Schnecken als Haustier zu halten, klingt vielleicht erst einmal ungewöhnlich. Aber diese kleinen Kriechtiere haben einiges zu bieten: Sie sind faszinierend zu beobachten, relativ pflegeleicht und nehmen wenig Platz weg. Außerdem sind sie geräuschlos, was in unserer oft hektischen Welt eine wahre Wohltat sein kann. Wenn du also auf der Suche nach einem ruhigen, genügsamen und doch spannenden Mitbewohner bist, könnte eine Schnecke genau das Richtige für dich sein.
Bitte informiere dich vor der Anschaffung genau über die Bedürfnisse der jeweiligen Schneckenart. Nicht alle Schnecken dürfen gehalten werden, und manche Arten stehen unter Naturschutz.
INHALT
Der erste Schritt: Schnecken-WG einrichten
Du kommst nach Hause, und statt des üblichen Chaos erwartet dich ein kleines, grünes Paradies. Darin: deine neuen Mitbewohner, die gemächlich an einer Gurkenscheibe knabbern. So oder so ähnlich könnte dein Einstieg in die Schneckenhaltung aussehen. Bevor du allerdings losziehst und Schnecken sammelst, gibt es ein paar Dinge zu beachten.
Zuerst brauchst du ein geeignetes Zuhause für deine schleimigen Freunde. Ein Terrarium oder ein ausgedientes Aquarium eignen sich hervorragend. Die Größe richtet sich nach der Anzahl und Art der Schnecken. Für ein paar einheimische Weinbergschnecken reicht ein Behälter mit etwa 30×30 cm Grundfläche. Achte darauf, dass das Terrarium gut belüftet ist, aber nicht zu viel Zugluft entsteht. Der Deckel sollte fest verschlossen sein, denn Schnecken sind wahre Ausbruchskünstler.
Die richtige Einrichtung für zufriedene Schnecken
Der Boden des Terrariums sollte mit einer Schicht Erde bedeckt sein. Am besten eignet sich ungedüngte Blumenerde oder spezielle Terrarienerde. Diese sollte immer leicht feucht gehalten werden, aber nicht nass. Schnecken lieben es, sich einzugraben, und die Feuchtigkeit ist wichtig für ihre Haut. Du kannst auch etwas Laub, Moos und kleine Äste hinzufügen, um den Schnecken Versteckmöglichkeiten und Klettergelegenheiten zu bieten.
Zuletzt aktualisiert am 19. März 2025 um 11:17 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.Ein kleines Wasserschälchen darf natürlich auch nicht fehlen. Hier können die Schnecken trinken und baden. Achte darauf, dass das Schälchen nicht zu tief ist, damit die Schnecken nicht ertrinken können. Eine flache Schale mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern ist ideal. Und, ganz wichtig: Schnecken brauchen Kalk für ihren Hausbau. Sepiaschalen, die du im Zoofachhandel bekommst, sind eine gute Kalkquelle.
Welche Schneckenarten eignen sich als Haustiere?
Nicht jede Schnecke darf einfach so aus der Natur entnommen und ins Terrarium gesetzt werden. Viele einheimische Arten stehen unter Naturschutz. Informiere dich also unbedingt, welche Arten du halten darfst. Eine beliebte Art für Anfänger sind Achatschnecken (diese findest du inzwischen in einem gut sortierten Zoofachhandel). Diese afrikanischen Riesenschnecken können beeindruckende Größen erreichen und sind relativ einfach zu halten.
Auch Bänderschnecken, die du vielleicht aus deinem Garten kennst, können im Terrarium gehalten werden, sofern sie nicht unter Schutz stehen. Sie sind etwas kleiner als Achatschnecken, aber genauso interessant zu beobachten. Egal, für welche Art du dich entscheidest, informiere dich vorher genau über ihre spezifischen Bedürfnisse. Schnecken als Haustier zu halten ist faszinierend und es bereitet viel Freude sie zu beobachten, wie sie ihrem Alltag nachgehen.
