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Duftflasche im Langzeiteindruck

air up Gen2 Test: Duft funktioniert, Pods kosten extra

Zuletzt aktualisiert am

Das air up Gen2 Starter Set habe ich in Charcoal Grey getestet, weil normales Wasser für mich schnell uninteressant wird. Der ungewöhnliche Teil funktioniert tatsächlich: Das Wasser selbst bleibt Wasser, trotzdem entsteht beim Trinken durch den Duft ein wahrnehmbarer Geschmackseindruck.

Bei Kola und Wassermelone war der Effekt in meinem Test gut erkennbar. Er fühlt sich allerdings nicht wie Limonade an. Der Eindruck ist leichter und hängt stark davon ab, wie deutlich ich den Duft gerade wahrnehme. Gleichzeitig bringt das System einen Nebeneffekt mit, den man mögen muss: Beim Trinken wird Luft mitgezogen und die Flasche schlürft hörbar.

Was genau wurde getestet?

Im Test war das damalige air up Gen2 Starter Set in Charcoal Grey. Die Flasche wirkte robuster als die erste air-up-Version, das Mundstück angenehmer und der Verschluss dichter. Auch in der Hand machte die Gen2 einen stabileren Eindruck.

Wichtig für Leser im Jahr 2026: Im aktuellen air-up-Shop steht inzwischen die Bezeichnung Twist Pro im Vordergrund. Unser Test bezieht sich auf die Gen2-Version, die hier tatsächlich benutzt wurde. Aktuelle Sets können sich bei Bezeichnung, Lieferumfang oder Details unterscheiden.[1]

Im Test Bewertung
Geschmackserlebnis 8,5 / 10
Material & Design 9,2 / 10
Handhabung & Reinigung 8,8 / 10
Gesamtnote 8,8 / 10

Wie kommt Geschmack in pures Wasser?

Der Pod sitzt am Mundstück. Beim Trinken gelangt aromatisierte Luft zusammen mit dem Wasser in den Mund. Die Duftstoffe werden retronasal wahrgenommen – also über den Weg vom Mund- und Rachenraum zur Nase.

Dass Geruch einen großen Anteil an unserem Geschmackserleben hat, ist kein air-up-Spezialeffekt. In der Forschung gilt retronasales Riechen als wichtiger Bestandteil der Aromawahrnehmung beim Essen und Trinken.[2]

air up nutzt dieses Prinzip gezielt. Das heißt aber nicht, dass Wasser chemisch nach Kola oder Wassermelone schmeckt. Der Eindruck entsteht aus Wasser, Luft und Duftwahrnehmung.

Wie stark schmeckt air up?

Wer eine süße Limonade erwartet, dürfte zunächst enttäuscht sein. Bei mir war der Geschmackseindruck klar vorhanden, aber deutlich leichter.

Kola und Wassermelone haben im Test am besten funktioniert. Der Pod muss korrekt sitzen und aktiviert sein. Wenn die Nase dicht ist, wird der Effekt entsprechend schwächer – das passt zum Prinzip der retronasalen Wahrnehmung.

Ich finde diese Zurückhaltung inzwischen eher sinnvoll. Die Flasche soll normales Wasser interessanter machen und keine Cola imitieren.

Das Schlürfen gehört zum System

Die Luft, die den Duft transportiert, ist beim Trinken hörbar. In normaler Umgebung stört mich das wenig, in einem sehr stillen Büro fällt es auf. Das ist kein Defekt der Flasche, sondern hängt mit der Funktionsweise zusammen.

Ein Pod hielt bei mir ungefähr fünf Liter

air up nennt für aktuelle Pods weiterhin eine Reichweite von bis zu fünf Litern Wasser.[1] In meinem Test lag die Gen2 ziemlich genau in dieser Größenordnung. Danach war noch Duft vorhanden, der Geschmackseindruck wurde aber spürbar schwächer.

Damit bleiben die Pods der größte laufende Kostenpunkt. Wer zwei Liter am Tag trinkt und den Duft ständig aktiviert nutzt, verbraucht deutlich mehr Pods als jemand, der die Flasche nur gelegentlich mitnimmt.

Mit Leitungswasser pur kann das System preislich natürlich nicht konkurrieren. Die eigentliche Frage ist, ob der Duft dazu führt, dass du die Flasche häufiger benutzt und dir dieser Effekt den Nachkauf wert ist.

Die Gen2 hat mich tatsächlich mehr trinken lassen

Das ist eine persönliche Beobachtung aus dem Test und kein Gesundheitsversprechen: Ich habe die Flasche häufiger griffbereit gehabt und dadurch öfter getrunken, weil ich zwischen den Pods wechseln konnte.

