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Tomatenblätter rollen sich ein, woran liegt das?

Wenn sich Tomatenblätter einrollen, steckt häufig keine ansteckende Krankheit dahinter. Bleiben die Blätter grün und fest, rollen sich vor allem die älteren unteren Blätter nach oben und wächst die Pflanze normal weiter, handelt es sich meist um eine Reaktion auf Hitze, Trockenheit, schwankende Wasserversorgung oder starkes Ausgeizen.

Genauer hinsehen solltest du, wenn sich vor allem die jungen Blätter verformen, Triebe im Wachstum zurückbleiben oder gelbe Flecken, klebrige Beläge, feine Gespinste und ungewöhnlich verdrehte Stiele dazukommen. Dann passen Schädlinge, geschädigte Wurzeln, ein Düngeproblem, Kontakt mit Unkrautvernichter oder eine Viruskrankheit besser zum Schadbild.

Rollen sich ältere, ansonsten gesunde Blätter von den Rändern nach oben, während Blüten und Früchte normal weiterwachsen, reicht meist eine gleichmäßigere Versorgung. Werden dagegen die jüngsten Blätter klein, gelblich, fleckig oder stark verdreht, solltest du nicht einfach mehr gießen oder düngen, sondern zuerst Blattunterseiten, Wurzeln und die letzten Arbeiten rund um die Pflanze prüfen.

Welche Blätter rollen sich zuerst ein?

Der Platz an der Pflanze liefert oft mehr Informationen als die Stärke der Einrollung. Schau dir deshalb nicht nur ein einzelnes Blatt an, sondern den gesamten Aufbau der Tomate.

Diese Merkmale helfen bei der ersten Diagnose:

  • Rollen sich zuerst ältere Blätter im unteren Bereich nach oben, während sie grün und relativ fest bleiben, passt das meist zum physiologischen Blattrollen.
  • Sind vor allem junge Triebspitzen verkrümmt, klein oder ungewöhnlich schmal, kommen Schädlinge, Viren und ein Kontakt mit bestimmten Unkrautvernichtern eher infrage.
  • Wirkt die ganze Pflanze trotz feuchter Erde schlapp und vergilben untere Blätter, solltest du Staunässe und geschädigte Wurzeln prüfen.
  • Zeigen die Blätter gelbe Sprenkel, klebrige Stellen oder feine Gespinste, spricht das für saugende Schädlinge.
  • Treten neben der Einrollung mosaikartige Hell-Dunkel-Muster, verkürzte Triebe oder missgebildete Früchte auf, sollte eine Viruskrankheit ausgeschlossen werden.

Mach ein Foto der ganzen Pflanze und zusätzlich Nahaufnahmen von Ober- und Unterseite der betroffenen Blätter. Dadurch lässt sich später nachvollziehen, ob die Veränderungen nach oben wandern, nur eine Seite betreffen oder nach einer Pflegemaßnahme zum Stillstand kommen.

Grüne, feste Blätter rollen sich bei Hitze nach oben

Das sogenannte physiologische Blattrollen ist bei Tomaten verbreitet. Typisch sind ältere Blätter, deren Ränder sich nach oben und innen bewegen. Bei stärkerer Ausprägung berühren oder überlappen sie sich. Die Blätter fühlen sich dabei häufig fester und etwas ledrig an.

In den Diagnosehinweisen der University of Minnesota Extension, dem landwirtschaftlichen Beratungsdienst der US-Universität, wird dieses Blattrollen mit heißem, trockenem Wetter verbunden. Auch schnelles Wachstum und starkes Beschneiden können die Reaktion auslösen. Wachstum und Ertrag werden dadurch normalerweise nicht merklich beeinträchtigt.[1]

Die bereits gerollten Blätter müssen sich später nicht wieder vollständig glätten. Entscheidend ist, wie sich die neuen Triebe entwickeln. Wachsen sie normal weiter und bleiben Blüten sowie Fruchtansätze gesund, brauchst du die eingerollten Blätter nicht abzuschneiden.

Vermeide eine überstürzte Gegenreaktion. Zusätzlicher Dünger beseitigt das Blattrollen nicht. Auch tägliche kleine Wassergaben können die Versorgung weiter schwanken lassen, weil nur die obere Erdschicht nass wird und die tieferen Wurzeln trocken bleiben.

