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Ab wie viel Jahren ist Red Bull? – Die Fakten und Tipps

In der Pause am Kiosk, nach dem Training oder vor einer langen Lernnacht steht die Dose schnell auf dem Tisch – Red Bull ist für viele der „schnelle Wachmacher“. Und dann kommt die Frage, die niemand so richtig sauber beantwortet bekommt: Ab wie viel Jahren ist das eigentlich okay?

Ab wie viel Jahren darf man Red Bull in Deutschland kaufen?

Die klare, manchmal überraschende Antwort: In Deutschland gibt es keine gesetzliche Altersgrenze für den Kauf von Energy-Drinks wie Red Bull. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE, Bundeszentrum für Ernährung) fasst das so zusammen: Es gibt bislang keine Altersgrenze bei der Abgabe, auch wenn das Thema politisch immer wieder diskutiert wird.[1]

Gleichzeitig heißt „keine gesetzliche Grenze“ nicht, dass es überall automatisch verkauft werden muss. Händler dürfen im Rahmen ihrer Hausregeln selbst entscheiden, ob sie Energy-Drinks erst ab 16 (manchmal auch ab 18) abgeben. Und manche tun das auch.

Warum das Thema bei Kindern und Jugendlichen schneller kippen kann

Bei Erwachsenen ist Koffein für viele eine normale Alltagssache. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Lage anders, weil Körpergewicht, Schlafbedarf und Reizbarkeit eine größere Rolle spielen. Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) beschreibt bei hohem Konsum unter anderem Effekte wie Nervosität, Zittern, Schweißausbrüche, Blutdruckanstieg und Herzrasen.[2] Das sind keine exotischen Einzelfälle, sondern genau die Art Nebenwirkung, die man bei jungen Menschen im Schulalltag oder beim Sport am deutlichsten merkt.

Zusätzlich kommt ein Punkt dazu, der banal klingt, aber im echten Leben viel ausmacht: Energy-Drinks werden gern dann getrunken, wenn Schlaf ohnehin knapp ist. Und Koffein ist nicht nach einer Stunde „weg“. Wenn du abends trinkst, nimmst du dir im Zweifel genau das, was du eigentlich brauchst – eine stabile Nacht. Dann folgt am nächsten Tag die nächste Dose, und der Kreis ist schnell da.

Wie viel Koffein ist für Jugendliche überhaupt noch im Rahmen?

Hier hilft eine Zahl, die du auf dein Körpergewicht umlegen kannst. Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) nennt für Kinder und Jugendliche eine sichere Orientierung von 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.[3] Das klingt abstrakt – wird aber plötzlich sehr konkret:

Wenn jemand 50 kg wiegt, liegt diese Orientierung bei 150 mg Koffein am Tag. Das BfR rechnet in einer aktuellen Einordnung sehr ähnlich und zeigt, dass Jugendliche diesen Bereich mit Energy-Drinks schnell überschreiten können – je nachdem, wie groß die Dose ist und ob noch andere Koffeinquellen dazukommen (Cola, Kaffee, Pre-Workout).[2]

Warum die „Dose“ nicht als Einheit taugt

Energy-Drinks werden in unterschiedlichen Größen verkauft. 250 ml und 500 ml sehen auf den ersten Blick nach „ein Getränk“ aus – enthalten aber nicht automatisch die gleiche Koffeinmenge. Wenn du das Thema ernsthaft im Blick behalten willst, ist die Angabe „mg Koffein“ auf der Dose hilfreicher als die Anzahl der Dosen.

Ab wann ist Red Bull „ratsam“?

Wenn du nach einer alltagstauglichen Linie suchst (nicht nach einer juristischen): Viele Fachstellen sind bei Kindern und jüngeren Teens sehr deutlich. Die Deutsche Herzstiftung verweist darauf, dass Energy-Drinks ab einer bestimmten Koffeinmenge einen Warnhinweis tragen müssen, dass sie für Kinder sowie schwangere und stillende Frauen nicht geeignet sind, und ordnet die Risiken für junge Konsumenten ein.[4]

Darum ist die pragmatische Realität (ohne große Theorie) meist diese:

  • Für Kinder ist Red Bull keine gute Idee – nicht als „Ausnahme“, nicht als „Belohnung“, nicht „zum Probieren“.
  • Bei Jugendlichen wird es zur Einzelfallfrage: Körpergewicht, Koffeinempfindlichkeit, Schlaf, Schule, Sport, Vorerkrankungen. Je jünger, desto klarer spricht vieles dagegen.
  • Ab späteren Teenagerjahren ist es weniger eine Altersfrage als eine Mengen- und Timingfrage. Einmal am Nachmittag ist etwas anderes als regelmäßig abends oder in großen Mengen.

Das ist bewusst keine harte Zahl wie „ab 16 ist alles gut“. Dafür reagieren Menschen zu unterschiedlich – und die Dose ist zu „effizient“, um das Thema kleinzureden.

