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Trockner reinigen leicht gemacht – Tipps & Tricks

Ein Trockner wirkt auf den ersten Blick wie ein ziemlich „pflegeleichtes“ Gerät: Flusensieb raus, Fussel abziehen, fertig. In der Praxis sammelt sich aber an mehr Stellen etwas an als man denkt – und genau dort gehen Leistung, Stromverbrauch und im blödesten Fall sogar Sicherheit auseinander. Wenn du deinen Trockner regelmäßig richtig reinigst, läuft er nicht nur zuverlässiger, sondern trocknet oft auch schneller und gleichmäßiger.

Warum das Flusensieb zwar wichtig ist, aber nicht die ganze Geschichte

Das Flusensieb ist der Klassiker – und ja, es sollte wirklich nach jedem Trockengang geleert werden. Genau das empfehlen auch Herstellerunterlagen, weil Flusen den Luftstrom behindern und der Trockner dann länger läuft.[1] Gleichzeitig ist das Flusensieb nur die „Frontlinie“. Ein Teil der Flusen schafft es trotzdem in Bereiche, die du nicht sofort siehst: um die Siebaufnahme herum, in Luftkanälen, am Wärmetauscher oder in der Türdichtung.

Das Problem daran ist nicht nur „ein bisschen Fusselkram“. Wenn die Luft schlechter zirkuliert, steigt die Wärme im Gerät – und Flusen sind extrem leicht entflammbar. Brandschutzstellen weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, Flusensieb und (je nach Gerät) Kondensator/Wärmetauscher regelmäßig zu reinigen.[4]

Welche Trockner du hast, macht beim Reinigen einen Unterschied

Bevor du loslegst, lohnt sich ein kurzer Reality-Check: Nicht jeder Trockner ist innen gleich aufgebaut.

Ein Ablufttrockner schiebt die feuchte Luft über einen Schlauch nach draußen. Ein Kondensationstrockner sammelt Wasser im Behälter oder leitet es ab. Wärmepumpentrockner sind am sparsamsten, haben aber feinere Luftwege und reagieren besonders empfindlich auf zugesetzte Filter und Wärmetauscherflächen. Gerade bei Wärmepumpengeräten merkst du Verschmutzungen oft an längeren Laufzeiten oder daran, dass „irgendwie nicht mehr so knackig trocken wird wie früher“.

Das brauchst du für eine gründliche Reinigung

Du musst dafür keinen Werkzeugkoffer auspacken. Es reicht meist ein kleines Set, das du wahrscheinlich sowieso zu Hause hast:

  • Ein weiches Tuch und etwas warmes Wasser (mildes Spülmittel ist okay).
  • Ein Staubsauger mit schmaler Düse oder Bürstenaufsatz.
  • Eine weiche Bürste oder ein alter, sauberer Pinsel für Ecken und Ritzen.
  • Optional ein Mikrofasertuch für die Trommel und die Türdichtung.

Wichtig ist eher, was du nicht brauchst: keine aggressiven Reiniger, keine scharfen Gegenstände und nichts, womit du Lamellen verbiegst (das passiert schneller als man denkt).

Trockner reinigen Schritt für Schritt

Damit das nicht in eine ewige Baustelle ausartet, kannst du die Reinigung in zwei Ebenen denken: „nach jedem Trocknen“ und „alle paar Wochen/Monate“. Für die Tiefenreinigung kannst du dich an diesem Ablauf orientieren:

  1. Stecker ziehen, Tür öffnen und zuerst das Flusensieb vollständig leeren. Danach die Siebflächen kurz abwischen und die Aufnahme rund ums Sieb mit dem Staubsauger aussaugen.
  2. Türdichtung und Türrahmen abwischen, weil sich dort gern ein feiner Flusenfilm absetzt, der mit der Zeit zu Geruch beitragen kann.
  3. Die Trommel innen mit einem leicht feuchten Tuch auswischen. Wenn du Rückstände siehst (zum Beispiel von Weichspüler oder Trocknertüchern), lohnt sich ein zweites Nachreiben mit klarem Wasser.
  4. Falls dein Gerät einen zugänglichen Wärmetauscher/Kondensator hat, nach Herstellerangaben herausnehmen oder öffnen und vorsichtig reinigen. Viele Anleitungen nennen dafür ausdrücklich regelmäßige Kontrolle und Reinigung „wenn nötig“.[1]
  5. Bei Ablufttrocknern zusätzlich den Abluftschlauch prüfen: sitzt er frei, ist er geknickt, sind Flusenablagerungen sichtbar? Dann vorsichtig reinigen und wieder ordentlich befestigen.