Wasserstress bedeutet nicht immer zu wenig Wasser

Trocknet die Erde stark aus, reduziert die Tomate über die eingerollten Blätter ihre Verdunstungsfläche. Besonders Pflanzen in Kübeln geraten an warmen Tagen schnell unter Druck, weil sich wenig Substrat stark erhitzt und rasch Wasser verliert.

Prüfe die Erde einige Zentimeter tief. Ist sie dort trocken und fühlt sich der Kübel auffallend leicht an, gießt du langsam und gründlich im Wurzelbereich. Das Wasser sollte den gesamten Ballen erreichen und bei einem Topf unten ablaufen können. Eine dünne Mulchschicht bremst die Verdunstung, sollte aber nicht direkt am Stängel anliegen.

Auch dauerhaft nasse Erde kann zu welken oder eingerollten Blättern führen. In wassergesättigtem Substrat fehlt den Wurzeln Sauerstoff, wodurch die Wasseraufnahme trotz vorhandener Feuchtigkeit gestört wird. Gelbe Blätter, Blattfall und dunkel verfärbte oder faulende Wurzeln sind zusätzliche Warnzeichen. Die Royal Horticultural Society, eine britische Gartenbauorganisation, nennt bei Staunässe außerdem abgestorbene Bereiche in den Blättern und schwarze Wurzeln.[2]

Leere deshalb Untersetzer und Übertöpfe nach dem Gießen. Ein Kübel braucht offene Abzugslöcher und ein Substrat, das nicht zu einem dichten, dauerhaft nassen Block zusammensackt. Im Beet können verdichtete Erde, eine Senke oder häufige Bewässerung trotz Regen ähnliche Probleme verursachen.

Geschädigte Wurzeln zeigen sich oft erst an den Blättern

Rollen sich die Blätter kurz nach dem Umtopfen, Einpflanzen oder kräftigen Hacken ein, können feine Wurzeln verletzt worden sein. Die Pflanze verliert dann vorübergehend einen Teil ihrer Fähigkeit, Wasser aufzunehmen. Das Schadbild ähnelt Trockenstress, obwohl der Boden feucht sein kann.

Auch ein zu kleiner, stark durchwurzelter Topf begrenzt die Wasserversorgung. Das Wasser läuft dann manchmal seitlich am trockenen Ballen vorbei, ohne das Innere ausreichend zu befeuchten. Hebt sich der gesamte Wurzelballen beim vorsichtigen Ziehen nahezu geschlossen aus dem Gefäß, ist ein größerer Topf sinnvoll.

Nach einer Wurzelverletzung braucht die Pflanze zunächst stabile Bedingungen. Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass, schütze einen schwarzen Kübel vor starker Aufheizung und verzichte einige Tage auf zusätzlichen Dünger. Neue Blätter zeigen besser als die alten, ob sich die Tomate erholt.

Überdüngung lässt sich nicht an einem Blatt allein erkennen

Ein eingerolltes Blatt beweist noch keine Überdüngung. Verdächtig wird sie, wenn die Tomate kurz zuvor stark gedüngt wurde und gleichzeitig sehr dunkelgrüne, weiche Triebe, ungewöhnlich üppiges Blattwachstum oder eine helle Salzkruste auf der Topferde auffallen.

Hohe Salzkonzentrationen im Wurzelbereich können die Aufnahme von Wasser und einzelnen Nährstoffen stören. Die staatliche Gartenakademie Rheinland-Pfalz führt solche Konzentrationen unter anderem als Ursache für gestörten Kalziumtransport bei Tomaten auf. Auch starke Schwankungen der Wasserversorgung spielen dabei eine Rolle.[3]

Setze weitere Düngergaben zunächst aus. Bei einer Kübelpflanze mit freien Abzugslöchern kannst du das Substrat einmal langsam und vollständig durchfeuchten und überschüssiges Wasser ablaufen lassen. Wiederholtes Durchnässen ist keine gute Lösung, weil dadurch neue Wurzelprobleme entstehen können.

Gib nicht vorsorglich Bittersalz, Kalk oder Kalziumdünger hinzu. Ähnliche Blattsymptome können durch verschiedene Ursachen entstehen, und eine weitere Zugabe verschiebt die Nährstoffverhältnisse möglicherweise noch stärker. Bei wiederkehrenden Problemen im Beet bringt eine Bodenanalyse mehr als eine Reihe wechselnder Einzeldünger.

