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Revlon Equave Hydro im Test nach vier Wochen

Vier Wochen lang habe ich den Revlon Professional Equave Hydro nach dem Haarewaschen und zwischendurch auf trockenem Haar benutzt. Der deutlichste Unterschied zeigte sich bei mir direkt beim Durchkämmen: Im handtuchtrockenen Haar ließen sich Knoten leichter lösen und ich musste weniger ziehen.

Gut gefallen hat mir dabei, dass meine Haare nicht sofort schwer oder strähnig wirkten. Auf trockenem Haar war der Effekt dagegen kleiner, und bei häufiger Anwendung musste ich mit der Menge aufpassen. Zu viele Sprühstöße über mehrere Tage machten sich irgendwann als leicht belegtes Haargefühl bemerkbar.

Mein Fazit nach vier Wochen: Der Revlon Equave Hydro ist für mich in erster Linie ein gutes Entwirrspray. Bei normalem bis leicht trockenem Haar funktioniert diese leichte Pflege gut. Für sehr trockene oder stark strapazierte Längen wäre er mir allein zu wenig.

Zuletzt aktualisiert am 27. April 2026 um 4:05 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was hat mich überzeugt?

Am stärksten war der Unterschied nach der Haarwäsche. Im feuchten Haar ließ sich der Equave Hydro gut verteilen und erleichterte das Durchkämmen, ohne meine Haare schnell zu beschweren. Auf trockenem Haar würde ich ihn deutlich sparsamer verwenden.

Was ist der Revlon Equave Hydro?

Der vollständige Name lautet Revlon Professional Equave Hydro Instant Detangling Conditioner. Hinter dem langen Namen steckt ein zweiphasiger Leave-in-Conditioner zum Sprühen. Die Flasche wird vor der Anwendung geschüttelt, anschließend kommt das Produkt auf feuchtes oder trockenes Haar und wird nicht ausgespült.[1]

Revlon richtet die Hydro-Variante aktuell an normales bis trockenes Haar. Innerhalb der Equave-Reihe gibt es daneben eigene Varianten beispielsweise für feines und brüchiges Haar, blondes beziehungsweise aufgehelltes Haar und Locken.[1]

Der Schwerpunkt des Hydro-Sprays liegt auf Entwirren, leichter Pflege und besserer Handhabbarkeit. Genau deshalb habe ich im Test vor allem darauf geachtet, wie sich meine Haare beim Kämmen verhalten, ob sie nach der Anwendung schwer werden und wie sich das Produkt nach mehreren Tagen Nutzung bemerkbar macht.

So habe ich den Revlon Equave Hydro getestet

Ich habe das Spray vier Wochen lang in meine normale Haarpflege eingebaut. Meist kam es nach der Haarwäsche ins handtuchtrockene Haar. Zusätzlich habe ich es auf trockenem Haar ausprobiert, wenn die Längen etwas störrisch waren oder sich schlechter durchkämmen ließen.

Damit wollte ich keine Laborwerte erzeugen. Mich interessierten ganz normale Fragen: Lösen sich Knoten leichter? Ziept es beim Kämmen weniger? Bleiben die Haare locker oder werden sie schwer? Und brauche ich nach ein paar Stunden schon wieder Produkt?

Den vom Hersteller genannten Hitzeschutz habe ich dagegen nicht getestet. Dafür müsste nachvollziehbar geprüft werden, wie sich behandeltes Haar unter definierter Hitzeeinwirkung verhält. Das kann ich mit einem normalen Föhn oder Glätteisen zu Hause nicht seriös beurteilen.

Die Kämmbarkeit war im Test der stärkste Punkt

Hier hat mich der Revlon Equave Hydro am meisten überzeugt. Nach der Haarwäsche habe ich einige Sprühstöße in die Längen gegeben, kurz gewartet und anschließend vorsichtig durchgekämmt. Knoten ließen sich leichter lösen und die Bürste beziehungsweise der Kamm kam mit weniger Widerstand durch die Haare.

Der Effekt war für mich deutlich genug, dass ich ihn nicht erst nach mehreren Anwendungen suchen musste. Gerade wenn die Längen nach dem Waschen gern ineinanderhängen, erfüllt das Spray damit genau die Aufgabe, für die ich es verwenden würde.

Positiv war auch das Haargefühl danach. Trotz der besseren Kämmbarkeit wirkten meine Haare nicht direkt platt oder fettig. Gerade bei eher feinem Haar ist mir das wichtig, weil reichhaltige Leave-ins schnell einen gegenteiligen Effekt haben können: Die Längen sind zwar weich, sehen aber schon kurz nach dem Trocknen schwer aus.

