Dauerhafte Haarentfernung zu Hause wirkt im ersten Moment verlockend – kein Rasieren alle zwei Tage, kein Waxing-Termin, keine roten Punkte mehr an den Beinen. Der Braun IPL Silk Expert Pro 5 verspricht genau das. Ich habe das Gerät über drei Monate im Alltag genutzt, Beine, Achseln und Bikinizone behandelt und nebenbei zwei andere IPL-Geräte zum Vergleich ausprobiert. Hier liest du, was der Braun wirklich kann, wo er nervt und für wen sich die Investition lohnt.
Was macht den Braun IPL Silk Expert Pro 5 besonders?
Auf dem Papier klingt der Braun IPL Silk Expert Pro 5 nach einem ziemlich durchdachten Gerät. Im Kern arbeitet er mit IPL-Technologie (Intense Pulsed Light): Lichtimpulse treffen auf das Haar, die Wurzel wird erhitzt und soll nach und nach keine neuen Haare mehr produzieren.
Spannend wurde es für mich aber erst bei den Details, die man im Prospekt schnell überliest:
- SensoAdapt-Sensor, der laut Braun bis zu 80 Mal pro Sekunde den Hautton misst und die Lichtintensität anpasst
- 10 Intensitätsstufen, automatisch oder manuell – je nach Hauttyp und Mutlevel
- Gleitmodus für große Flächen wie Beine und Präzisionsmodus für Bikinizone und Gesicht
- 400.000 Lichtimpulse, was in der Praxis auf mehrere Jahre Nutzung hinausläuft
- Dermatologisch geprüft und für den Heimgebrauch zugelassen
Der Unterschied zu den günstigeren Geräten zeigt sich vor allem beim SensoAdapt-Sensor. Ich musste nicht ständig überlegen, ob die gewählte Stufe zu hoch oder zu niedrig ist – das Gerät regelt automatisch und blockiert die Lichtabgabe, wenn der Hautton nicht passt. Das nimmt viel Unsicherheit raus und fühlt sich beim ersten Einsatz deutlich entspannter an.
Technische Daten und Design des Braun IPL Silk Expert Pro 5
Wer es etwas nüchterner mag, bekommt hier die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Lichtimpulse | 400.000 |
| Intensitätsstufen | 10 (automatisch reguliert oder manuell) |
| Behandlungsmodi | Gleitmodus, Präzisionsmodus |
| Anwendungsbereiche | Beine, Arme, Achseln, Bikinizone, Gesicht (bei frauen) |
| Stromversorgung | Netzbetrieb (mit Kabel) |
| Garantie | 2 Jahre |
Optisch ist der Braun eher zurückhaltend – weiß, leicht glänzend, keine wilden Formen. Für mich wichtiger: Das Gerät liegt stabil in der Hand, die Tasten sitzen da, wo man sie intuitiv erwartet, und der Kopf erreicht auch unbequemere Stellen, ohne dass man sich akrobatisch verrenken muss.
Ich habe die Variante mit mehreren Aufsätzen genutzt. Der Präzisionsaufsatz ist für Bikinizone und Gesicht kein Luxus, sondern fast Pflicht. Mit dem Standardaufsatz bist du an kleinen Partien schnell genervt, weil die Lichtfläche zu groß ist und du schwerer zielgenau arbeiten kannst.
Anwendung im Alltag: So lief der Braun IPL Silk Expert Pro 5 im Test
Auf dem Papier liest sich IPL immer glatt. In der Realität startest du aber mit Rasierklinge, Kabelsalat und ein paar Fragezeichen. So hat sich bei mir eine typische Behandlung eingespielt:
- 24 Stunden vorher rasieren, nicht epilieren oder wachsen – die Haarwurzel muss noch da sein.
- Haut sauber, trocken, frei von Deo oder Creme – sonst riecht es unnötig verschmort.
- Gerät einstecken, Modus wählen, den Kopf vollflächig auf die Haut setzen, warten bis die Kontrollleuchte konstant leuchtet.
- Im Gleitmodus die Taste gedrückt halten und das Gerät langsam über die Haut führen, im Präzisionsmodus jeden Blitz einzeln auslösen.
- Behandlung in den ersten Wochen einmal pro Woche, später nur noch alle paar Wochen zum Auffrischen.