Fütterung: Was Schnecken gerne schlecken
Schnecken sind, was ihre Ernährung angeht, ziemlich unkompliziert. Die meisten Arten sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Obst, Gemüse und Salat. Du kannst ihnen zum Beispiel Gurke, Zucchini, Salat, Karotten, Äpfel oder Bananen anbieten. Achte darauf, dass das Futter ungewürzt und unbehandelt ist. Biogemüse ist hier die beste Wahl.
Neben Frischfutter kannst du auch getrocknete Kräuter, wie zum Beispiel Löwenzahn oder Brennnessel, anbieten. Auch Haferflocken werden von manchen Schnecken gerne gefressen. Und vergiss nicht die Sepiaschale! Der Kalk ist wichtig für den Aufbau des Schneckenhauses. Die richtige Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit deiner Schnecken.
Hier sind einige Beispiele für geeignetes Futter:
- Gurke: Ein Klassiker, der von den meisten Schnecken gerne gefressen wird.
- Zucchini: Ebenfalls sehr beliebt und leicht verdaulich.
- Salat: Verschiedene Sorten, aber kein Eisbergsalat, da er kaum Nährstoffe enthält.
- Karotten: Können geraspelt oder in dünnen Scheiben angeboten werden.
- Äpfel: Am besten in kleinen Stücken, da sie sonst schnell braun werden.
- Bananen: Nur in Maßen, da sie sehr zuckerhaltig sind.
Schneckenpflege: So bleibt dein Schleimer gesund
Die Pflege von Schnecken ist nicht besonders aufwendig, aber ein paar Dinge solltest du beachten. Das Terrarium sollte regelmäßig gereinigt werden. Entferne Futterreste und Kot, bevor sie anfangen zu schimmeln. Die Erde sollte etwa alle paar Wochen ausgetauscht werden. Achte darauf, dass die Luftfeuchtigkeit im Terrarium immer hoch genug ist. Besprühe die Erde und die Wände des Terrariums regelmäßig mit Wasser.
Schnecken sind wechselwarme Tiere, das heißt, ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebungstemperatur an. Die meisten Schneckenarten fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius wohl. Achte darauf, dass das Terrarium nicht in der direkten Sonne steht, da es sonst schnell zu heiß werden kann. Eine Heizmatte oder ein Heizkabel können helfen, die richtige Temperatur zu halten. Eine artgerechte Haltung sorgt dafür, dass sich deine Schnecken als Haustier rundum wohlfühlen.
Fortpflanzung: Wenn aus zwei Schnecken viele werden
Schnecken sind Zwitter, das heißt, sie haben sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane. Trotzdem brauchen sie in der Regel einen Partner, um sich fortzupflanzen. Wenn sich zwei Schnecken paaren, befruchten sie sich gegenseitig. Nach der Paarung legen beide Schnecken Eier. Die Eier werden in der Erde vergraben und nach einigen Wochen schlüpfen die Jungschnecken.
Wenn du nicht möchtest, dass sich deine Schnecken vermehren, solltest du regelmäßig die Erde nach Eiern absuchen und diese entfernen. Du kannst die Eier entweder einfrieren oder in kochendes Wasser geben, um sie abzutöten. Es ist wichtig, die Vermehrung zu kontrollieren, da Schnecken sich sehr schnell vermehren können und es sonst schnell zu eng im Terrarium wird.
Häufige Probleme und Lösungen bei der Schneckenhaltung
Manchmal kann es bei der Schneckenhaltung zu Problemen kommen. Eines der häufigsten Probleme ist, dass die Schnecken inaktiv werden und sich in ihr Haus zurückziehen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Oft ist es ein Zeichen dafür, dass die Haltungsbedingungen nicht optimal sind. Überprüfe die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Qualität des Futters.
Ein weiteres Problem kann Schimmelbildung im Terrarium sein. Schimmel entsteht, wenn es zu feucht ist und Futterreste nicht entfernt werden. Achte auf eine gute Belüftung und entferne Futterreste und Kot regelmäßig. Wenn du Schimmel entdeckst, solltest du die Erde austauschen und das Terrarium gründlich reinigen.
