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Wie lange müssen Kartoffeln kochen? Tabelle & Tipps

Kartoffeln kochen gehört zu den absoluten Grundlagen in der Küche – und trotzdem ärgert man sich hin und wieder über das Ergebnis. Mal zerfallen die Knollen im Topf zu stark, mal beißt man beim Abendessen noch auf einen festen Kern. Dabei ist das Kochen von Kartoffeln keine Glückssache.

Wenn du ein paar simple Grundregeln beachtest und die groben Garzeiten kennst, gelingt die Beilage ganz entspannt. In diesem Ratgeber zeigen wir dir die genauen Zeiten für Pell- und Salzkartoffeln und erklären, warum die Temperatur des Wassers zu Beginn einen so großen Unterschied macht.

Die schnelle Tabelle: So lange brauchen Kartoffeln

Die exakte Zeit hängt immer von der Dicke der Knolle ab. Als grober Richtwert für mittelgroße Kartoffeln (etwa in der Größe eines kleinen Hühnereis) gelten aber folgende Zeiten ab dem Moment, in dem das Wasser kocht:

Zubereitungsart Die ideale Garzeit Besonderheit
Ganze Pellkartoffeln 20 bis 25 Minuten Die Schale schützt die Kartoffel, weshalb sie etwas länger braucht, dafür aber viel Eigengeschmack behält.[1][2]
Ganze Salzkartoffeln (geschält) 15 bis 20 Minuten Durch die fehlende Schale dringt das heiße Wasser schneller in das Innere ein.
Gewürfelte Kartoffeln (z.B. für Püree) 10 bis 15 Minuten Je kleiner du die Stücke schneidest, desto schneller sind sie gar. Ideal, wenn es zügig gehen soll.
Kartoffeln aus der Mikrowelle 7 bis 10 Minuten Gilt für etwa 300 Gramm in einem geschlossenen, mikrowellengeeigneten Gefäß mit etwas Wasser.[3]

Kochendes oder kaltes Wasser?

Nudeln wirft man in sprudelnd kochendes Wasser. Bei Kartoffeln ist genau das oft der Grund, warum sie außen zerfallen. Wenn du rohe, ganze Kartoffeln direkt in kochendes Wasser gibst, wird die äußere Schicht sofort extrem heiß und beginnt zu garen, während der Kern noch kalt bleibt. Das Resultat: Bis die Hitze die Mitte der Kartoffel erreicht hat, ist die Außenseite oft schon zu weich.

Der Trick für eine gleichmäßige Konsistenz

Setze Kartoffeln am besten in kaltem Wasser auf. So erwärmt sich die Knolle ganz langsam und gleichmäßig von außen nach innen. Die Kartoffel wird am Ende schön gleichmäßig weich.

Drei Tipps für ein rundes Ergebnis

Neben der Wassertemperatur gibt es in der Praxis noch ein paar kleine Handgriffe, die den Alltag am Herd erleichtern:

  • Schneide geschälte Salzkartoffeln vor dem Kochen immer in möglichst gleich große Stücke. Wenn du sehr kleine und sehr große Kartoffelstücke im selben Topf hast, garen sie logischerweise ungleichmäßig.
  • Salze das Wasser direkt zu Beginn. Bei Salzkartoffeln zieht das Salz beim Kochen in das Innere ein, bei Pellkartoffeln würzt es die Schale und gibt ein feines Grundaroma.
  • Gieße die Kartoffeln nach dem Kochen in ein Sieb ab, gib sie sofort zurück in den heißen (aber leeren) Topf und lass sie dort für ein bis zwei Minuten ohne Deckel ausdampfen. Das entzieht ihnen überschüssige Feuchtigkeit an der Oberfläche.

Wichtig: Grüne Stellen großzügig wegschneiden

Wenn Kartoffeln zu viel Licht abbekommen haben, bilden sie grüne Stellen und fangen an zu keimen. Diese grünen Bereiche und die Keimansätze (Augen) enthalten das natürliche Gift Solanin, das zu Bauchschmerzen und Übelkeit führen kann. Da Solanin beim Kochen nicht zerstört wird, musst du diese Stellen vor dem Kochen großzügig wegschneiden. Ist die Kartoffel bereits weich und stark geschrumpft, solltest du sie komplett entsorgen.[5]

Wann sind sie fertig? Die Messerprobe

Verlasse dich nicht blind auf die Uhr, da jede Kartoffelsorte (festkochend, vorwiegend festkochend, mehligkochend) etwas anders auf Hitze reagiert. Mehligkochende Sorten für Püree zerfallen oft etwas schneller, während sehr festkochende Sorten für Kartoffelsalat tendenziell länger stabil bleiben.

Nutze am Ende der Garzeit immer die klassische Messerprobe. Stich mit einem spitzen, glatten Küchenmesser in die größte Kartoffel im Topf. Wenn das Messer ohne spürbaren Widerstand hineingleitet und die Kartoffel beim Anheben fast von allein wieder vom Messer rutscht, ist sie fertig. Bleibt sie fest am Messer stecken, braucht sie noch ein paar Minuten.

FAQs zum Thema Kartoffeln kochen

Wie lange brauchen Kartoffeln im kochenden Wasser?

Mittelgroße, ungeschälte Pellkartoffeln benötigen ab dem Siedepunkt meist 20 bis 25 Minuten. Geschälte Salzkartoffeln sind oft schon nach 15 bis 20 Minuten weich. Wenn du die Kartoffeln vorher in kleine Stücke schneidest, verkürzt sich die Garzeit auf etwa 10 bis 15 Minuten.

Setzt man Kartoffeln mit kaltem oder kochendem Wasser auf?

Im Gegensatz zu Nudeln setzt man rohe Kartoffeln am besten in einem Topf mit kaltem Wasser auf. So erwärmt sich die Knolle gleichmäßig von außen nach innen. Gibt man sie direkt in sprudelnd kochendes Wasser, kann die Außenseite zerfallen, bevor das Innere gar ist.

Wieviel Salz kommt in das Kochwasser?

Das Wasser sollte gut gesalzen sein, ähnlich wie man es von Nudelwasser kennt, aber es muss nicht extrem versalzen schmecken. Ein bis zwei Teelöffel pro Liter sind für die meisten ein guter Richtwert, am Ende entscheidet aber dein persönlicher Geschmack.

Muss ich den Deckel beim Kartoffelkochen schließen?

Ja, der Deckel sollte auf dem Topf bleiben. Er hält den heißen Wasserdampf im Topf, wodurch die Kartoffeln gleichmäßiger garen. Außerdem sparst du dadurch Energie, da du die Herdplatte deutlich herunterschalten kannst, sobald das Wasser kocht.

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