Klebrige Blätter sprechen für Blattläuse

Blattläuse sitzen bevorzugt an jungen Trieben und auf den Blattunterseiten. Größere Kolonien können Blätter einrollen, verfärben und das Wachstum bremsen. Häufig fällt zusätzlich klebriger Honigtau auf. Ameisen an der Tomatenpflanze können ein weiterer Hinweis sein, weil sie diese zuckerhaltigen Ausscheidungen nutzen.[4]

Schiebe ein gerolltes Blatt vorsichtig auseinander und kontrolliere Blattadern sowie Triebspitzen. Blattläuse sind klein, aber mit bloßem Auge zu erkennen. Neben grünen Tieren kommen auch gelbliche, dunkle oder rosafarbene Arten vor. Weiße Hüllen auf den Blättern sind oft zurückgebliebene Häutungsreste.

Einzelne Kolonien lassen sich mit den Fingern abstreifen oder morgens mit einem gezielten Wasserstrahl von den Blattunterseiten spülen. Die Blätter sollten anschließend abtrocknen können. Marienkäferlarven, Florfliegenlarven und Schwebfliegenlarven reduzieren Blattlausbestände ebenfalls, weshalb nicht bei jedem Fund sofort ein Mittel nötig ist.

Bei einem stärkeren Befall kommt nur ein für essbare Pflanzen und Blattläuse zugelassenes Produkt infrage. Anwendung, Wartezeit und Dosierung auf dem Etikett sind verbindlich.

Feine Sprenkel und Gespinste passen zu Spinnmilben

Spinnmilben treten besonders bei heißem und trockenem Wetter auf. Zunächst entstehen viele sehr kleine helle Punkte auf den Blättern. Später wirken die Flächen fahl, gelblich oder bronzefarben. Bei stärkerem Befall sind feine Gespinste an Blattunterseiten, Blattstielen und Triebspitzen zu sehen.

Die Tiere selbst sind nur Bruchteile eines Millimeters groß. Halte ein weißes Blatt Papier unter das Tomatenblatt und klopfe vorsichtig dagegen. Bewegen sich winzige gelbliche, grünliche oder rötliche Punkte auf dem Papier, lohnt sich eine Kontrolle mit einer Lupe.

Die University of Minnesota Extension führt Tomaten unter den Wirtspflanzen der Zweipunkt-Spinnmilbe. Die Saugschäden erzeugen helle Sprenkel, später können Blätter bronzefarben werden und abfallen. Sichtbare Gespinste sprechen für einen bereits größeren Bestand.[5]

Entferne stark geschädigte einzelne Blätter und entsorge sie. Halte die Wasserversorgung stabil und kontrolliere benachbarte Pflanzen. Ein geeignetes, für Gemüse zugelassenes Präparat muss die Blattunterseiten erreichen; gewöhnliche Mittel gegen Insekten erfassen Milben nicht zwangsläufig.

Mosaikmuster und Wachstumsstopp passen nicht zu einfachem Hitzestress

Viruskrankheiten sind bei Tomaten seltener als physiologisches Blattrollen. Sie kommen eher infrage, wenn die jungen Blätter neben der Einrollung unregelmäßig hell- und dunkelgrün gemustert, ungewöhnlich schmal oder verformt sind. Häufig wächst die Pflanze nur noch langsam, bildet kurze Abstände zwischen den Blättern oder setzt auffällig wenige Früchte an.

Beim Tomatenmosaik-Virus können unter anderem Blattscheckungen, verschmälerte Blätter, Wachstumshemmungen sowie Flecken oder Eindellungen an den Früchten auftreten. Das Tomatenbronzeflecken-Virus kann junge Blätter verbräunen, Triebe verformen und das Wachstum stoppen. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz weist außerdem auf die mögliche Übertragung durch Pflanzenkontakt, Werkzeuge und verschiedene saugende Insekten hin.[6]

Eine Viruskrankheit lässt sich anhand eines einzelnen Fotos nicht zuverlässig feststellen. Stelle eine stark verdächtige Kübelpflanze zunächst etwas abseits, arbeite an ihr zuletzt und reinige Hände sowie Werkzeug anschließend gründlich. Nimm von einer solchen Pflanze keine Stecklinge und kein Saatgut für die weitere Anzucht.

Breiten sich die Veränderungen auf neue Triebe aus oder zeigen mehrere Pflanzen ähnliche Mosaik- und Wachstumsstörungen, kann eine Pflanzenschutzberatung oder ein Pflanzengesundheitsdienst die Diagnose absichern.

