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Bubble Tea Comeback: Trend aus Taiwan erobert Deutschland

Kurzfassung

  • Bubble Tea als fester Bestandteil der Snackkultur, nicht mehr nur ein Teenie-Hype.
  • Ursprung in Taiwan; wurde in den 1980er Jahren in Taichung bekannt.
  • Moderne Anpasbarkeit: Zuckerlevel, Tee-Basis, Toppings individuell gestaltbar.
  • Wichtige Warnung: Bubble Tea mit Bubbles für Kleinkinder ungeeignet.
  • Bubble Tea bei Süße und Koffein im Blick behalten; als Genuss betrachten.

Bunte Becher, dicke Strohhalme, Perlen, die im Mund „ploppen“ – Bubble Tea ist wieder da. Und zwar nicht mehr als kurzer Teenie-Hype, sondern als fester Bestandteil der Snack- und Getränkekultur in vielen Städten. Das Spannende daran ist weniger die Optik (auch wenn sie ihren Job auf Social Media natürlich macht), sondern dass sich das Getränk in den letzten Jahren ziemlich verändert hat.

Wo Bubble Tea herkommt und warum das für das Comeback wichtig ist

Bubble Tea ist nicht „irgendein Sirup-Getränk“, sondern kommt aus Taiwan. Als Ursprung wird sehr häufig Taichung genannt – dort wird Bubble Tea in den 1980ern populär und entwickelt sich von einer lokalen Spielerei zum Export-Schlager. Ein bekannter Name in dieser Geschichte ist Chun Shui Tang, die Bubble Tea in ihrer eigenen Chronik in diese Zeit einordnen.[1]

Warum das fürs Comeback zählt: Der Hype heute wirkt weniger wie „ein neues, wildes Ding“, sondern eher wie ein Produkt, das seinen Platz gefunden hat – ähnlich wie Frozen Yogurt oder Matcha-Drinks. Die Leute wissen, was sie bestellen, und die Läden wissen, was sie liefern müssen: konsistent, sauber, anpassbar.

Was heute im Becher landet

Bubble Tea besteht im Kern aus Tee (oder einer teeähnlichen Basis), Süße, optional Milch(-Alternativen) und einem Topping, das du mittrinkst. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt Bubble Tea klassisch als gesüßten Grün- oder Schwarztee, gemischt mit Milch und Fruchtsirup, plus Stärkekügelchen, die mit einem breiten Strohhalm eingesaugt werden.[2]

Das ist die „Grundform“. In der Praxis ist die Auswahl heute deutlich breiter:

  • Tapioka-Perlen (eher chewy)
  • „Popping Boba“ (platzen, oft fruchtig)
  • Jelly, Pudding, Aloe-Stückchen, Kokoswürfel

Der Trick ist: Du kannst dir damit schnell ein Dessert im Becher bauen – oder ein Getränk, das eher „Tee mit Textur“ bleibt. Genau diese Bandbreite macht den Trend stabiler als früher.

Warum Bubble Tea gerade wieder so gut funktioniert

Das Comeback hat mehrere Treiber – und es ist nicht nur Nostalgie. Die wichtigsten Gründe lassen sich ziemlich nüchtern zusammenfassen:

Hier spielen typischerweise diese Punkte zusammen:

  • Du kannst Zuckerlevel, Eis, Tee-Basis und Toppings sehr genau anpassen – das passt zum „Customization“-Trend.
  • Viele Läden wirken hochwertiger als früher (bessere Tees, weniger „Bonbon-Sirup“-Anmutung, oft klarere Rezepturen).
  • Bubble Tea ist ein Snack-Getränk, das man bewusst „holen geht“ – also auch ein Treffpunkt-Format.
  • Die Optik bleibt ein Vorteil, aber sie ist nicht mehr der einzige Grund.

Genuss mit Maß: Zucker, Kalorien, Koffein

Bubble Tea ist kein Problem – Bubble Tea jeden Tag als Durstlöscher kann eins werden. Der kritische Punkt ist fast immer die Süße. Viele Varianten sind schlicht zuckerreich, vor allem mit Sirup, Milchanteil und süßen Toppings. Verbraucherinfos weisen außerdem darauf hin, dass Bubble Tea je nach Rezept sehr „energiehaltig“ sein kann und schnell in Richtung „flüssiges Dessert“ geht.[4]

Und dann kommt noch ein zweiter, oft unterschätzter Punkt: Koffein. Wenn die Basis echter Tee ist (oder sogar Kaffee/Matcha stark dosiert), ist Koffein im Spiel – plus Zucker, was das Ganze subjektiv „noch pushiger“ macht.

Als Orientierung gilt bei freiem Zucker (also zugesetztem Zucker, Sirup, Honig & Co.): Die WHO empfiehlt, freie Zucker möglichst unter 10 % der täglichen Energiezufuhr zu halten; weniger ist besser.[3]

Wenn du Bubble Tea magst, hilft eine simple Stellschrauben-Logik. Du musst nichts „verbieten“, du musst nur entscheiden, wo du es üppig willst.

