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720°DGREE uberBottle Test: Hält die Trend-Flasche wirklich dicht?

Es klingt banal, aber die Suche nach der perfekten Trinkflasche kann eine echte Lebensaufgabe sein. Entweder sie schmecken nach Plastik, laufen im Rucksack aus oder der Verschluss ist so kompliziert, dass man beim Trinken fast erstickt. Die 720°DGREE Trinkflasche „uberBottle“ verspricht, all diese Probleme zu lösen und dabei auch noch unkaputtbar zu sein. Ich habe die 1-Liter-Variante zwei Monate lang durch meinen Alltag geschleppt – vom Fitnessstudio bis hin zum Kampf im Pendlerzug – um zu sehen, ob sie den Hype wirklich wert ist.

Der erste Eindruck: Mehr als nur buntes Plastik?

Als die Flasche ankam, fiel mir sofort die samtige Oberfläche auf. Das Material nennt sich Tritan, fühlt sich aber fast ein bisschen weich und griffig an (BPA-frei ist es natürlich auch). Mit einem Liter Fassungsvermögen ist die Flasche ein ordentlicher Brocken, liegt aber dank der schlanken Form noch gut in der Hand. Das Design ist schlicht und modern – kein Vergleich zu den klobigen Flaschen, die man sonst oft beim Sport sieht.

Was mich besonders gefreut hat: Die Flasche wirkt extrem robust. Ich bin jetzt nicht aus dem zehnten Stock gesprungen, aber im täglichen Gebrauch ist sie mir mehr als einmal vom Tisch gerollt. Abgesehen von ein paar minimalen Schrammen sieht sie immer noch aus wie neu. Wer also dazu neigt, Dinge fallen zu lassen (so wie ich), ist hier gut aufgehoben.

Praxistest: Hält sie wirklich bei Kohlensäure dicht?

Das größte Versprechen von 720°DGREE ist die absolute Dichtigkeit. Ich bin da von Natur aus skeptisch, besonders wenn Sprudelwasser im Spiel ist. Viele Flaschen verwandeln sich dann nämlich in kleine Springbrunnen, sobald man den Deckel öffnet.

Die uberBottle hat ein kleines Belüftungsloch im Deckel, das beim Trinken für einen gleichmäßigen Fluss sorgt. Bei kohlensäurehaltigen Getränken hält sie tatsächlich dicht, solange man sie nicht wie verrückt schüttelt. In meinem Rucksack blieb bisher alles trocken – und das ist für mich das wichtigste Kriterium. Ein kleiner Tipp von mir: Den Bügelverschluss immer richtig fest einrasten lassen, dann passiert absolut gar nichts.

Reinigung und Hygiene: Kein Mief im Deckel

Ich hasse nichts mehr als Trinkflaschen, die nach drei Tagen anfangen zu riechen, weil man den Verschluss nicht sauber bekommt. Die uberBottle hat eine angenehm weite Öffnung. Man bekommt sogar Eiswürfel oder Früchte für „Infused Water“ problemlos hinein.

Die Reinigung ist einfach, allerdings empfehle ich dringend die Handwäsche. Zwar sagen manche, sie könne in die Spülmaschine, aber die aggressive Hitze macht das Tritan auf Dauer spröde und die samtige Beschichtung löst sich ab. Mit einer einfachen Flaschenbürste ist man in 30 Sekunden fertig, da es kaum versteckte Ecken gibt, in denen sich Bakterien sammeln können.

Zuletzt aktualisiert am 27. April 2026 um 4:04 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Pro und Contra: Der ehrliche Check

Nach zwei Monaten intensiver Nutzung im Leni-Check sieht die Liste so aus:

+
Pro
  • Absolut auslaufsicher, auch bei Sprudelwasser
  • Extrem robustes und schlagfestes Material
  • Angenehmes Trinkgefühl ohne Plastikgeschmack
  • Inklusive praktischer Trageschlaufe und Fruchtsieb
  • Weite Öffnung ermöglicht einfaches Befüllen und Reinigen
-
Contra
  • Nicht wirklich für die Spülmaschine geeignet (Handwäsche empfohlen)
  • Hält Getränke nicht so lange kalt wie eine echte Edelstahl-Isolierflasche
  • Die samtige „Frosted“-Oberfläche kann bei harten Stürzen zerkratzen
  • Keine Thermoisolierung (Flasche wird bei heißem Tee außen sehr heiß)

Fazit: Für wen lohnt sich die uberBottle?

Die 720°DGREE uberBottle ist kein technisches Wunderwerk, aber sie ist eine verdammt gute Trinkflasche für den Alltag. Sie eignet sich perfekt für Leute, die viel unterwegs sind, Sport treiben oder einfach eine große Flasche auf dem Schreibtisch brauchen, um das Trinken nicht zu vergessen.

Wer eine echte Isolierkanne sucht, die Tee 12 Stunden heiß hält, sollte lieber zur Edelstahl-Variante greifen. Aber für Wasser, Saftschorlen und den täglichen Wahnsinn ist sie mein neuer Favorit. Sie ist langlebig, sieht schick aus und schmeckt vor allem nicht nach Chemie. Ein ehrlicher Alltagsbegleiter, der sein Geld wert ist.

Gesamtnote
9,1
von 10
Im Test: 720°DGREE uberBottle

Bewertung zusammengefasst

Trinkkomfort 9,2 / 10
Dichtigkeit 9,5 / 10
Reinigung Handhabung 8,5 / 10

Häufige Fragen zur 720°DGREE uberBottle

Darf die Flasche wirklich nicht in die Spülmaschine?

Offiziell werben viele Anbieter damit, dass Tritan spülmaschinenfest ist. Meine Erfahrung zeigt aber: Die hohen Temperaturen und die Salze in der Maschine greifen die Oberfläche an. Die Flasche wird milchig und der Verschluss kann sich verziehen. Wer lange Freude an der Optik haben will, spült sie kurz per Hand aus – das geht bei der weiten Öffnung super schnell.

Kann ich darin auch heißen Tee transportieren?

Das Material hält Temperaturen bis ca. 90 Grad aus. Aber Vorsicht: Die Flasche ist nicht isoliert! Wenn du kochendes Wasser einfüllst, verbrennst du dir sofort die Finger an der Außenwand. Für lauwarmen Tee ist sie okay, für richtig heiße Getränke empfehle ich eine doppelwandige Edelstahlflasche.

Wie stabil ist die Trageschlaufe?

Die Schlaufe wirkt im ersten Moment etwas dünn, hält aber das Gewicht einer vollen 1-Liter-Flasche problemlos aus. Ich nutze sie oft, um die Flasche mit zwei Fingern zu tragen, wenn ich die Hände voll habe. Bisher zeigt das Material keine Ermüdungserscheinungen.

Verfasst von

Leni Wehner

Alltagsfuchs-Urgestein mit zwei Katzen und einer Spürnase für echte Lösungen: Leni testet Reinigungs- und Food-Hacks gnadenlos ehrlich, damit dein Zuhause trotz Samtpfoten glänzt.

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