Verdrehte junge Triebe können auf Unkrautvernichter hindeuten

Tomaten reagieren empfindlich auf bestimmte herbizide Wirkstoffe. Schon geringe Abdrift kann dazu führen, dass neue Blätter schmal, verdreht oder schalenförmig wachsen. Blattstiele und Triebspitzen können sich ebenfalls auffällig biegen.

In den Diagnoseunterlagen der University of Minnesota fallen bei solchen Schäden vor allem stark verformte junge Blätter, verdickte Blattadern sowie einseitige Symptome auf der dem Spritzbereich zugewandten Pflanzenseite auf.[7]

Prüfe, ob in den Tagen zuvor auf einem Rasen, Weg oder Nachbargrundstück ein Unkrautvernichter verwendet wurde. Auch Rasenschnitt, Mist, Mulch oder Kompost aus belasteten Ausgangsmaterialien können empfindliche Gemüsepflanzen schädigen.

Gib der Pflanze in diesem Fall weder mehr Wasser noch zusätzlichen Dünger in der Hoffnung, die Verformung auszugleichen. Entferne eine mögliche belastete Mulchschicht, dokumentiere die Symptome und beobachte das neue Wachstum. Bei einem konkreten Spritzmittelkontakt solltest du vor der Ernte klären, welches Produkt verwendet wurde und welche Angaben für essbare Kulturen gelten.

Stark verformte Triebspitzen an mehreren verschiedenen breitblättrigen Pflanzen sprechen eher für eine äußere Einwirkung als für eine typische Tomatenkrankheit. Sind dagegen nur einzelne Tomaten betroffen und kommen Mosaikmuster oder deutliche Wachstumshemmungen hinzu, bleibt eine Viruskrankheit möglich.

So grenzt du die Ursache in den nächsten Tagen ein

Ändere nicht gleichzeitig Gießen, Düngung, Standort und Pflanzenschutz. Sonst lässt sich später kaum erkennen, worauf die Tomate reagiert hat. Für eine kurze Diagnose gehst du nacheinander vor:

  1. Fotografiere die gesamte Pflanze sowie alte und junge Blätter von beiden Seiten.
  2. Prüfe die Feuchtigkeit tiefer im Boden und kontrolliere bei Kübeln Abzugslöcher, Untersetzer und den Zustand des Wurzelballens.
  3. Suche an Blattunterseiten und Triebspitzen nach Blattläusen, hellen Sprenkeln, klebrigen Belägen oder Gespinsten.
  4. Überlege, ob kurz zuvor stark ausgegeizt, umgetopft, gedüngt, gehackt oder in der Nähe ein Unkrautvernichter eingesetzt wurde.
  5. Beobachte drei bis fünf Tage lang vor allem die neuen Blätter. Sie zeigen besser als bereits eingerollte Blätter, ob sich die Bedingungen stabilisiert haben.

Bei reinem Hitzestress bleibt die Pflanze meist kräftig und wächst weiter. Nach gleichmäßiger Wasserversorgung sehen neue Blätter häufig wieder normal aus, auch wenn die alten gerollt bleiben.

Werden junge Triebe dagegen zunehmend kleiner, gelb oder stark deformiert, solltest du nicht weiter nur an der Bewässerung drehen. Dann ist eine genauere Untersuchung auf Schädlinge, Wurzelschäden, Herbizidkontakt oder Pflanzenviren sinnvoll.

Eingerollte Blätter nicht vorschnell abschneiden

Grüne Blätter betreiben weiterhin Fotosynthese und schützen Früchte vor direkter Sonne. Entferne sie nicht allein wegen ihrer Form. Zu starkes Auslichten kann die Pflanze zusätzlich stressen und Tomaten der intensiven Sonneneinstrahlung aussetzen.

Abgeschnitten werden können Blätter, die vollständig gelb, stark vertrocknet oder deutlich von Schädlingen besetzt sind. Verwende eine saubere Schere und entferne nicht auf einmal große Teile der Blattmasse.

Rollen sich Blätter nach starkem Ausgeizen ein, lässt du die Pflanze zunächst weiterwachsen. Entferne in den folgenden Tagen nur noch kleine Geiztriebe und vermeide umfangreiche Schnittarbeiten während großer Hitze.

