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Canon PIXMA TS5150 Test: Kompakter Alleskönner oder teure Tintenfalle?

Drucker sind in der modernen Technik-Welt das, was die Montagsautos früher waren: Sie funktionieren garantiert genau dann nicht, wenn man eigentlich nur schnell ein Paketlabel oder die Steuererklärung ausdrucken will. Ich habe eine echte Hassliebe zu diesen Dingern. Der Canon PIXMA TS5150 verspricht jedoch, ein kompakter Alleskönner für das Home-Office zu sein. Ich habe mir das Gerät für ein paar Wochen auf den Schreibtisch gestellt und getestet, ob er ein treuer Gehilfe ist – oder ein getarnter Staubsauger, der nur mein Geld aus dem Portemonnaie saugt. Spoiler: Die Tinte ist der Knackpunkt!

Design und Erster Eindruck: Schlank genug für mein Chaos

Das Erste, was auffällt: Der TS5150 ist angenehm kompakt. Wer wie ich keinen riesigen Bürotisch hat, wird sich freuen, dass das Gerät nicht die halbe Arbeitsfläche einnimmt. Er ist schlicht schwarz und sieht eigentlich ganz schick aus. Besonders praktisch finde ich das klappbare Bedienfeld – auch wenn man sich hier noch mit echten Tasten durch die Menüs klicken muss wie in den frühen 2000ern.

Ein echtes Highlight für mich: Die Papierkassette verschwindet komplett im Gehäuse. Das heißt, es steht kein Papierstapel vorne raus, der einstaubt oder von meinen Katzen als Schlafplatz zweckentfremdet wird. Technisch ist also alles solide verbaut, aber das dicke Ende kommt erst beim Drucken.

Druckqualität: Texte scharf, Fotos überraschend hübsch

Kommen wir zum Kern der Sache. Ein Drucker muss liefern, wenn es brennt. Bei normalen Textdokumenten macht der TS5150 einen super Job. Das Schwarz ist satt und selbst die kleingedruckten Fußnoten in Versicherungsverträgen sind gestochen scharf.

Was mich aber wirklich positiv überrascht hat, ist die Fotoqualität. Die Urlaubsfotos auf speziellem Glanzpapier sehen wirklich toll aus. Die Farben wirken natürlich und nicht so künstlich drüber. Wer also ab und zu mal einen Schnappschuss für den Kühlschrank ausdrucken will, wird hier glücklich. Aber Achtung: Er ist kein Sprinter. Wenn du 50 Seiten am Stück druckst, kannst du zwischendurch locker eine Runde mit dem Hund gehen.

Die Patronen-Abzocke: Warum ich fast fluchen musste

Hier müssen wir mal Tacheles reden: Der TS5150 nutzt ein Zwei-Patronen-System. Eine für Schwarz und eine Kombi-Patrone für alle drei Farben (Cyan, Magenta, Gelb). Das klingt erst mal einfach, ist aber ökonomischer und ökologischer Wahnsinn.

Sobald eine Farbe leer ist – bei mir ist es meistens Blau –, streikt der Drucker. Und dann musst du die ganze Patrone wegwerfen, auch wenn Gelb und Rot noch halbvoll sind. Das ist pure Geldverbrennung! Wer viel druckt, zahlt hier innerhalb eines Jahres mehr für Tinte, als der Drucker im Laden gekostet hat. Ich habe das in meiner Bewertung unten gnadenlos abgestraft, denn „günstig“ ist hier nur der Anschaffungspreis.

Zuletzt aktualisiert am 30. April 2026 um 4:17 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Pro und Contra: Der ehrliche Check

Hier ist meine Zusammenfassung zum Canon-Drucker. Ich habe versucht, objektiv zu bleiben, aber mein Geldbeutel weint immer noch ein bisschen:

+
Pro
  • Hervorragende Fotoqualität und scharfe Textausdrucke
  • Sehr kompaktes Gehäuse mit komplett versenkter Papierkassette
  • Automatischer beidseitiger Druck (spart immerhin Papier)
  • Einfache Bedienung und stabile WLAN-Verbindung zur App
-
Contra
  • Kombipatronen sind extrem unwirtschaftlich und teuer
  • Man wirft volle Tinte weg, wenn nur eine Farbe leer ist
  • Relativ hohe Folgekosten für Original-Patronen
  • Kein USB-Kabel im Lieferumfang (muss man extra kaufen)

Fazit: Für wen ist der Canon PIXMA TS5150 geeignet?

Der Canon PIXMA TS5150 ist ein Gerät für Gelegenheitsnutzer. Er ist perfekt für dich, wenn du nur alle zwei Wochen mal ein Rücksendelabel oder alle drei Monate ein paar schöne Fotos ausdruckst. In diesem Fall überwiegt der Komfort und die tolle Bildqualität.

Wenn du aber im Home-Office arbeitest und regelmäßig Skripte oder lange Berichte druckst: Finger weg! Die Kosten für die Kombipatronen werden dich auffressen. In meiner Bewertung hat er im Bereich Folgekosten und Preis-Leistung ordentlich Federn gelassen. Er ist ein solider Drucker, aber er kommt mit einem teuren Rattenschwanz an Tinte daher.

Gesamtnote
6,8
von 10
Im Test: Canon PIXMA TS5150

Bewertung zusammengefasst

Funktionsumfang 8,5 / 10
Preis-Leistung 5,8 / 10
Folgekosten (Tinte) 4,2 / 10
Verarbeitung & Qualität 8,7 / 10

Häufige Fragen zum Canon PIXMA TS5150

Gibt es einen Trick, um auch mit einer leeren Patrone zu scannen?

Offiziell sagt der Drucker: „Nö!“ Wenn eine Patrone leer ist, verweigert er oft den kompletten Dienst. Ein kleiner Fuchs-Tipp: Drücke die „Stopp“-Taste am Gerät für etwa 5 bis 10 Sekunden. Manchmal lässt er sich so überlisten und scannt oder druckt zumindest in Schwarz-Weiß weiter. Eine Dauerlösung ist das aber leider nicht.

Lohnen sich Patronen von Drittanbietern?

Bei diesem Drucker: Absolut! Wenn du nicht die teuren Originale kaufst, sparst du bei den Kombipatronen zumindest ein bisschen was. Die Farbtreue bei Fotos leidet vielleicht minimal, aber für den Alltag ist das der einzige Weg, um die Druckkosten halbwegs im Griff zu behalten. Der Drucker wird dich zwar warnen, aber du kannst die Meldung einfach ignorieren.

Warum ist kein USB-Kabel dabei?

Das fragen wir uns alle seit Jahren! Die Hersteller sparen sich die 2 Euro in der Produktion. Da der TS5150 aber super über WLAN und die App funktioniert, brauchst du das Kabel eigentlich nur, wenn dein Router streikt oder du kein Funknetzwerk hast. Falls du eins brauchst: Es ist ein Standard USB-B Kabel (Druckerkabel).

Verfasst von

Leni Wehner

Alltagsfuchs-Urgestein mit zwei Katzen und einer Spürnase für echte Lösungen: Leni testet Reinigungs- und Food-Hacks gnadenlos ehrlich, damit dein Zuhause trotz Samtpfoten glänzt.

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