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Side by Side Kühlschrank macht keine Eiswürfel mehr: Warum?

Warum macht dein Side by Side Kühlschrank keine Eiswürfel mehr? Das fällt meistens genau dann auf, wenn Gäste da sind oder du dir einfach nur ein kaltes Getränk ziehen willst. Die gute Nachricht: In vielen Fällen liegt es an ein paar typischen Stellschrauben – Wasserzufuhr, Filter, Temperatur oder ein blockierter Eisbereiter. Und oft lässt sich das ohne große Teiletauscherei eingrenzen.

Erst klären: Produziert er kein Eis – oder gibt er es nur nicht aus?

Das klingt nach Wortklauberei, spart dir aber Zeit. Es gibt zwei typische Szenarien:

Wenn im Eisbehälter tatsächlich keine neuen Würfel landen, geht es um Produktion (Wasser, Temperatur, Eisbereiter). Wenn Eis im Behälter liegt, aber vorne nichts rauskommt, ist es eher ein Ausgabe-Problem (vereistes Ausgabefach, Mechanik, Klappe, manchmal auch nur ein schlecht sitzender Behälter).

Ein schneller Realitätscheck: Zieh den Eisbehälter heraus und schau nach. Ist er leer und trocken, ist die Wasser- oder Temperaturseite wahrscheinlich. Ist er voll oder teilweise voll, fokussierst du dich eher auf Behälter, Auswurf und die Klappe am Dispenser.

Wasser ist der Schlüssel: ohne Zulauf gibt es keine Würfel

Ein Eisbereiter kann noch so „motiviert“ sein – ohne saubere Wasserzufuhr bleibt die Form leer. Hersteller nennen als erste Prüfpunkte sehr häufig die Wasserleitung, den Filter und die Grundversorgung.[1]

1) Wasserleitung und Wasserdruck – klingt banal, ist aber oft der Grund

Viele Side-by-Side-Geräte sind empfindlicher, als man denkt: Zu wenig Druck kann dafür sorgen, dass Wasser zwar am Spender noch „irgendwie“ kommt, aber die Befüllung der Eisform zu knapp ausfällt.

In Bosch-Gebrauchsanleitungen wird als Richtwert genannt, dass der Wasserdruck an der Versorgungsanlage im Bereich von mindestens 2 bar liegen sollte (modellabhängig, dort z. B. 2–8 bar).[4] Falls du in einem Altbau wohnst oder ein sehr langer Schlauch verlegt ist, kann das relevant sein.

Diese Mini-Checks helfen dir meistens weiter:

  • Ist das Eckventil wirklich komplett geöffnet?
  • Ist der Zulaufschlauch geknickt oder gequetscht (besonders hinter dem Gerät)?
  • Wurde der Kühlschrank kürzlich verschoben und dabei der Schlauch ungünstig gelegt?

2) Wasserfilter – bei vielen Geräten ein echter Eis-Stopper

Ein zugesetzter Filter bremst den Durchfluss. Manche Modelle reagieren darauf schlicht mit zu wenig Wasser für den Eisbereiter. Andere melden es über eine Filteranzeige.

Samsung nennt als Empfehlung, die Wasserfilterpatrone etwa alle sechs Monate zu wechseln, damit die Filterfunktion zuverlässig bleibt.[2] LG formuliert ähnlich: Etwa alle sechs Monate – oder früher, wenn der Wasserdruck abnimmt oder die Eiswürfel kleiner werden.[3] In Bosch-Handbüchern wird ebenfalls beschrieben, dass eine Filterwechsel-Benachrichtigung nach einigen Monaten (z. B. sechs) aktiv werden kann (je nach Modell und Nutzung).[5]

Wenn du den Filter wechselst, lohnt sich danach Geduld: Luft im System oder ein frisch eingesetzter Filter kann den Durchfluss kurzfristig verändern. Und ja: Bei manchen Geräten steht die Eisproduktion erst wieder sauber an, wenn der Filter korrekt eingerastet ist und die Leitung entlüftet wurde.[1]

Der Eisbereiter selbst: blockiert, vereist oder einfach „aus“

Wenn Wasser grundsätzlich vorhanden ist (Spender läuft, Schlauch ist okay), richtet sich der Blick auf das, was im Gerät passiert.

Eis aus, Kindersicherung oder ein „unsichtbarer“ Schalter

Das passiert öfter als man glaubt: Eine Taste wurde berührt, ein Modus wurde umgestellt, oder nach einem Stromausfall hängt die Logik in einer ungünstigen Stellung. Samsung beschreibt bei Side-by-Side-Geräten explizit, dass ein „ICE-OFF“-Modus die Eisproduktion stoppt und über die Bedienung wieder aktiviert werden muss (je nach Modell über die entsprechende Taste/Option).[1]

Test-/Reset-Funktion nutzen, statt im Nebel zu stochern

Viele Geräte haben eine Test-Taste am Eisbereiter. Samsung erklärt für bestimmte Side-by-Side-Modelle: Test-Taste einige Sekunden drücken, die Eiswürfelschale sollte sich bewegen und am Ende Wasser in die Schale laufen (gleichzeitig wird der Zulaufschlauch entlüftet).[6] Das ist praktisch, weil du damit siehst, ob der Eisbereiter überhaupt zyklisch arbeitet und ob Wasser ankommt.