Wenn du als Elternteil entscheiden musst: Woran du dich orientieren kannst

Wenn du Verantwortung trägst (Eltern, Verein, Schule), hilft eine klare, ruhige Linie. Nicht als Verbotsschlacht, sondern als Regel, die sich begründen lässt. Ein paar Punkte sind dabei erfahrungsgemäß die, die am wenigsten diskutiert werden müssen, weil sie nachvollziehbar sind:

  1. Schlaf hat Vorrang. Alles, was Schlaf regelmäßig verschlechtert, ist bei Jugendlichen ein echtes Problem – unabhängig davon, ob man es „aushält“.
  2. Kein Mix mit Alkohol. Das BfR warnt vor zusätzlichen Risiken, wenn Energy-Drinks in größeren Mengen zusammen mit Alkohol getrunken werden, weil sich Effekte auf Herz und Kreislauf gegenseitig verstärken können.[5]
  3. Keine Gewohnheit. Sobald es „normal“ wird, reden wir nicht mehr über einen Wachmacher, sondern über ein tägliches Koffein-Setup – und dann lohnt eher die Frage, warum der Alltag ohne Dose nicht mehr trägt.

Was statt Energy-Drinks tatsächlich wach macht

Wenn es wirklich um „Energie“ geht, sind das meistens die langweiligen Basics – und genau deshalb funktionieren sie. Nicht als perfekt durchgezogener Lebensplan, sondern als kleine, wiederholbare Dinge, die im Schul- oder Arbeitsalltag machbar sind: ausreichend schlafen, tagsüber regelmäßig essen, Bewegung als kurzer Reset und am Nachmittag nicht noch zusätzlich alles mit Koffein aufdrehen.

Wenn du das konkret machen willst, nimm dir einen einzigen Hebel: Koffein früher am Tag, nicht später. Das allein ist bei vielen schon der Unterschied zwischen „abends runterkommen“ und „nachts wachliegen“.

Woran merkst du, dass es zu viel ist?

Es gibt Warnsignale, die du nicht wegwischen solltest – gerade, wenn du noch jung bist oder dein Körper auf Koffein empfindlich reagiert. Dazu gehören wiederkehrendes Herzrasen, Zittern, starke Unruhe, Übelkeit oder Schlaf, der nach Energy-Drinks regelmäßig zerfällt. Das BfR nennt genau solche akuten Effekte im Zusammenhang mit hohem Konsum.[2]

Wenn das bei dir ein Muster ist, ist die Frage nicht „ab wie viel Jahren“, sondern: „Warum trinke ich das überhaupt – und was könnte mir die Energie auf eine stabilere Art geben?“

Und jetzt die kurze Antwort, die du wirklich brauchst

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Altersgrenze für Red Bull. Inhaltlich spricht aber sehr viel dafür, dass Kinder darauf verzichten sollten und dass bei Jugendlichen Menge, Timing und persönliche Verträglichkeit entscheidend sind. Wenn du eine Regel willst, die im Alltag funktioniert: Je jünger, desto klarer „nein“. Je näher am Erwachsensein, desto eher wird es zur Frage, ob es selten bleibt und den Schlaf nicht kaputtmacht.

FAQs zum Thema Ab wie viel Jahren ist Red Bull?

Ab wie viel Jahren darf man Red Bull in Deutschland kaufen?

Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Altersgrenze für den Kauf. Das BZfE (Bundeszentrum für Ernährung) weist aber darauf hin, dass das Thema diskutiert wird und dass einzelne Händler freiwillige Abgaberegeln setzen können.[1]

Warum wird Red Bull für Kinder nicht empfohlen?

Weil Koffein bei Kindern schneller zu Nebenwirkungen führen kann, etwa starke Unruhe, Zittern oder Herzrasen. Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) beschreibt solche akuten Effekte bei hohem Konsum.[2]

Wie viel Koffein gilt für Jugendliche als Orientierung?

Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) nennt als Orientierung für Kinder und Jugendliche 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.[3] Das ist eine praktische Rechengröße, weil sie das Körpergewicht berücksichtigt.

Ist ein Energy-Drink am Nachmittag für Jugendliche automatisch problematisch?

Nicht automatisch – aber es hängt stark von Menge, Körpergewicht, Gewöhnung und Schlaf ab. Kritisch wird es vor allem, wenn der Konsum den Schlaf verschiebt oder wenn mehrere Koffeinquellen am Tag zusammenkommen (Energy plus Kaffee/Cola).

Warum ist die Kombination von Energy-Drinks mit Alkohol riskant?

Das BfR warnt, dass sich Effekte auf das Herz-Kreislauf-System gegenseitig verstärken könnten, wenn Energy-Drinks in größeren Mengen zusammen mit Alkohol konsumiert werden.[5]

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