Nach zwei, drei Behandlungen hatte ich eine Routine. Beide Unterschenkel waren in etwa 10 Minuten erledigt, Achseln und Bikinizone haben etwas mehr Aufmerksamkeit gebraucht, weil ich dort lieber im Präzisionsmodus arbeite. Das grelle Blitzen wirkt am Anfang ungewohnt – nach ein paar Anwendungen ist es eher ein Hintergrundeffekt, auf den du gar nicht mehr groß achtest.
Ergebnisse nach 12 Wochen: Wie gut ist der Braun IPL Silk Expert Pro 5 wirklich?
Die ehrliche Antwort: Der Braun ist kein Zauberstab, aber er verändert den Alltag deutlich – wenn Haarfarbe und Hauttyp zusammenpassen. Ich habe helle Haut und relativ dunkle, dichte Körperbehaarung. Für IPL also fast ideal.
Nach rund vier Wochen hatte ich das Gefühl, dass an den Beinen einzelne Stellen langsamer nachwachsen. Ab der sechsten Woche konnte ich klar erkennen, dass die Lücken zwischen den Haaren größer wurden. Der echte Aha-Moment kam ungefähr nach drei Monaten:
- Beine: Rasieren nur noch alle 3 bis 4 Wochen statt alle 2 bis 3 Tage.
- Achseln: spürbar weniger Haare, aber nicht komplett – hier musste ich konsequenter dranbleiben.
- Bikinizone: sichtbar ausgedünnt, aber am empfindlichsten bei der Anwendung.
Ganz wichtig: Es gibt nie den einen magischen Tag, an dem plötzlich alles haarfrei ist. Die Haare haben unterschiedliche Wachstumszyklen, deshalb erwischt du mit jeder Runde andere Wurzeln. Wer nach zwei Anwendungen auf „Babyhaut für immer“ hofft, wird enttäuscht. Wer konsequent dranbleibt, wird belohnt – bei mir vor allem an den Beinen.
Für wen eignet sich der Braun IPL Silk Expert Pro 5 – und für wen nicht?
Bevor du bei IPL-Geräten generell in Shopping-Laune gerätst, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck. Der Braun IPL Silk Expert Pro 5 arbeitet – wie alle IPL-Geräte – mit dem Kontrast zwischen Haar- und Hautfarbe.
Gute Chancen hast du, wenn:
- deine Haut hell bis mittler ist und deine Haare dunkelblond bis schwarz sind
- du bereit bist, in den ersten 8 bis 12 Wochen wirklich regelmäßig zu behandeln
- du aktuell eher rasierst als wachst und mit Stoppeln im Anfangszeitraum leben kannst
Weniger geeignet ist das Gerät, wenn deine Haut sehr dunkel ist oder deine Haare sehr hell, grau oder rot sind – hier gibt es einfach zu wenig Kontrast, damit das Licht zuverlässig an der Haarwurzel „anlegt“. In solchen Fällen sollte immer zuerst eine fachärztliche Beratung her, bevor du Geld in ein IPL-Gerät steckst.
Vergleich mit anderen IPL-Geräten im Alltag
Vor dem Braun hatte ich unter anderem ein günstigeres IPL-Gerät und einmal einen Philips Lumea im Bad stehen. Grob zusammengefasst sah der Vergleich bei mir so aus:
| Merkmal | Braun IPL Silk Expert Pro 5 | Philips Lumea Prestige | Günstiges No-Name-Gerät |
|---|---|---|---|
| Hautsensor | kontinuierliche Messung, automatische Anpassung | Messung vorab, manuelle Bestätigung | teilweise nur fixe Stufen ohne Sensor |
| Geschwindigkeit | schnelle Blitzfolgen, Beine in ca. 10 Minuten | ähnlich schnell | deutlich langsamer |
| Bediengefühl | wertig, klare Rückmeldungen | sehr wertig, teils noch mehr Komfort | einfach, aber teils hakelig |
| Stromversorgung | Kabel | teilweise akkubetrieben | oft kabelgebunden |
Für mich war der größte Unterschied zum No-Name-Gerät die Kombination aus Sensor, Geschwindigkeit und Rückmeldung. Ich musste weniger grübeln, ob die gewählte Stufe passt, und war schneller mit der Anwendung durch. Der Philips Lumea spielt eher in derselben Liga, ist teilweise noch etwas komfortabler, aber auch teurer.
