein neuer Termin vereinbart, aber es kann auch zu Bußgeldern kommen).

Der Schornsteinfeger und die moderne Heiztechnik

Die Aufgaben des Schornsteinfegers haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Mit der Einführung moderner Heiztechnik und strengeren Umweltauflagen hat sich auch das Berufsbild des Schornsteinfegers weiterentwickelt. Neben der klassischen Kehrung und Überprüfung der Feuerstätten umfasst sein Aufgabenbereich nun auch die Beratung zu effizienten und umweltfreundlichen Heizmethoden. Der Schornsteinfeger kann dich zum Beispiel über die Vorteile einer Brennwerttherme im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung informieren oder dir zeigen, wie du durch die Nutzung erneuerbarer Energien nicht nur die Umwelt schonst, sondern auch langfristig Kosten sparst.

Ein letztes Wort

Die regelmäßigen Besuche des Schornsteinfegers sind ein wichtiger Bestandteil der Sicherheit deines Zuhauses. Sie schützen nicht nur vor möglichen Gefahren wie Bränden oder Vergiftungen, sondern tragen auch zum Umweltschutz bei. Als Eigentümer bist du für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben verantwortlich und solltest daher die Termine mit dem Schornsteinfeger ernst nehmen. Indem du dich gut darauf vorbereitest und alle notwendigen Maßnahmen triffst, kannst du einen reibungslosen Ablauf gewährleisten und gleichzeitig von dem Fachwissen des Schornsteinfegers profitieren.

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FAQs zum Thema Wie oft kommt der Schornsteinfeger?

Wie oft muss der Schornsteinfeger zur Kontrolle kommen?

Die Häufigkeit der Schornsteinfegerbesuche hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Art der Heizungsanlage, das Brennmaterial und die örtlichen Vorschriften. In der Regel kommt der Schornsteinfeger einmal jährlich zur regulären Feuerstättenschau. Bei Heizungsanlagen, die mit festen Brennstoffen wie Holz oder Kohle betrieben werden, sind häufigere Besuche notwendig. Gas- und Ölheizungen benötigen oft weniger häufige Kontrollen. Es ist wichtig, die genauen Intervalle mit deinem zuständigen Schornsteinfegermeister abzuklären.

Was passiert, wenn ich den Termin mit dem Schornsteinfeger verpasse?

Wenn du einen Termin mit dem Schornsteinfeger verpasst, ist es wichtig, schnell zu handeln und einen neuen Termin zu vereinbaren. Der Schornsteinfeger ist gesetzlich verpflichtet, die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit deiner Anlage zu überprüfen. Bei Nichtbeachtung können Bußgelder drohen. Zudem kann eine nicht gewartete Heizungsanlage ein Sicherheitsrisiko darstellen. In der Regel zeigt sich der Schornsteinfeger verständnisvoll und flexibel, wenn es um die Vereinbarung eines Ersatztermins geht.

Kann ich den Schornsteinfeger wechseln oder selbst wählen?

Seit der Liberalisierung des Schornsteinfegerhandwerks im Jahr 2013 kannst du in Deutschland deinen Schornsteinfeger frei wählen. Du bist nicht mehr an einen Bezirksschornsteinfegermeister gebunden. Es ist jedoch zu beachten, dass bestimmte Aufgaben, wie die Feuerstättenschau, weiterhin von einem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger durchgeführt werden müssen. Für andere Tätigkeiten wie Reinigung oder Messungen kannst du einen Schornsteinfeger deiner Wahl beauftragen. Vergleiche Angebote und Leistungen, um den für dich passenden Anbieter zu finden.

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