Wann die Tomate fachlich geprüft werden sollte

Eine genauere Diagnose ist sinnvoll, wenn der Haupttrieb sein Wachstum einstellt, neue Blätter stark verkrüppeln oder mehrere Pflanzen nacheinander dieselben ungewöhnlichen Symptome entwickeln. Auch deutliche Mosaikmuster, deformierte Früchte und ein Herbizidverdacht gehören nicht in die Kategorie gewöhnlicher Hitzestress.

Bei Kübelpflanzen solltest du zusätzlich reagieren, wenn die Erde dauerhaft nass riecht, der Stängelgrund weich wird oder Wurzeln schwarz und faulig erscheinen. Dann reicht eine veränderte Gießmenge allein möglicherweise nicht mehr aus.

Für eine Anfrage bei der Gartenberatung helfen Bilder der gesamten Pflanze, der Blattober- und -unterseiten, des Wurzelbereichs und benachbarter Pflanzen. Nenne außerdem Sorte, Standort, Topfgröße, Gießrhythmus, verwendeten Dünger und den zeitlichen Verlauf.

Quellen

  1. Tomato disorders: Leaf roll (University of Minnesota Extension, abgerufen am 13.07.2026)
  2. How plants absorb water (Royal Horticultural Society, britische Gartenbauorganisation, abgerufen am 13.07.2026)
  3. Vermeintliche Krankheiten sind oft Mangelerscheinungen (Gartenakademie Rheinland-Pfalz, abgerufen am 13.07.2026)
  4. Growing tomatoes in home gardens (University of Minnesota Extension, abgerufen am 13.07.2026)
  5. Twospotted spider mites in home gardens (University of Minnesota Extension, abgerufen am 13.07.2026)
  6. Viruskrankheiten an Pflanzen erkennen (Gartenakademie Rheinland-Pfalz, abgerufen am 13.07.2026)
  7. Tomato leaves: Curled, distorted or unusually shaped leaves (University of Minnesota Extension, abgerufen am 13.07.2026)

FAQs zum Thema Tomatenblätter rollen sich ein

Werden eingerollte Tomatenblätter wieder glatt?

Bei physiologischem Blattrollen bleiben bereits betroffene Blätter häufig eingerollt, auch wenn sich Wetter und Wasserversorgung verbessert haben. Achte deshalb auf das neue Wachstum. Entwickeln sich die nächsten Blätter normal, hat sich die Pflanze meist stabilisiert.

Sollte ich eingerollte Blätter an der Tomate abschneiden?

Grüne, feste und ansonsten gesunde Blätter bleiben an der Pflanze. Sie versorgen die Tomate weiterhin und beschatten die Früchte. Entferne nur vollständig gelbe, abgestorbene oder stark befallene Blätter und schneide nicht zu viel auf einmal weg.

Können sich Tomatenblätter durch zu viel Wasser einrollen?

Ja, allerdings indirekt. In dauerhaft nasser Erde fehlt den Wurzeln Sauerstoff, wodurch sie Wasser schlechter aufnehmen. Häufig kommen gelbe Blätter, Welke trotz feuchter Erde oder faulende Wurzeln hinzu. Untersetzer und Übertöpfe dürfen deshalb nicht längere Zeit voll Wasser stehen.

Sind Tomaten von Pflanzen mit gerollten Blättern noch essbar?

Physiologisches Blattrollen sowie ein leichter Befall mit Blattläusen machen gesunde Früchte nicht automatisch ungenießbar. Wasche die Tomaten gründlich und kontrolliere sie auf Schäden. Bei einem möglichen Kontakt mit Unkrautvernichter solltest du vor der Ernte klären, welches Mittel beteiligt war und welche Vorgaben dafür gelten.

Wie unterscheide ich Hitzestress von einer Viruskrankheit?

Bei Hitzestress rollen sich meist ältere grüne Blätter nach oben, während die Pflanze weiterwächst und Früchte bildet. Viruserkrankungen betreffen häufiger auch junge Blätter und gehen eher mit Mosaikmustern, Verformungen, kleinen Trieben oder Wachstumsstillstand einher. Eine sichere Virusdiagnose ist anhand der Blattform allein nicht möglich.

Verfasst von

Leonie Wickstein

Leonie schreibt über Upcycling, kreative Reparaturen und Ideen für ein gemütliches Zuhause. Dabei zeigt sie auch, was nicht sofort klappt und worauf es beim Nachmachen ankommt.

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