Handtücher landen häufig zusammen in der Maschine, Waschmittel dazu, 60 Grad – fertig. Ganz falsch ist das nicht. Trotzdem lohnt es sich, vor dem Start kurz auf Farbe, Material und Pflegeetikett zu schauen. Normale Baumwollhandtücher vertragen häufig 60 °C, wenn das Etikett diese Temperatur erlaubt. Für leicht verschmutzte Handtücher in einem gesunden Haushalt können aber auch 40 °C ausreichen. Wichtig sind außerdem die richtige Waschmittelmenge und gründliches Trocknen.
Sortiere Handtücher zuerst nach Farbe und Pflegeetikett
Weiße, helle und kräftig gefärbte Handtücher würde ich nicht grundsätzlich in dieselbe Ladung stecken. Vor allem neue dunkle oder intensiv gefärbte Exemplare können anfangs noch Farbe abgeben.
Das Pflegeetikett gibt die maximale Waschtemperatur vor. Die Zahl im Waschsymbol bedeutet dabei nicht, dass das Handtuch zwingend so heiß gewaschen werden muss – nur, dass diese Temperatur nicht überschritten werden darf.[1]
Auch beim Material gibt es Unterschiede. Klassisches Baumwollfrottee ist meist unkompliziert. Bei Handtüchern aus Mischgewebe, Mikrofaser oder empfindlicheren Fasern gelten dagegen die Angaben des Herstellers.
So würde ich eine normale Handtuchwäsche einstellen
Baumwollhandtücher nach Farben sortieren und das Pflegeetikett prüfen. Wenn 60 °C erlaubt sind und die Wäsche stärker beansprucht ist, passt ein 60-Grad-Programm. Bei normal benutzten Badetüchern reichen in einem gesunden Haushalt häufig 40 °C.
Weiße Handtücher können mit Vollwaschmittel gewaschen werden, farbige mit Colorwaschmittel. Die Menge richtet sich nach Beladung, Verschmutzung und Wasserhärte.
60 Grad sind sinnvoll, aber nicht bei jeder Wäsche nötig
Handtücher kommen regelmäßig mit feuchter Haut in Kontakt und bleiben nach dem Gebrauch oft längere Zeit nass. Trotzdem müssen sie nicht automatisch bei jedem Waschgang besonders heiß gewaschen werden.
Die Verbraucherzentrale nennt für einen gesunden Haushalt auch 40 °C als ausreichend. Handtücher und Unterwäsche gelegentlich bei 60 °C mit Vollwaschmittel zu waschen, sorgt zusätzlich für gute Hygiene. Hygienespüler sind dafür normalerweise nicht nötig.[2]
Bei Küchenhandtüchern würde ich etwas strenger sein. Dort können zusätzlich Keime aus Lebensmitteln landen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Geschirr- und Küchenhandtücher regelmäßig bei mindestens 60 °C zu waschen.[3]
Wenn im Haushalt eine ansteckende Erkrankung auftritt oder besondere gesundheitliche Anforderungen bestehen, gelten strengere Hygieneregeln. Dann ist die normale Alltagswäsche nicht der richtige Maßstab.
Beim Waschmittel zählt die Dosierung mehr als eine Extraportion
Mehr Waschmittel macht Handtücher nicht automatisch sauberer. Bleiben Waschmittelreste in den Fasern zurück, ist damit wenig gewonnen.
Die passende Menge hängt von drei Dingen ab: von der Wäschemenge, dem Verschmutzungsgrad und der örtlichen Wasserhärte. Genau dafür gibt es die Dosiertabelle auf der Waschmittelpackung.[2]
Bei weißen Handtüchern ist ein Vollwaschmittel eine naheliegende Wahl. Für farbige Handtücher passt Colorwaschmittel besser, weil es auf den Farberhalt ausgelegt ist.
