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Katzenstreu entsorgen: Alles, was du wissen musst

Du stehst mit dem „gebrauchten“ Häufchen Katzenstreu in der Hand vor dem Mülleimer und fragst dich: Wohin damit – Bio, Rest, Toilette? Die kurze Antwort ist meistens ziemlich unspektakulär: In sehr vielen Kommunen ist Katzenstreu ein Fall für den Restmüll.

Kurzantwort: Welche Tonne ist die richtige?

Wenn du nur eine Faustregel behalten willst, dann diese: Benutztes Katzenstreu (inklusive Kot und Urin) gehört in den Restmüll.[1] Viele Entsorger schließen Katzenstreu aus Hygienegründen grundsätzlich von der Biotonne aus.[2]

Manche Kommunen erlauben bei reinem Naturstreu (pflanzliche Fasern) theoretisch die Biotonne – allerdings oft nur unter Bedingungen. „Im Zweifel Restmüll“ ist deshalb nicht die bequemste, aber die stressärmste Lösung.[1]

Warum „nicht in die Toilette“ wirklich ernst gemeint ist

Auch wenn es auf manchen Packungen nett klingt: Katzenstreu ist für Abwasserleitungen und Kläranlagen ein Problem. Abwasserbetriebe nennen Katzenstreu ausdrücklich als Stoff, der zu Verstopfungen führen kann und im Abwasser nichts zu suchen hat.[5][6]

Bei mineralischem Klumpstreu (oft Bentonit) kommt noch dazu, dass es stark aufquillt. Das ist im Katzenklo praktisch – im Rohrsystem leider nicht. Wenn du dir eine Rohrreinigung sparen willst, bleibt es bei der einfachen Regel: Katzenstreu nie über Toilette oder Abfluss entsorgen.[5]

Bio oder Rest: Was die Streuart daran ändert

„Katzenstreu“ ist ein Oberbegriff. Entsorger unterscheiden im Alltag vor allem zwischen mineralischem Streu und Naturstreu (pflanzliche Fasern). Der Knackpunkt ist weniger das Material allein, sondern die Verschmutzung mit Kot und Urin.

Mineralisches Streu (Bentonit, Ton, Silikat)

Mineralisches Streu ist nicht kompostierbar. Entsorgungsratgeber führen benutztes Katzenstreu deshalb klar als Restmüll auf.[1] Wenn du es in die Biotonne gibst, riskierst du im Zweifel eine nicht geleerte Tonne oder Zusatzkosten, weil es als „Fremdstoff“ gilt.[2]

Naturstreu (Holz, Mais, Papier)

Naturstreu wirkt erst mal „bio“, aber hier entscheidet die Kommune. Der Hintergrund ist Hygiene: Katzenkot kann Krankheitserreger enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass Toxoplasma-Oozysten im Katzenkot erst nach ein bis fünf Tagen infektiös werden – und empfiehlt deshalb, Katzentoiletten möglichst täglich zu reinigen.[4] Das Robert Koch-Institut beschreibt außerdem, dass Oozysten im Boden sehr lange überleben können.[3]

Genau deshalb sagen viele Entsorger: Katzenstreu (insbesondere mit Kot) gehört nicht in die Bioabfallsammlung.[2]

Katzenstreu entsorgen: so machst du es ohne Sauerei

Diese Schritte funktionieren unabhängig davon, welche Streuart du nutzt:

  • Stabile Beutel nutzen, weil Streu schwer wird und ein Riss genau im falschen Moment kommt.
  • Beutel gut verschließen, damit Geruch und Krümel im Griff bleiben.
  • Restmüll wählen, wenn du nicht sicher bist, ob deine Biotonne Naturstreu akzeptiert.[1][2]
  • Toilette und Abfluss auslassen, auch wenn „spülbar“ draufsteht.[5]

Wenn du in der Wohnung Geruch vermeiden willst, hilft oft schon ein kleiner Ablauf:

  • Klumpen täglich raus, statt „bis zum Wochenende“ zu warten.
  • Ein kleiner, dicht schließender Eimer (wie bei Windeln) kann praktisch sein, am Ende wandert der Inhalt trotzdem in den Restmüll.
  • Die Katzentoilette regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Beim Thema Toxoplasmose nennt das BfR heißes Wasser und tägliche Reinigung als sinnvolle Hygienemaßnahme.[4]

Und was ist mit dem Kompost?

Kompost klingt verlockend, ist bei Katzenkot aber ein klassischer Stolperstein. Wenn Oozysten im Boden lange überleben können, willst du sie nicht im Gartenkompost verteilen – erst recht nicht dort, wo später Kräuter oder Gemüse wachsen.[3] Darum schließen viele Entsorger Katzenstreu auch vom Bioabfall aus.[2]

Zum Abschluss: die einfache Entscheidung, die fast immer passt

Restmüll ist bei benutztem Katzenstreu die verlässlichste Wahl – unabhängig davon, ob es klumpt, pflanzlich ist oder „besonders öko“ wirkt.[1] Wenn deine Kommune Naturstreu in kleinen, sauberen Mengen erlaubt, steht das normalerweise klar in den lokalen Abfallinfos. Sobald Kot im Spiel ist, bist du mit Restmüll und guter Hygiene auf der sicheren Seite.[2][4]

FAQs zum Thema katzenstreu entsorgen

Darf pflanzliches Katzenstreu in die Biotonne?

Das kommt auf deine Kommune an. Manche Entsorger schließen Katzenstreu grundsätzlich aus der Bioabfallsammlung aus, andere machen Ausnahmen für Naturstreu unter Bedingungen.[1][2] Wenn du es nicht sicher weißt, ist Restmüll die unkomplizierte Lösung.

Warum soll Katzenkot nicht auf den Kompost?

Katzenkot kann Toxoplasma-Oozysten enthalten. Das RKI beschreibt, dass diese im Boden lange überleben können.[3] Darum wird Katzenstreu (vor allem mit Kot) häufig aus Hygienegründen von der Biotonne ausgeschlossen.[2]

Kann ich Katzenstreu wenigstens ohne Streu in der Toilette entsorgen?

Einige Hinweise unterscheiden zwischen „Kot ohne Streu“ und „Streu im Abwasser“. Trotzdem bleibt der sicherste Alltagstipp: Toilette und Abfluss sind nicht der richtige Entsorgungsweg für Katzenstreu – und viele Abwasserbetriebe warnen ausdrücklich vor Katzenstreu im System.[5] Wenn du unsicher bist, bleib bei Restmüll.

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