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Wie wäscht man Handtücher richtig? Tipps und Tricks

Die Frage, wie wäscht man Handtücher richtig, stellt sich spätestens, wenn sie sich nach der Wäsche anfühlen wie Schleifpapier. Mit der richtigen Temperatur, dem passenden Waschmittel und ohne einen ganz bestimmten Fehler werden sie wieder saugfähig und flauschig.

Schluss mit dem Brett-Gefühl: Darum werden Handtücher hart

Irgendwann passiert es in jedem Haushalt: Die einst kuscheligen Handtücher kommen steif und kratzig aus der Wäsche. Oft ist die Ursache eine Mischung aus Kalk im Wasser und Waschmittelresten, die sich in den Fasern ablagern. Die gute Nachricht ist, dass du dafür weder einen neuen Trockner noch teure Spezialprodukte brauchst. Meistens genügen ein paar simple Anpassungen beim Waschvorgang.

Das Ziel ist, die Fasern wieder aufzurichten und von Rückständen zu befreien, damit sie Wasser gut aufnehmen können und sich auf der Haut angenehm anfühlen.

Wie wäscht man Handtücher richtig? Die Kern-Formel

Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese. Die zuverlässigste Methode für hygienisch saubere und langlebige Handtücher lässt sich auf wenige Punkte reduzieren. Sie funktioniert für Frottee, Baumwolle und die meisten gängigen Materialien.

  • Mit 60 °C triffst du bei Handtüchern meist den besten Hygienepunkt, weil Keime zuverlässig reduziert werden und die Wäsche wirklich „durchgespült“ wird.
  • Ein Vollwaschmittel als Pulver ist für Frottee oft die sinnvollste Wahl, weil es Rückstände und Gerüche besser in den Griff bekommt als viele flüssige Varianten.
  • Wenn die Trommel nur zu etwa drei Vierteln gefüllt ist, haben die Handtücher genug Platz, damit Wasser und Waschmittel überall hinkommen und nichts steif bleibt.
  • Ohne Weichspüler bleiben die Fasern offener – das macht Handtücher am Ende meist saugfähiger und verhindert dieses „schmierige“ Gefühl.

Bei wie viel Grad sollte man Handtücher waschen?

Die 60-Grad-Wäsche ist der Standard für Hygiene, aber nicht immer zwingend notwendig. Laut dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) sind für normal genutzte Handtücher und Unterwäsche oft auch Waschprogramme bei 40 °C ausreichend, um sie sauber zu bekommen.[4]

Allerdings geht es nicht nur um sichtbaren Schmutz, sondern auch um die Hygiene in der Waschmaschine selbst. Damit sich in der feuchtwarmen Umgebung keine Bakterienbeläge bilden, empfiehlt das Umweltbundesamt (UBA), mindestens einmal im Monat eine 60-Grad-Wäsche mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel durchzuführen.[2] Wenn du also ohnehin Handtücher wäschst, erledigst du die Maschinenpflege gleich mit.

Welches Waschmittel ist das richtige, um Handtücher zu waschen?

Für Handtücher, Bettwäsche oder Geschirrtücher ist ein Vollwaschmittel als Pulver die beste Wahl. Im Gegensatz zu Flüssigwaschmitteln enthält es Bleichmittel auf Sauerstoffbasis. Diese helfen nicht nur gegen Flecken, sondern wirken auch gegen Bakterien und beugen dem typischen „Müffelgeruch“ vor, der bei niedrigen Waschtemperaturen entstehen kann.

Colorwaschmittel sind für bunte Handtücher eine Alternative, da sie die Farben schonen. Ihnen fehlen aber die Bleichmittel, weshalb hier die 60-Grad-Wäsche für die Hygiene umso relevanter wird.

Der größte Fehler: Warum Weichspüler deine Handtücher ruiniert

Früher dachte ich, viel Weichspüler hilft viel, um die Handtücher für unser Poolhaus flauschig zu halten. Das Gegenteil war der Fall: Sie haben das Wasser kaum noch aufgesogen. Der Grund dafür ist, wie Weichspüler funktioniert: Er legt sich wie ein Film um die einzelnen Baumwollfasern, um sie geschmeidiger zu machen.