Wenn du einen Wärmepumpentrockner hast, können zusätzlich interne Filtermatten oder ein zweites Filtersystem vorhanden sein. Miele beschreibt zum Beispiel, dass bei bestimmten Geräten mehrere Flusenfilterflächen gereinigt werden sollen, wenn entsprechende Hinweise erscheinen.[2]

Wärmepumpe, Kondensator, Wärmetauscher: Was du wirklich wissen musst

Hier wird es bei vielen schnell unsicher, weil je nach Modell andere Teile zugänglich sind. Grundregel: Alles, was laut Hersteller zur normalen Pflege gehört, darfst du reinigen. Alles, was du nur mit Schrauben, Gewalt oder Bastelmut erreichst, lässt du besser.

Bei Kondens- und Wärmepumpentrocknern ist der Wärmetauscher ein typischer Engpass. Ist er zugesetzt, muss das Gerät länger arbeiten, um die gleiche Trockenleistung zu erreichen. Verbraucherzentralen empfehlen deshalb bei Trocknern ebenfalls regelmäßige Pflege wie das Reinigen des Flusensiebs, weil das beim Energiesparen direkt mit reinspielt.[3]

Wenn du Lamellen siehst: bitte nur sanft arbeiten. Ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz oder ein sehr weicher Pinsel ist oft der beste Kompromiss zwischen „wird sauber“ und „geht nicht kaputt“.

Gerüche im Trockner: meist kein Drama, aber ein Hinweis

Ein muffiger Geruch kommt selten aus der Trommel allein. Häufig ist es eine Mischung aus Restfeuchte, Flusenfilm und Rückständen aus Waschmittel oder Weichspüler. Das ist auch der Grund, warum es oft schon hilft, Türdichtung, Türrahmen und die Siebaufnahme regelmäßig mitzunehmen – weil feuchte Luft dort „arbeitet“ und sich Beläge besonders gern festsetzen.

Wenn du nach der Reinigung trotzdem Geruch hast, lohnt sich ein Blick auf den Aufstellort: Steht der Trockner zu eng, kann die Luft schlechter abziehen. Gerade bei kleinen Waschküchen macht das manchmal mehr aus als man denkt.

Ein Wartungsrhythmus, der im Alltag funktioniert

Damit du nicht jedes Mal bei null anfängst, hilft ein einfacher Rhythmus. Der ist nicht streng, sondern eher wie ein kleiner Serviceplan, den du nebenbei laufen lässt:

  • Nach jedem Trockengang das Flusensieb leeren und kurz die Siebaufnahme prüfen.
  • Etwa alle 4–6 Wochen Türdichtung, Türrahmen und Trommel einmal gründlicher abwischen.
  • Alle paar Monate Wärmetauscher/Kondensator (wenn zugänglich) kontrollieren und reinigen, besonders bei viel Nutzung oder vielen Handtüchern/Bettwäsche.

Und wenn du dich fragst, ob das wirklich „so wild“ ist: Brandschutzstellen nennen genau diese regelmäßigen Reinigungen als entscheidenden Punkt, um Risiken durch Flusen zu senken.[4]

FAQs zum Thema Trockner reinigen

Wie oft solltest du das Flusensieb reinigen?

Am besten nach jedem Trockengang. Das ist die kleinste Routine mit dem größten Effekt, weil die Luft wieder besser zirkuliert und du Ablagerungen gar nicht erst „wandern“ lässt.[1]

Woran merkst du, dass dein Trockner innen zugesetzt ist?

Typisch sind längere Laufzeiten, Wäsche, die trotz vollem Programm noch klamm bleibt, oder ein spürbar wärmerer Gerätekörper als sonst. Manchmal kommt auch ein leicht muffiger Geruch dazu, wenn Flusenfilm und Restfeuchte zusammenkommen.

Kannst du den Wärmetauscher einfach unter Wasser abspülen?

Das hängt vom Modell ab. Manche Geräte erlauben das, andere nicht oder nur sehr eingeschränkt. Am sichersten ist es, dich an die Angaben des Herstellers zu halten und nur die Teile zu reinigen, die ausdrücklich als wartbar beschrieben werden.[1]

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