Stellschraube Was sich dadurch ändert
Zuckerlevel (z. B. 0–30–50–100%) Der größte Hebel. 30–50% schmeckt vielen noch „richtig“, ohne komplett süß zu sein.
Tee statt Milchtee Wirkt leichter, oft weniger „dessertig“ (je nach Sirup trotzdem süß).
Topping-Auswahl Mehr Topping = mehr Snack-Charakter. Ein Topping reicht meistens völlig.
Bechergröße Klingt banal, ist aber praktisch: kleiner Becher, gleicher Genuss, weniger „nebenbei“.

Worauf du wirklich achten solltest

Es gibt zwei Themen, die man beim Bubble Tea nicht wegwitzeln sollte: Kinder und „Mittrinken von Kugeln“.

Das BfR beschreibt die Bubbles als etwa 10–15 mm groß und weist darauf hin, dass sie beim Trinken versehentlich in die Lunge eindringen können (Aspiration) – besonders bei Kindern bis vier Jahre, begünstigt durch das Saugen am Strohhalm und die Größe der Kügelchen.[2] Das ist kein „Panikpunkt“, sondern ein klarer Hinweis für die Praxis: Für sehr kleine Kinder ist Bubble Tea mit Bubbles keine gute Idee.

Für alle anderen gilt: langsam trinken, nicht „weghaspeln“, und bei starkem Hustenreiz nicht weiterprobieren.

Wie du Bubble Tea bestellst, ohne dass es langweilig wird

Viele bestellen aus Gewohnheit immer die gleiche Kombi – und genau da wird Bubble Tea schnell „zu viel“. Wenn du es abwechslungsreich willst, aber nicht jedes Mal die komplette Zuckerbombe, hilft ein kleines Raster:

Das funktioniert in der Praxis oft gut:

  • Du bleibst bei einer Tee-Basis, die du wirklich magst (Jasmin, Schwarztee, Oolong), und wechselst nur das Topping.
  • Du nimmst ein „Dessert-Setup“ (Milchtee + süßes Topping) bewusst als Treat – und sonst eher fruchtige/leichtere Varianten.
  • Du testest einmal eine niedrige Süßestufe und gehst nur hoch, wenn es wirklich nötig ist.
  • Du lässt dir Zeit: Bubble Tea ist ein Getränk, das besser wird, wenn man es nicht wie Softdrink behandelt.

Fazit: Das Comeback ist real – und mit etwas Gefühl auch ziemlich unproblematisch

Bubble Tea ist heute weniger „Hype-Getränk“ und mehr ein anpassbarer Snack im Becher. Das Comeback funktioniert, weil die Auswahl größer ist, die Läden professioneller wirken und du dir deinen Drink so zusammenbauen kannst, dass er zu dir passt.

Wenn du ihn als Genuss behandelst (und bei kleinen Kindern konsequent vorsichtig bist), spricht wenig dagegen, Bubble Tea einfach als das zu sehen, was er ist: ein süßer, verspielter Bonus im Alltag – nicht mehr und nicht weniger.

Quellen

  1. Chun Shui Tang – History (abgerufen am 09.01.2026)
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Trendgetränk Bubble Tea (10.10.2012) (abgerufen am 09.01.2026)
  3. World Health Organization (WHO): Healthy diet (Fact sheet) (abgerufen am 09.01.2026)
  4. VerbraucherService Bayern: Bubble Tea – Zuckerbomben (abgerufen am 09.01.2026)

FAQs zum Thema Bubble Tea Comeback

Seit wann gibt es Bubble Tea und wo liegt der Ursprung?

Bubble Tea stammt aus Taiwan und wird dort in den 1980er Jahren bekannt. Als besonders häufig genannter Ursprung gilt Taichung; ein bekannter Anbieter aus dieser Zeit ist Chun Shui Tang, die Bubble Tea in ihrer eigenen Unternehmensgeschichte dieser Phase zuordnen.[1]

Ist Bubble Tea für Kinder geeignet?

Für sehr kleine Kinder ist Bubble Tea mit Bubbles problematisch: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Aspiration, also dem versehentlichen Eindringen der Stärkekügelchen in die Lunge – besonders bei Kindern bis vier Jahre, begünstigt durch das Saugen am Strohhalm und die Größe der Kugeln.[2] Für ältere Kinder und Jugendliche hängt es zusätzlich von Zucker- und Koffeingehalt ab.

Wie kann ich Bubble Tea bestellen, ohne dass er zur Zuckerbombe wird?

Ein wirksamer Ansatz ist, die Süßestufe aktiv zu reduzieren (z. B. 30–50% statt 100%), kleinere Größen zu wählen und bei Toppings sparsam zu bleiben. Hintergrund ist, dass freie Zucker möglichst niedrig bleiben sollten; die WHO empfiehlt, freie Zucker unter 10% der täglichen Energiezufuhr zu halten.[3] Verbraucherinfos weisen zudem darauf hin, dass Bubble Tea je nach Rezept sehr zucker- und energiereich sein kann.[4]

Gibt es Bubble Tea auch ohne Milch und ohne Koffein?

Ja. Viele Shops bieten fruchtige Tees ohne Milch an. Koffeinfrei wird es, wenn statt klassischem Grün-/Schwarztee eine koffeinfreie Basis genutzt wird (je nach Laden z. B. Kräutertee-Varianten). Wichtig ist, beim Bestellen klar nach „koffeinfrei“ zu fragen, weil Matcha, Schwarztee und teils auch stark gezogener Jasmintee relevant Koffein enthalten können.

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