Folgende Tabelle zeigt dir einen Überblick der möglichen Probleme bei der Schneckenhaltung und mögliche Lösungen:
Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
---|---|---|
Schnecken sind inaktiv | Temperatur zu niedrig/hoch, Luftfeuchtigkeit zu niedrig, Futter ungeeignet | Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen, anderes Futter anbieten |
Schimmelbildung | Zu hohe Feuchtigkeit, Futterreste | Belüftung verbessern, Futterreste entfernen, Erde austauschen |
Schneckenhaus beschädigt | Sturz, Mangel an Kalk | Vorsichtiger Umgang, Sepiaschale anbieten |
Schnecken fressen nicht | Futter ungeeignet, Stress | Anderes Futter anbieten, für Ruhe sorgen |
Schnecken legen keine Eier | Kein Partner, ungünstige Bedingungen | Partner besorgen, Haltungsbedingungen optimieren |
Schnecken beobachten: Ein entspannendes Hobby
Schnecken zu beobachten ist ein unglaublich entspannendes Hobby. Es ist faszinierend, den kleinen Tieren dabei zuzusehen, wie sie gemächlich durch ihr Terrarium kriechen, an Blättern knabbern oder sich im Boden vergraben. Schnecken haben eine beruhigende Wirkung und können helfen, Stress abzubauen. Es ist ein bisschen wie Meditation, nur eben mit Schnecken. Du kannst stundenlang vor dem Terrarium sitzen und den Schnecken zuschauen, ohne dass es langweilig wird. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Wie sie ihre Fühler ausstrecken, um die Umgebung zu erkunden, wie sie sich mit ihrem Schleim fortbewegen oder wie sie sich in ihr Haus zurückziehen, wenn sie sich bedroht fühlen.


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Schnecken und Kinder: Ein spannendes Lernprojekt
Schnecken als Haustier sind auch für Kinder ein tolles Projekt. Sie können viel über die Natur lernen und Verantwortung übernehmen. Kinder können beim Einrichten des Terrariums helfen, die Schnecken füttern und das Terrarium sauber halten. Natürlich sollten sie das immer unter Aufsicht eines Erwachsenen tun.
Es ist wichtig, den Kindern zu erklären, dass Schnecken Lebewesen sind und keine Spielzeuge. Sie sollten vorsichtig mit den Schnecken umgehen und sie nicht unnötig stören. Wenn Kinder lernen, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, entwickeln sie ein besseres Verständnis für die Natur und lernen, respektvoll mit anderen Lebewesen umzugehen. Schnecken als Haustier können somit eine tolle Lernmotivation sein.
Schnecken und andere Haustiere: Geht das?
Wenn du bereits andere Haustiere hast, fragst du dich vielleicht, ob Schnecken mit ihnen zusammenleben können. Grundsätzlich sind Schnecken sehr friedliche Tiere und stellen keine Gefahr für andere Haustiere dar. Allerdings solltest du darauf achten, dass deine anderen Haustiere die Schnecken nicht als Beute ansehen.
Hunde und Katzen könnten neugierig sein und versuchen, die Schnecken zu fangen oder zu fressen. Auch Vögel könnten die Schnecken als Leckerbissen betrachten. Es ist also wichtig, das Terrarium so aufzustellen, dass es für andere Haustiere unerreichbar ist. Mit etwas Vorsicht und Planung können Schnecken und andere Haustiere problemlos im selben Haushalt leben.
Fazit: Schnecken – Mehr als nur Schleimer
Schnecken sind faszinierende Tiere, die mehr zu bieten haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Sie sind ruhig, pflegeleicht und interessant zu beobachten. Sie können eine echte Bereicherung für dein Zuhause sein und dir viele entspannende Stunden bescheren. Wenn du dich für Schnecken als Haustier entscheidest, wirst du schnell merken, dass sie mehr sind als nur Schleimer. Sie sind kleine Persönlichkeiten mit ihren eigenen Vorlieben und Eigenarten.
Allerdings sollte dir klar sein, dass die Haltung von Schnecken auch Verantwortung bedeutet. Du musst dich um ihre Bedürfnisse kümmern und dafür sorgen, dass sie ein artgerechtes Zuhause haben. Wenn du dazu bereit bist, wirst du mit Schnecken als Haustieren viel Freude haben.
FAQs zum Thema Schnecken als Haustier
Wie kommunizieren Schnecken miteinander?