Die Maschine darf bei normaler Baumwollwäsche gut gefüllt sein. Die vom Hersteller angegebene maximale Beladung solltest du aber nicht überschreiten. Eine größere Trommel ist kein Einladung, Handtücher mit Gewalt hineinzustopfen. Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, Waschmaschinen möglichst voll zu beladen und die jeweilige Höchstmenge einzuhalten.[2]
Weichspüler braucht ein Handtuch nicht
Weichspüler macht Frottee zunächst weicher und verändert den Griff. Auf den Fasern bleibt dabei allerdings eine dünne Schicht zurück, durch die Wasser etwas langsamer aufgenommen wird.[4]
Wer seine Handtücher vor allem saugfähig haben möchte, kann deshalb problemlos darauf verzichten. Die Verbraucherzentrale hält Weichspüler generell nicht für notwendig und verweist zusätzlich auf die Belastung des Abwassers durch die enthaltenen Stoffe.[5]
Hart gewordene Handtücher sind übrigens nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass Weichspüler fehlt. Besonders beim Trocknen auf der Leine kann Baumwollfrottee deutlich steifer werden als im Wäschetrockner.
Nimm feuchte Handtücher nach dem Waschen zügig aus der Maschine
Frisch gewaschene Handtücher sollten nicht noch einen halben Tag feucht in der geschlossenen Trommel liegen. Dort bekommen sie schnell wieder diesen muffigen Geruch, wegen dem sie gerade erst gewaschen wurden.
Nach dem Waschgang kommen sie deshalb möglichst bald auf die Leine oder – wenn das Pflegeetikett es erlaubt – in den Trockner. Die Trocknersymbole geben an, ob und bei welcher Belastung maschinelles Trocknen zulässig ist.[1]
Auf der Leine werden Handtücher oft etwas fester. Ausschütteln vor dem Aufhängen hilft den Schlingen, sich wieder aufzurichten. Im Trockner sorgt die Bewegung meist für einen weicheren Griff, kostet allerdings zusätzliche Energie. Die Verbraucherzentrale empfiehlt aus Energiesicht das Trocknen an der Luft.[6]
Wenn Handtücher nach dem Waschen muffig riechen
Dann würde ich nicht mit mehr Duft oder Weichspüler gegensteuern. Erst prüfen, wann der Geruch entsteht.
Riecht bereits die Waschmaschine unangenehm, können sich dort Rückstände und Mikroorganismen angesammelt haben. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb regelmäßig einen Waschgang bei mindestens 60 °C und anschließend eine gut trocknende Maschine.[2]
Riechen nur einzelne Handtücher, wurden sie möglicherweise vor oder nach dem Waschen zu lange feucht gelagert. Benutzte Handtücher sollten deshalb erst trocknen, bevor sie im Wäschekorb landen. Nach dem Waschen gilt dasselbe: raus aus der Trommel und vollständig trocknen lassen.
Damit bleibt das Waschen ziemlich unkompliziert: Pflegeetikett beachten, nach Farben sortieren, passend dosieren und die Handtücher nach dem Waschgang vollständig trocknen. Bei normaler Badwäsche sind 40 °C häufig genug; 60 °C kommen ins Spiel, wenn mehr Hygiene gefragt ist oder Küchenhandtücher gewaschen werden.
Quellen
- GINETEX Germany: Pflegesymbole für Waschen und Trocknen (abgerufen am 01.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Wäsche waschen – Waschtemperatur, Beladung und Waschmitteldosierung (Stand 22.05.2026, abgerufen am 01.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Hygiene in der Küche – Geschirr- und Küchenhandtücher bei mindestens 60 Grad waschen (Stand 15.09.2025, abgerufen am 01.09.2026)
- Forum Waschen: Weichspüler und Wasseraufnahme von Handtüchern (abgerufen am 01.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Weichspüler sind für die Wäsche nicht erforderlich (abgerufen am 01.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Wäsche möglichst an der Luft trocknen (abgerufen am 01.09.2026)