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Nach dem Fest

Wohin mit dem Weihnachtsmüll nach den Feiertagen?

Zuletzt aktualisiert am

Wohin mit dem Weihnachtsmüll, wenn Geschenkpapier, Kartons, Batterien und der ausgediente Baum gleichzeitig herumliegen? Vieles ist schnell sortiert: normales Geschenkpapier und Kartons gehören ins Altpapier, Verpackungen aus Kunststoff oder Metall in die Gelbe Tonne beziehungsweise den Gelben Sack. Bei beschichtetem Geschenkpapier, Lichterketten und dem Weihnachtsbaum sieht es etwas anders aus.

Geschenkpapier darf meistens ins Altpapier – aber nicht immer

Normales Geschenkpapier aus Papier kann in die Papiertonne. Dasselbe gilt für Kartons und Pappschachteln, solange sie nicht stark verschmutzt sind. Das Umweltbundesamt nennt Altpapier ausdrücklich als richtigen Weg für gebrauchtes Geschenkpapier.[1]

Bei glänzendem Papier lohnt ein kurzer Materialcheck. Ist es mit Kunststoff oder Metallfolie beschichtet, gehört es laut Verbraucherzentrale nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll.[2] Schleifen, Geschenkband und Kunststoffanhänger sollten ebenfalls nicht zwischen Papier und Pappe landen.

Gut erhaltenes Geschenkpapier muss natürlich gar nicht sofort weg. Größere Stücke lassen sich zusammenlegen und beim nächsten Geburtstag noch einmal verwenden.

Versandkartons und Verpackungen lassen sich leicht trennen

Nach Onlinebestellungen stapeln sich nach Weihnachten gern die Kartons. Pappe kommt ins Altpapier, Luftpolsterfolie und andere Kunststoffverpackungen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Unterschiedliche Materialien am besten vorher voneinander trennen.

Bei Verpackungen gilt grundsätzlich: Gelbe Tonne und Gelber Sack sind für leere Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial gedacht.[2] Ein kaputtes Plastikspielzeug gehört dort also nicht automatisch hinein – dafür gelten je nach Kommune Restmüll oder Wertstofftonne.

Kaputte Lichterketten gehören nicht in den Restmüll

Eine Lichterkette ist ein Elektrogerät, auch wenn sie klein und leicht ist. Ist sie defekt, gehört sie zur Elektroaltgeräte-Sammlung und kann zum Beispiel am Wertstoffhof oder an einer passenden Rücknahmestelle im Handel abgegeben werden.[3]

Enthält die Lichterkette herausnehmbare Batterien oder Akkus, kommen diese vorher heraus. Leere Batterien und Akkus dürfen ebenfalls nicht in den Hausmüll; Sammelboxen gibt es unter anderem im Handel.[4]

Gerade bei batteriebetriebener Weihnachtsdeko lohnt sich also eine kleine Sammelschachtel für die leeren Zellen, statt sie zwischen Geschenkpapier und Küchenmüll verschwinden zu lassen.

Beim Weihnachtsbaum entscheidet die Kommune

Für echte Weihnachtsbäume gibt es vielerorts eigene Abholtermine oder Sammelstellen. Genau diesen kommunalen Weg empfiehlt auch das Umweltbundesamt, weil die Bäume anschließend verwertet werden können.[5]

Vorher muss der Baum vollständig abgeschmückt sein. Lametta, Haken, Kunststoffbänder und das Verpackungsnetz gehören herunter.

Den Baum einfach in die Biotonne zu stopfen, ist dagegen keine bundesweit gültige Lösung. Was erlaubt ist, hängt vom örtlichen Entsorger ab. Im Abfallkalender der Stadt oder des Landkreises steht normalerweise, wann und wo Weihnachtsbäume angenommen oder abgeholt werden.

Auch der Kamin ist kein guter Ersatz für die Abholung. Frische Weihnachtsbäume enthalten noch viel Feuchtigkeit; das Umweltbundesamt rät deshalb davon ab, sie direkt im Ofen oder in der Feuerschale zu verbrennen.[5]

Kerzenreste und kaputte Weihnachtsdeko sind oft Restmüll

Kleine Wachsreste von Kerzen können in den Restmüll. Gut erhaltene Kerzenstummel lassen sich natürlich vorher noch weiterverwenden, etwa in einem Windlicht oder gesammelt für neue Kerzen.

Bei kaputtem Baumschmuck entscheidet das Material. Zerbrochene Glaskugeln gehören nicht in den Altglascontainer, weil dort nur Verpackungsglas gesammelt wird. Solche Scherben kommen in den Restmüll. Elektrische Dekoration wiederum zählt zum Elektroschrott.

Bei größeren oder ungewöhnlichen Teilen hilft die Abfallberatung der eigenen Kommune weiter. Gerade bei Wertstofftonne, Biotonne und Weihnachtsbaum-Sammlung unterscheiden sich die Regeln regional.

Nach Weihnachten ist Mülltrennung eigentlich schnell erledigt

Die größte Falle ist nicht die Menge, sondern dass vieles ähnlich aussieht. Papier kann beschichtet sein, eine Lichterkette sieht nach Kunststoff aus und ein Weihnachtsbaum wirkt wie gewöhnlicher Bioabfall.

Wenn du diese drei Dinge im Kopf behältst, ist der Rest ziemlich unkompliziert: unbeschichtetes Papier ins Altpapier, Verpackungen nach Material trennen, Elektrogeräte und Batterien separat sammeln – und beim Baum kurz den örtlichen Abfallkalender prüfen.

Quellen

  1. Umweltbundesamt: Grüne Weihnachten – Tipps für nachhaltige Feiertage (abgerufen am 12.10.2026)
  2. Verbraucherzentrale: Müll richtig trennen (abgerufen am 12.10.2026)
  3. Verbraucherzentrale: Defekte Lampen und Lichterketten richtig entsorgen (abgerufen am 12.10.2026)
  4. Verbraucherzentrale: Batterien und Akkus richtig zurückgeben (abgerufen am 12.10.2026)
  5. Umweltbundesamt: Weihnachtsbaum kaufen und richtig entsorgen (abgerufen am 12.10.2026)
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Verfasst von

Leonie Wickstein

Leonie schreibt über Upcycling, kreative Reparaturen und Ideen für ein gemütliches Zuhause. Dabei zeigt sie auch, was nicht sofort klappt und worauf es beim Nachmachen ankommt.

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