Auch wenn Schnecken keine Ohren haben und nicht sprechen können, verständigen sie sich trotzdem! Sie nutzen hauptsächlich chemische Signale, also Duftstoffe, zur Kommunikation. Diese Duftstoffe hinterlassen sie beispielsweise in ihrer Schleimspur, sodass andere Schnecken „riechen“ können, wer dort entlanggekrochen ist. Zusätzlich vermuten Forscher, dass Schnecken auch über Berührungen mit ihren Fühlern kommunizieren. Vielleicht tauschen sie so Informationen über Futterquellen oder mögliche Gefahren aus. Es ist faszinierend, oder? Obwohl es still wirkt, findet doch eine Art Austausch statt.
Was mache ich mit meinen Schnecken im Urlaub?
Wenn du in den Urlaub fährst, musst du dir um deine Schnecken meist keine allzu großen Sorgen machen, denn sie sind recht genügsam. Am besten bittest du einen Freund, Nachbarn oder ein Familienmitglied, alle paar Tage nach deinen Schnecken zu sehen. Diese Person sollte dann das Terrarium leicht befeuchten und frisches Futter anbieten, falls nötig. Wenn du nur für ein paar Tage weg bist, können Schnecken auch mal ohne frisches Futter auskommen, solange genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Bereite vor deiner Abreise alles gut vor, indem du das Terrarium reinigst, und sorge dafür, dass der Deckel sicher verschlossen ist. So ist deine Schnecken-WG gut versorgt, und du kannst entspannt verreisen.
Kann ich Schnecken anfassen und hochheben?
Grundsätzlich kannst du Schnecken anfassen, aber du solltest dabei sehr vorsichtig sein. Ihre Haut ist sehr empfindlich und kann durch trockene Hände oder grobe Berührungen verletzt werden. Feuchte deine Hände vorher immer gut an, bevor du eine Schnecke berührst. Hebe sie niemals am Haus hoch, da du so den Mantel, also das Gewebe, das das Haus bildet, verletzen könntest. Am besten lässt du die Schnecke auf deine Hand kriechen oder schiebst sie vorsichtig von der Unterlage. Behandle sie immer mit Respekt, da sie sehr zerbrechliche Lebewesen sind, dann steht einer sanften Interaktion nichts im Wege. Beobachte sie anschließend: Zieht sie sich zurück, war es ihr vielleicht zu viel.
Können Schnecken Krankheiten übertragen?
Während einige Wildschnecken Parasiten übertragen können, die für Menschen oder Haustiere gefährlich sein *könnten*, ist das Risiko bei Schnecken, die speziell für die Terrarienhaltung gezüchtet wurden, sehr gering. Trotzdem ist Hygiene wichtig! Wasche dir immer gründlich die Hände, nachdem du das Terrarium gereinigt oder die Schnecken angefasst hast. Verwende für die Reinigung des Terrariums separate Utensilien, die du nicht für andere Zwecke nutzt. Wenn du diese einfachen Hygienemaßnahmen beachtest und deine Schnecken von vertrauenswürdigen Züchtern beziehst, dann brauchst du dir in der Regel keine Sorgen zu machen und kannst unbeschwert Freude an deinen kleinen Mitbewohnern haben.
Was tun, wenn das Schneckenhaus beschädigt ist?
Ein beschädigtes Schneckenhaus ist kein Grund zur Panik, aber es erfordert deine Aufmerksamkeit. Kleinere Schäden, wie Risse oder kleine Löcher, können Schnecken oft selbst reparieren, wenn sie genügend Kalk bekommen, beispielsweise durch eine Sepiaschale. Stelle sicher, dass die Umgebung sauber und feucht ist, um Infektionen zu vermeiden. Bei größeren Schäden, bei denen das Haus stark gebrochen ist oder Teile fehlen, solltest du aber vorsichtig sein. Beobachte die Schnecke genau. Zieht sie sich zurück und frisst nicht mehr, kann es ein Zeichen für starke Schmerzen sein. In sehr schweren Fällen kann es leider nötig sein, die Schnecke von ihrem Leid zu erlösen. Dies ist jedoch die absolute Ausnahme. Oft erholen sich die Tiere und du kannst sie bei der Heilung unterstützen!