Daraus würde ich aber keine Aussage wie „ideal für Diabetiker“, „gut für Diäten“ oder „Investition in die Gesundheit“ ableiten. Solche Versprechen gehen deutlich weiter als das, was dieser Produkttest zeigen kann.

air up verändert nicht den Nährwert des Wassers. Der Nutzen besteht für mich schlicht darin, pures Wasser sensorisch abwechslungsreicher zu machen.

Reinigung: Flasche ja, Pod nein

Die aktuelle Tritan-Version im air-up-Shop wird als spülmaschinenfest angegeben. Der Hersteller empfiehlt eine regelmäßige Reinigung von Flasche und Deckel und weist darauf hin, den Pod vorher zu entfernen.[1]

Bei meinem Gen2-Set reinige ich Mundstück und Strohhalm zusätzlich gern mit einer kleinen Bürste, weil dort Wasser und Speichel entlanglaufen. Anschließend lasse ich die Teile vollständig trocknen.

Die Pods gehören nicht ins Wasserbad oder in die Spülmaschine. Wenn ein Pod gerade nicht benutzt wird, ist die wiederverschließbare Verpackung der sinnvollere Platz.

Sprudel funktioniert ebenfalls

Die aktuellen air-up-Tritanflaschen werden vom Hersteller sowohl für stilles als auch für kohlensäurehaltiges Wasser angeboten.[1]

Mit Sprudel kann der Eindruck etwas anders wirken, weil Kohlensäure selbst Mundgefühl und Wahrnehmung verändert. Ich würde daraus aber keine pauschale Aussage machen, dass der Duft dadurch automatisch „intensiver“ wird.

Beim Öffnen einer Flasche mit Kohlensäure gilt wie bei anderen Trinkflaschen: langsam und kontrolliert öffnen.

Was mir an der air up Gen2 gefällt

Nach dem Test sind für mich vor allem vier Punkte hängen geblieben:

  • Der Duft erzeugt tatsächlich einen erkennbaren Geschmackseindruck, ohne dass Sirup ins Wasser kommt.
  • Kola und Wassermelone haben bei mir besonders gut funktioniert.
  • Die Gen2 wirkte stabil und lag angenehm in der Hand.
  • Der Pod hielt in meinem Test ungefähr so lange wie die vom Hersteller genannten fünf Liter.
  • Das hörbare Schlürfen und die laufenden Pod-Kosten bleiben die klaren Nachteile.

Wer dagegen ohnehin gern Leitungswasser trinkt, gewinnt mit dem System wenig. Dann kaufst du vor allem eine spezielle Trinkflasche plus Verbrauchsmaterial.

Gen2 2026 noch kaufen?

Wenn du gezielt ein älteres Gen2-Starter-Set findest, würde ich zuerst Preis und Lieferumfang mit den aktuellen air-up-Modellen vergleichen. Im Hersteller-Shop werden inzwischen Twist-Pro-Flaschen angeboten, die weiterhin mit Duft-Pods arbeiten und je nach Ausführung spülmaschinenfest sind.[1]

Für die Kaufentscheidung ist deshalb weniger die Bezeichnung „Gen2“ wichtig als die Frage, ob Flasche, Größe und Pod-System zu dir passen und wie teuer das konkrete Set im Vergleich zum aktuellen Angebot ist.

Zuletzt aktualisiert am 28. April 2026 um 4:39 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Für wen air up Gen2 noch passt

Die 8,8 von 10 aus dem ursprünglichen Test würde ich nicht allein wegen des Alters der Produktgeneration ändern. Der Duft-Effekt hat funktioniert, die Verarbeitung hat mir gefallen und die Flasche wurde tatsächlich benutzt.

Was ich heute anders formulieren würde, ist die Einordnung: air up ist für mich kein Gesundheitsprodukt, sondern eine vergleichsweise teure Art, pures Wasser interessanter schmecken zu lassen. Wenn genau das dein Problem löst, kann die Idee passen. Wenn du ohnehin gern Wasser trinkst, sind die Pods vor allem zusätzliche laufende Kosten.

Eine klassische Flasche ohne Verbrauchsmaterial haben wir ebenfalls länger benutzt: Im 720°DGREE uberBottle Test geht es entsprechend stärker um Dichtigkeit und Handhabung als um Geschmack.

Quellen

  1. air up: Aktuelle Twist-Pro-Tritanflasche, Pods und Pflegehinweise (abgerufen am 21.10.2026)
  2. Goldberg et al.: Factors affecting the ortho- and retronasal perception of flavors – Review (abgerufen am 21.10.2026)
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Verfasst von

Leni Wehner

Leni schreibt über Reinigung, Lebensmittel und das Leben mit zwei Katzen. Dabei probiert sie praktische Tipps selbst aus und schaut, was zu Hause tatsächlich funktioniert.

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