So funktionierte es bei mir am besten

Am überzeugendsten fand ich den Equave Hydro im handtuchtrockenen Haar. Ich habe mit wenigen Sprühstößen in den Längen begonnen und nur bei Bedarf nachgelegt. Mehr Produkt hat das Ergebnis bei mir nicht automatisch verbessert.

Auf trockenem Haar war ich weniger begeistert

Revlon gibt das Spray sowohl für feuchtes als auch für trockenes Haar an.[1] Funktioniert hat beides, gleich gut fand ich die Anwendungen aber nicht.

Auf trockenem Haar konnte ich störrische Längen zwar etwas geschmeidiger bekommen, der Unterschied war für mich aber kleiner als direkt nach der Haarwäsche. Gleichzeitig macht sich eine zu großzügige Dosierung hier schneller bemerkbar.

Wenn ich das Spray trocken verwendet habe, waren deshalb ein oder zwei sparsame Anwendungen sinnvoller als mehrfaches Nachsprühen. Für mich ist der Equave Hydro klar ein Produkt für nach der Haarwäsche und nur gelegentlich ein Auffrischer zwischendurch.

Beschwert der Revlon Equave Hydro feines Haar?

Bei meiner Dosierung zunächst nicht. Genau das gehört für mich zu den Pluspunkten des Produkts. Die Flüssigkeit ist leicht, lässt sich fein verteilen und hinterließ nach einzelnen Anwendungen kein klebriges oder öliges Gefühl.

Ganz unbegrenzt aufsprühen würde ich es trotzdem nicht. Wenn ich das Produkt häufiger hintereinander verwendete, fühlten sich meine Haare irgendwann weniger frisch und etwas belegter an. Sobald ich sparsamer dosierte oder einen Tag aussetzte, war das kein Thema mehr.

Ich würde daraus keine allgemeine Regel für jedes Haar ableiten. Wie schnell sich mehrere Styling- und Pflegeprodukte bemerkbar machen, hängt auch davon ab, was sonst noch im Haar landet und wie häufig gewaschen wird. In meinem Test war aber eindeutig: Wenig Produkt funktionierte besser als viel.

Wie viel Pflege bietet das Leave-in?

Beim Entwirren ist der Effekt klarer als bei der eigentlichen Pflegewirkung. Meine Längen fühlten sich nach der Anwendung etwas geschmeidiger an, aber der Equave Hydro ersetzt für mich keine reichhaltige Haarkur.

Bei normalem bis leicht trockenem Haar finde ich genau diese Leichtigkeit angenehm. Wenn die Haare dagegen sehr trocken, porös oder durch Blondieren und häufiges Hitzestyling stark beansprucht sind, würde ich nicht erwarten, dass dieses eine Spray die komplette Pflege übernimmt.

Das deckt sich auch mit der offiziellen Positionierung: Die Hydro-Version ist für normales bis trockenes Haar gedacht.[1] Wer vor allem feines und brüchiges Haar pflegen möchte, findet innerhalb der Equave-Serie beispielsweise eine separate Strengthening-Variante.[2]

Der Revlon Equave Hydro ist nicht silikonfrei

Wenn du bei Haarpflege bewusst auf Silikone verzichten möchtest, solltest du vor dem Kauf einen Blick auf die Zutatenliste werfen. In der aktuell von Revlon veröffentlichten INCI-Liste stehen unter anderem Cyclopentasiloxane, Dimethicone, PEG-12 Dimethicone, Phenyl Trimethicone und Dimethiconol.[1]

Das ist für mich kein automatisches Argument gegen das Produkt. Es ist aber eine relevante Information, wenn du deine Haarpflege gezielt silikonfrei hältst.

Ich würde das glattere Haargefühl außerdem nicht mit einer dauerhaften Reparatur geschädigter Haare gleichsetzen. In meinem Test konnte ich beurteilen, dass sich die Haare nach der Anwendung leichter kämmen und geschmeidiger anfühlen. Ob sich eine geschädigte Haarstruktur dadurch langfristig verändert, lässt sich daraus nicht ableiten.

Was ist mit Hitzeschutz und den anderen Versprechen?

Revlon nennt für Equave unter anderem Entwirrung, Pflege, Frizz-Kontrolle und Hitzeschutz bis 220 °C.[3] Für einen Produkttest finde ich dabei wichtig, zwischen Herstellerangaben und dem zu unterscheiden, was ich selbst tatsächlich beobachten konnte.

Die bessere Kämmbarkeit konnte ich klar nachvollziehen. Auch Haargefühl, Dosierung und die Unterschiede zwischen feuchter und trockener Anwendung lassen sich über mehrere Wochen gut beobachten.

Einen Hitzeschutz bis zu einer bestimmten Temperatur kann ich dagegen nicht mit bloßem Anfassen der Haare bestätigen. Deshalb fließt dieser Punkt auch nicht als selbst getesteter Vorteil in mein Urteil ein.