Ein kurzer Ablauf, der meist reicht:

  • Eisbehälter herausnehmen und den Bereich zugänglich machen.
  • Test-Taste am Eisbereiter auslösen (Modellabhängigkeit beachten).
  • Hören/sehen, ob die Schale fährt und ob Wasser einläuft.

Wenn die Mechanik läuft, aber kein Wasser kommt, bist du wieder bei Filter, Druck oder dem Einlassventil (Magnetventil). Wenn Wasser kommt, aber trotzdem nichts gefriert, ist die Temperatur der nächste Kandidat.

Vereisung und „Eisklumpen“ als Blockade

Manchmal klemmt nicht die Elektronik, sondern schlicht ein Eisbrocken. Das kann im Behälter passieren (Eis verklebt) oder am Auswurf. Dann wirkt es so, als „macht er nichts“, obwohl die Produktion im Hintergrund stockt.

Hier hilft oft eine kleine Entspannungspause: Behälter leeren, Klumpen lösen, alles wieder sauber einsetzen. Wichtig ist, dabei nichts mit Gewalt zu hebeln – Kunststoffteile werden bei Kälte spröder.

Temperatur: Wenn es im Gefrierteil nicht kalt genug ist, stoppt die Produktion

Eiswürfel entstehen nicht „nebenbei“. Der Eisbereiter braucht eine stabile Gefriertemperatur. Wenn die Gefrierzone zu warm ist (oder die Kälte schlecht zirkuliert), bleibt die Form zwar vielleicht feucht, aber du bekommst keinen stabilen Würfel.

Zwei Klassiker:

  • Die Tür schließt nicht sauber (Dichtung, übervolle Fächer, Schublade klemmt).
  • Warme Luft kommt regelmäßig rein (häufiges Öffnen, Tür steht länger offen, große Mengen ungekühlter Lebensmittel frisch eingeräumt).

Wenn dein Gerät einen „Power Freeze“- oder „Schnellgefrieren“-Modus hat, kann das kurzfristig helfen, die Zone wieder zu stabilisieren. Dauerhaft ist eher wichtig, dass Luftkanäle frei sind und die Tür zuverlässig dicht ist.

Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Es gibt eine Grenze, ab der „noch ein Tipp“ nicht mehr klug ist – zum Beispiel wenn:

  • Der Testlauf zeigt Mechanikbewegung, aber es kommt trotz korrekter Leitung/Filter kein Wasser an (Verdacht auf Magnetventil/Einlassventil).
  • Du hast wiederholt Vereisung an Stellen, die da nicht hingehören (Hinweis auf Dichtungs-/Luftproblem oder Abtau-Thema).
  • Elektrische Prüfungen (Multimeter) oder Bauteiltausch wären der nächste Schritt.

Dann ist der Techniker oft günstiger als die Teilelotterie. Gerade beim Einlassventil, bei Sensoren oder der Steuerung kann eine saubere Diagnose unnötige Käufe vermeiden.

Fazit: Erst eingrenzen, dann handeln

Wenn dein Side by Side keine Eiswürfel mehr macht, ist das in der Praxis selten „mystisch“. Meist steckt entweder eine unterbrochene/gedrosselte Wasserzufuhr (Filter, Schlauch, Druck) dahinter oder der Eisbereiter wird durch Einstellung, Vereisung oder Temperatur ausgebremst. Sobald du weißt, ob überhaupt Wasser in der Eisform ankommt und ob der Eisbereiter seinen Testzyklus sauber durchläuft, hast du die halbe Lösung schon in der Hand.

FAQs zum Thema Side by Side Kühlschrank macht keine Eiswürfel mehr

Woran erkenne ich schnell, ob es ein Wasserproblem oder ein Eisbereiter-Problem ist?

Ein guter Schnelltest ist die Eisform: Ist sie trocken, kommt sehr wahrscheinlich kein Wasser an (Filter, Schlauch, Ventil). Ist sie feucht oder steht Wasser drin, aber es friert nicht zu Würfeln, passt eher etwas mit Temperatur, Luftführung oder dem Eisbereiter-Zyklus nicht. Bei manchen Geräten hilft die Test-Taste am Eisbereiter, um Bewegung und Wasserzulauf direkt zu prüfen.[1][6]

Wie oft sollte ich den Wasserfilter wechseln, damit die Eiswürfelproduktion stabil bleibt?

Viele Hersteller nennen als Richtwert etwa sechs Monate. Samsung empfiehlt den Wechsel der Wasserfilterpatrone in diesem Zeitraum, LG nennt ebenfalls rund sechs Monate und zusätzlich Hinweise wie nachlassender Wasserdruck oder kleinere Eiswürfel als Signal.[2][3]

Warum kommt Wasser am Spender, aber der Eisbereiter macht trotzdem keine Eiswürfel?

Das passiert, wenn der Durchfluss zwar für den Spender reicht, aber für die Befüllung der Eisform zu schwach ist (zum Beispiel bei zugesetztem Filter oder ungünstigem Druck). Je nach Gerät spielt auch der interne Ablauf eine Rolle: Der Eisbereiter füllt oft zeitgesteuert – kommt in dieser Zeit zu wenig Wasser, wird die Form nicht richtig befüllt. Ein Filterwechsel bzw. das Prüfen von Schlauch und Wasserdruck ist dann meist der erste sinnvolle Schritt.[3][4]

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