Genau dieser Film versiegelt die Faser und reduziert ihre Saugfähigkeit drastisch. Das ist auch wissenschaftlich belegt: Eine Studie von Igarashi et al. (2021) zeigt, dass die Wasseraufnahmefähigkeit von Baumwolltextilien signifikant abnimmt, wenn Weichspüler verwendet wird.[5] Der weiche Effekt ist also teuer erkauft.

Wie bekommt man Handtücher ohne Trockner weich?

Ein Wäschetrockner ist unschlagbar, wenn es um flauschige Handtücher geht, weil die ständige Bewegung die Fasern auflockert. Aber auch ohne Trockner kannst du ein gutes Ergebnis erzielen.

Die einfachste Methode: Schüttle die Handtücher vor dem Aufhängen kräftig aus. Das löst die Fasern voneinander. Hänge sie dann mit genügend Abstand auf, am besten draußen im Wind. Die Luftbewegung hat einen ähnlichen, wenn auch schwächeren Effekt wie die Trommel im Trockner. Wenn du sie abnimmst, kannst du sie noch einmal durchkneten oder ausschlagen, um die Trockenstarre zu lösen.

Was tun, wenn Handtücher nach dem Waschen müffeln?

Wenn Handtücher trotz Wäsche unangenehm riechen, liegt das fast immer an Bakterien. Entweder wurden sie bei zu niedriger Temperatur gewaschen oder die Waschmaschine selbst ist die Ursache. In der Maschine können sich mit der Zeit Biofilme bilden, die für Gerüche sorgen.

Hier sind ein paar Schritte zur schnellen Abhilfe:

  • Wenn du zuerst Flusensieb und Türdichtung sauber machst, nimmst du der Waschmaschine typische Geruchsquellen, die sich dort gern festsetzen.
  • Ein Leerlauf bei 95 °C (oder mit ein paar Putzlappen) hilft, Biofilme und Keime in der Maschine deutlich zu reduzieren.
  • Die müffelnden Handtücher werden meist wieder gut, wenn du sie einmal bei mindestens 60 °C mit Vollwaschmittel-Pulver wäschst.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass eine regelmäßige 60-Grad-Wäsche entscheidend ist, um die Bildung von Bakterienbelägen in der Maschine von vornherein zu verhindern.[1]

Quellen

  1. Hygiene im Privatbereich (Umweltbundesamt, abgerufen am 07.03.2026)
  2. Umweltbewusst waschen und reinigen (Umweltbundesamt, abgerufen am 07.03.2026)
  3. Mitteilung zu Wäschedesinfektionsverfahren (Robert Koch-Institut, abgerufen am 07.03.2026)
  4. Waschen bei niedrigen Temperaturen (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, abgerufen am 07.03.2026)
  5. Effect of softeners on moisture management properties of cotton plain knitted fabrics (PubMed, abgerufen am 07.03.2026)

FAQs zum Thema Wie wäscht man Handtücher

Muss ich neue Handtücher vor dem ersten Benutzen waschen?

Ja, auf jeden Fall. Neue Handtücher sind oft mit Chemikalien aus der Produktion oder Farbüberschüssen belastet. Ein erster Waschgang entfernt diese Rückstände und sorgt außerdem dafür, dass die Fasern aufquellen und die Handtücher saugfähiger werden. Am besten wäschst du sie die ersten Male separat oder nur mit ähnlichen Farben.

Wie oft sollte ich meine Handtücher wechseln und waschen?

Als Faustregel gilt: Dusch- und Badetücher solltest du nach etwa drei- bis viermaligem Benutzen waschen. Handtücher für die Hände oder das Gesicht hingegen solltest du öfter, idealerweise alle ein bis zwei Tage, wechseln. Da sie häufiger nass werden und in einer feuchten Umgebung hängen, können sich hier schneller Bakterien vermehren.

Gibt es eine gute Alternative zu Weichspüler, um Handtücher weich zu bekommen?

Ja, ein bewährtes Hausmittel ist einfacher weißer Haushaltsessig. Gib einfach einen kleinen Schuss (ca. 30–60 ml) in das Weichspülerfach deiner Waschmaschine. Der Essig hilft dabei, Kalkablagerungen und Waschmittelreste aus den Fasern zu lösen, was sie spürbar weicher macht. Keine Sorge, der Essiggeruch verfliegt beim Waschen vollständig.

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