Duft und Sprühflasche im täglichen Gebrauch

Die Anwendung ist angenehm unkompliziert. Vorher schütteln, in die Längen sprühen, durchkämmen und im Haar lassen. Eine Einwirkzeit mit anschließendem Ausspülen gibt es nicht.

Der Sprühkopf hat bei mir ausreichend fein verteilt, sodass ich nicht jedes Mal eine einzelne Stelle komplett durchnässt habe. Ich habe das Spray hauptsächlich in Längen und Spitzen gegeben und den Ansatz ausgelassen. Dort brauchte ich für bessere Kämmbarkeit ohnehin keine zusätzliche Produktmenge.

Den Duft empfinde ich als dezent salonartig. Er war für mich nach der Anwendung nicht so präsent, dass er mich im Tagesverlauf gestört hätte. Duft ist allerdings einer der Punkte, bei denen ein persönlicher Test deutlich mehr sagt als eine allgemeine Bewertung.

Für wen würde ich den Revlon Equave Hydro kaufen?

Am sinnvollsten finde ich das Spray, wenn dein eigentliches Problem nach der Haarwäsche verknotete oder störrische Längen sind und du dafür keine schwere Creme oder reichhaltige Kur verwenden möchtest.

Für mich passt der Equave Hydro besonders, wenn du:

  • nach dem Haarewaschen regelmäßig mit Knoten und Ziepen beim Durchkämmen kämpfst,
  • ein leichtes Leave-in statt einer reichhaltigen Creme suchst,
  • deine Pflege gern schnell ins feuchte Haar sprühst und nicht wieder auswaschen möchtest,
  • mit einer kleinen Menge auskommst und nicht bei jeder Gelegenheit nachsprühen möchtest.

Weniger interessant finde ich ihn, wenn du eine sehr reichhaltige Pflege für stark trockene oder stark beanspruchte Haare suchst. Auch bei einer komplett silikonfreien Haarpflege fällt die Hydro-Version aufgrund ihrer aktuellen Inhaltsstoffliste raus.[1]

Mein Fazit zum Revlon Equave Hydro Test

Nach vier Wochen ist für mich ziemlich klar, wofür ich den Revlon Equave Hydro weiterhin verwenden würde: nach der Haarwäsche zum Entwirren.

Genau dort hat er bei mir zuverlässig einen Unterschied gemacht. Die Haare ließen sich leichter durchkämmen, ohne dass die Längen bei sparsamer Dosierung direkt schwer oder strähnig wurden. Auf trockenem Haar war der Nutzen für mich kleiner, und bei häufigem Nachsprühen konnte sich das Haar irgendwann etwas belegt anfühlen.

Als intensive Pflege würde ich das Spray nicht betrachten. Wenn du aber vor allem einen unkomplizierten Leave-in-Conditioner suchst, der verknotete Haare nach dem Waschen besser kämmbar macht, hat der Equave Hydro in meinem Test genau diese Aufgabe gut erfüllt.

+
Pro
  • erleichtert das Durchkämmen nach der Haarwäsche deutlich
  • leichte Konsistenz
  • beschwerte mein Haar bei sparsamer Dosierung nicht schnell
  • unkomplizierte Anwendung ohne Ausspülen
  • Sprühflasche lässt sich gezielt in den Längen verwenden
-
Contra
  • für sehr trockene oder stark strapazierte Haare allein eher zu leicht
  • auf trockenem Haar bei mir weniger überzeugend
  • zu häufiges Nachsprühen konnte ein belegtes Haargefühl hinterlassen
  • nicht silikonfrei
  • Hitzeschutz nicht selbst überprüfbar
Gesamtnote
8,2
von 10
Im Test: Revlon Equave Hydro

Bewertung zusammengefasst

Entwirrungseffekt 8,5 / 10
Glanz Geschmeidigkeit 7,5 / 10
Anwendung Duft 8,5 / 10

Quellen

  1. Revlon Professional: Equave Hydro Professional Bi-Phase Detangling Conditioner, Anwendung, Zielhaartyp und Inhaltsstoffliste (abgerufen am 11.08.2026).
  2. Revlon Professional: Equave Strengthening Professional Bi-Phase Detangling Conditioner, Produktvariante für feines und brüchiges Haar (abgerufen am 11.08.2026).
  3. Revlon Professional: Revlon Professional Equave – Produktinformationen zur Pflegeserie, Herstellerangaben zu Entwirrung und Hitzeschutz (abgerufen am 11.08.2026).
Verfasst von

Leni Wehner

Leni schreibt über Reinigung, Lebensmittel und das Leben mit zwei Katzen. Dabei probiert sie praktische Tipps selbst aus und schaut, was zu Hause tatsächlich funktioniert.

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