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Pizzakarton richtig entsorgen: In welche Tonne gehört er?

Pizza ist weg, Karton bleibt – und genau da wird’s kurz unklar: Darf der Karton ins Altpapier oder muss er in den Restmüll? Mit ein paar einfachen Regeln trennst du das sauber, ohne zu raten.

Pizzakarton: Papier oder Restmüll?

Grundregel: Pappe gehört in die Papiertonne – solange sie sauber genug fürs Recycling ist. Kommunale Entsorger formulieren es meist sehr ähnlich: sauberer Karton ins Altpapier, stark verschmutzter Karton in den Restmüll.[1][2]

So sieht dein Karton aus Wohin damit?
Krümel, ein paar trockene Käsereste, kaum Fett Papiertonne
Große Fettflecken, Soße klebt, Boden ist “durchweicht” Restmüll[2]
Teilweise sauber, teilweise fettig Teilen: sauberer Deckel ins Altpapier, fettiger Boden in den Restmüll

So machst du es dem Recycling leicht

Du brauchst kein großes Programm – ein paar Handgriffe reichen:

  • Essensreste und dicke Beläge kommen runter (z. B. mit einem Küchenmesser “abheben”).
  • Wenn nur der Boden fettig ist, trennst du Deckel und Boden und entsorgst sie getrennt.
  • Der Karton wird flach gemacht, damit er in der Tonne nicht unnötig Platz frisst.

Warum Fett so oft der Knackpunkt ist

Altpapier wird im Recyclingprozess mit Wasser aufgelöst. Fettige, stark verschmutzte Pappe kann dabei die Papierfasern und die Qualität des Recyclingpapiers beeinträchtigen – deshalb sagen Entsorgungsbetriebe so klar “sauber = Papier, verschmutzt = Rest”.[1][2]

Sonderfälle, die regelmäßig für Verwirrung sorgen

Ein paar Situationen tauchen immer wieder auf – hier die pragmatische Einordnung:

“Der Karton ist nur leicht fettig”

Leicht heißt: ein paar Flecken, aber nicht großflächig durchgezogen und nichts klebt. Viele Kommunen akzeptieren Kartons dann noch in der Papiertonne – kritisch wird es, wenn der Karton deutlich mit Fett/Soße vollgesogen ist.[1][2]

“Innen ist eine glänzende Schicht oder Folie”

Das ist eher selten, kommt aber vor (z. B. bei Spezialkartons). Wenn der Karton sichtbar beschichtet ist oder sich Materialschichten nicht sauber trennen lassen, gilt: am besten die Hinweise deines lokalen Abfall-ABCs checken (jede Kommune kann Details anders regeln).

Warum sich das Ganze überhaupt lohnt

Sauber getrenntes Papier ist ein echter Rohstoff. Das Umweltbundesamt beziffert den Unterschied bei der Papierherstellung sehr deutlich: Recyclingpapier braucht im Vergleich weniger Energie und weniger Wasser.[3] Heißt unterm Strich: Je sauberer das Altpapier gesammelt wird, desto besser funktioniert der Kreislauf.

Zum Mitnehmen: die 10-Sekunden-Regel

Wenn du nur einen Merksatz willst, dann den: Ist der Karton noch “papierartig” und nicht durchgefettet, kommt er ins Altpapier – sonst in den Restmüll. Und wenn beides zutrifft: teilen und getrennt entsorgen.

Quellen

  1. RSAG (Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft): Abfall-ABC – Pizzakartons (abgerufen am 14.01.2026)
  2. AWB Köln: Richtig Müll trennen (Hinweis zu verschmutzten Pizzakartons) (abgerufen am 14.01.2026)
  3. Umweltbundesamt: Recyclingpapier ist gut für die Umwelt (abgerufen am 14.01.2026)

FAQs zum Thema Pizzakarton entsorgen

In welche Tonne gehört ein fettiger Pizzakarton in Deutschland?

Wenn der Karton stark fettig ist oder Soße/Beläge kleben, gehört er in den Restmüll.[2] Ist nur ein Teil betroffen, kannst du oft trennen: sauberer Teil ins Altpapier, fettiger Teil in den Restmüll.

Darf ein Pizzakarton mit ein paar Fettflecken in die Papiertonne?

Leicht verschmutzte Kartons werden vielerorts noch akzeptiert, richtig problematisch sind stark durchgefettete oder “durchweichte” Böden. Im Zweifel ist das Trennen von Deckel und Boden der sichere Mittelweg.

Kann ich Pizzakartons sinnvoll wiederverwenden?

Ja, solange sie nicht stark fettig sind: als Bastelunterlage, zum Abdecken beim Streichen oder als kurzfristige Unterlage (z. B. beim Sortieren/Schrauben). Für Kompost oder als “Bio-Unterlage” taugen sie nur, wenn sie wirklich frei von Fett und Belägen sind – sonst ziehen sie Schädlinge an und stören eher.

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