Vor- und Nachteile des Braun IPL Silk Expert Pro 5
Nach drei Monaten im Einsatz lässt sich recht klar benennen, was der Braun gut kann – und was nicht.
Was aus meiner Sicht für das Gerät spricht:
- spürbar weniger Haarwuchs an Beinen und Achseln nach einigen Wochen
- Sensor nimmt viel Unsicherheit aus der Intensitätswahl
- schnelle Behandlung großer Flächen, wenn du konsequent im Gleitmodus arbeitest
- wertiges Gefühl in der Hand, solide Verarbeitung, klarer Bedienfluss
- sehr lange Nutzungsdauer durch die hohe Anzahl an Lichtimpulsen
Es gibt aber auch Punkte, die du vor dem Kauf kennen solltest:
- das Kabel kann nerven, gerade wenn die Steckdose ungünstig sitzt
- die Investition ist hoch, auch wenn sie Waxing-Studio-Kosten auf Dauer ersetzt
- nicht alle Haar- und Hauttypen profitieren gleich stark
- eine gewisse Disziplin ist Pflicht, sonst bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück
Fazit zum Braun IPL Silk Expert Pro 5: Lohnt sich das Gerät?
Unterm Strich hat der Braun IPL Silk Expert Pro 5 bei mir genau das geschafft, was ich mir von einem Heim-IPL-Gerät erhofft hatte: wesentlich weniger Rasur im Alltag, glattere Beine über Wochen und das gute Gefühl, nicht mehr ständig mit Stoppeln zu starten.
Er ist kein Wunderding, das über Nacht alles wegzaubert, sondern ein Werkzeug, das über mehrere Wochen arbeitet. Wer bereit ist, diese Anfangsphase durchzuziehen, wird belohnt. Wer nach zwei Anwendungen aufgibt, kann sich das Geld sparen.
Wenn du helle bis mittlere Haut und dunklere Körperhaare hast, Waxing-Termine satt hast und gerne zu Hause in Ruhe arbeitest, ist der Braun IPL Silk Expert Pro 5 aus meiner Sicht eine sehr gute Wahl. Bei heller Behaarung oder sehr dunkler Haut würde ich vor dem Kauf unbedingt ärztlichen Rat einholen – dann ist eine andere Methode oft die bessere Option.
FAQs zum Braun IPL Silk Expert Pro 5 im Test
Wie schnell sieht man erste Ergebnisse mit dem Braun IPL Silk Expert Pro 5?
Nach meinen Erfahrungen zeigen sich erste Veränderungen frühestens nach 3 bis 4 Wochen, wenn du das Gerät in dieser Zeit konsequent ein- bis zweimal pro Woche nutzt. Zuerst wird der Haarwuchs unregelmäßiger, später bleiben einzelne Stellen komplett aus. Der volle Effekt baut sich eher über 8 bis 12 Wochen auf, weil nicht alle Haare zur gleichen Zeit in der aktiven Wachstumsphase sind.
Ist die Behandlung mit dem Braun IPL Silk Expert Pro 5 schmerzhaft?
Bei mir fühlte sich die Behandlung eher warm als schmerzhaft an. An empfindlichen Stellen wie der Bikinizone habe ich die Lichtstärke anfangs etwas heruntergeregelt. Ein kurzer Pieks oder ein Warmwerden der Haut ist normal. Wenn es brennt oder richtig wehtut, ist die Stufe zu hoch oder die Haut nicht passend vorbereitet (z. B. noch eingecremt). In dem Fall solltest du abbrechen und die Einstellungen prüfen.
Wie sicher ist der Braun IPL Silk Expert Pro 5 für die Anwendung zu Hause?
Der Braun IPL Silk Expert Pro 5 ist für die Heimnutzung konzipiert und verfügt über mehrere Sicherheitsmechanismen: Der SensoAdapt-Sensor prüft den Hautton, bevor ein Lichtimpuls abgegeben wird, und der Aufsatz muss vollflächig aufliegen, sonst gibt es kein Blitzlicht. Trotzdem gilt: Nicht auf Tattoos, Leberflecken oder gereizter Haut anwenden, und im Zweifel immer den Beipackzettel genau lesen oder eine ärztliche Einschätzung einholen, bevor du startest.
